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Blogger´s Digest V - Das Ende der Werbung

Das Ende ist nah.

Nun, diese Aussage stammt wahrscheinlich aus einer Zeit, da der Mensch noch nicht sprechen konnte, aber sei's drum: Warner und Mahner, Seher und Weher gibt's überall und natürlich auch in der Blogosphäre. Einen davon möchten wir euch heute vorstellen:

Jeff Jarvis und seine Buzzmachine unter besonderer Berücksichtigung seines Opus
Advertisers: You’re next
the lazy, traditional, one-stop-shopping of TV upfront and the big-media lunch circuit is inefficient, wasteful, untargeted, irrelevant, and ultimately damned irritating to your customers.
Klingt ein wenig nach Dany-Sahne ("Früher oder später kriegen wir euch auch..."), ist aber weder süß, noch leicht verdaulich. Andererseits macht er auch nicht satt. Naja, zumindest, wer will: Food for thought

Das Ende von Copy & Paste?

Immer wieder rechtzeitig zur ADC-Preisverleihung gibt es alles zum Thema "Plagiat" zwischen Nachrichten und Vorwürfen. Doch hierbei handelt es sich, wie auch bei unserem Beispiel zu diesem Thema, doch meist um ehr bis ganz offensichtliche Kopien bzw. Verletzungen geistigen Eigentums, was natürlich nicht nur peinlich, sondern bekanntermaßen auch strafbar ist. (Wen es interessiert, hier ein Aufsatz zum Thema "Geistiges Eigentum im Netz".)

Was aber, wenn es um mehr geht als um eine Melodie, eine Headline, ein Bild? Da will nun der Professor für Web-Technologie an der Weimarer Bauhaus-Universität Benno Stein Abhilfe schaffen, wie yahoo meldet:
Mit der in seiner Arbeitsgruppe entwickelten Technologie zur Plagiat-Analyse sei es jetzt möglich, Ideen-Diebe zu entlarven, selbst wenn sie die Ursprungstexte verändert oder nur Passagen daraus entnommen haben.
Als mögliche Interessenten nannte Stein Verlage, «die wissen wollen, ob das überhaupt neu ist, was ihnen angeboten wird». Aber auch für Universitäten oder Schulen sei die Technologie interessant, etwa bei der Überprüfung, ob abgegebene Arbeiten tatsächlich aus der Feder der Studenten oder Schüler stammen. «In einer in den USA unter 50 000 Studenten im Jahr 2005 durchgeführten Studie gaben nahezu 40 Prozent der Befragten zu, in ihren Arbeiten aus dem Internet zu plagiieren.» Nicht zuletzt könnten auch Wissenschaftler nachforschen, «ob sie richtig zitiert worden sind».
Das Programm zur Plagiat-Analyse durchsucht einen Originaltext zunächst nach aussagekräftigen Stichworten. «Innerhalb von Sekunden kann es damit ähnliche Texte aus dem Internet filtern», erläutert Stein. Dann beginnt die Feinabstimmung mit ein paar hundert so genannter Fingerprints, die aus der Häufigkeit und der Verteilung der verwendeten Wörter erstellt werden. «Damit können wir sehr effizient Kandidaten für plagiierte Texte finden, selbst wenn Abschnitte umformuliert wurden», sagte der Professor.
Viele Unternehmen - und dazu darf man dann gerne auch Agenturen zählen - können dann nur hoffen, dass diese Technologie nicht auch auf Anschreiben, Broschürentexten und Geschäftsberichen eingesetzt wird ;-)

Geil, geil, geil: Das Ende der SMS

... oder" Kobra, übernehmen Sie"

Kennen Sie das noch? "Sollten Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter während des Auftrags gefasst oder getötet werden, müssen wir leugnen, sie zu kennen. Dieses Band wird sich in wenigen Sekunden selbsttätig vernichten." Und dann stürzten die Männer los und schafften das Unmögliche.

Okay, das war einmal, dann kam Tom Cruise, aber der ist ja auch nicht mehr (ganz bei Trost), dafür gibt es jetzt eine Erfindung aus dem Land der maro- und explodierenden Treibstofftanks, die Generationen von Sprachautisten in den Wahnsinn treiben dürfte, dafür diverse Netzdienstbetreiber von einem Goldrausch in den nächsten. Und das ist der Grund:
Ein Unternehmen namens Staellium aus England hat einen Schutzmechanismus für SMS entwickelt. Der Empfänger hat 40 Sekunden Zeit, die Nachricht zu lesen, bevor diese sich selbst zerstört. Möglich ist das durch die WAP-Technologie. Der Empfänger erhält eine SMS mit einem Link, der auf eine WAP-Seite mit der eigentlichen Nachricht führt. Die Nachricht löst sich dann nach 40 Sekunden auf.

Aber es kommt noch besser:

Für nächstes Jahr sind auch selbst zerstörende E-Mails und Mailbox-Nachrichten geplant.

Warum illegal Viren programmieren, wenn man damit Geld machen kann? Sehr gut, England. Kaum haben eure Pubs länger auf, schon kommen wieder Ideen von der Insel. Prima. Ob es da einen Zusammenhang gibt ....?

Wer gar nicht genug bekommt vom Simsen, der kann sich vielleicht auch mit einem SMS-Ticker anfreunden...

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