Eine ganze Menge: Nach einer einfachen Standardimplementierung stehen i .d. R. schon nach wenigen Stunden (oder auch Minuten) umfangreiche Daten zur Verfügung.
Die gelieferten
Informationen lassen sich grundsätzlich in
3 Bereiche unterteilen.
Ein Bereich zeigt
Trafficdaten. Darunter befinden sich u. a. Details über die Anzahl der Besucher und Besuche, die Anzahl der Seitenansichten, die eingegebenen Suchbegriffe, woher die Besucher kommen (Suchmaschine, Land, Region, City, Netzwerk), getätigte Downloads und die technische Ausstattung der Clientrechner (z. B. die benutzten Browser, die Bildschirmauflösung).
In den
Event Reports kann man ablesen, wie erfolgreich die Website „konvertiert“, d .h. in welchem Ausmaß gesetzte Ziele erreicht werden. Dabei kann der Begriff Ziel in der Webanalyse weit gefasst werden. Je nach Geschäftsmodell verfolgen Websites eben recht unterschiedliche Ziele.
Einige Website gewinnen schwerpunktmäßig Interessenten. Also zählt man die Anzahl der Besucher, die das entsprechende Registrierungsformular ausgefüllt und die Bestätigungsseite gesehen haben. Die Zielseite ist somit die Bestätigungsseite.
Bei Commercesites geht es um umsatzrelevante Themen, wie Anzahl Aufträge, Produkte mit der höchsten Konversionsrate, Cross-Selling Potentiale oder die Kampagne mit dem besten Return On Invest (ROI). Es lassen sich verschiedene Zielseiten z .B. im Kaufprozess definieren. Eine Zielseite könnte die Warenkorbseite sein, um zu messen, wie viele und welche Produkte mit welchem Wert dort während eines Besuches hineingelegt werden. Eine weitere Zielseite ist die Checkoutseite mit allen anderen Details, wie Adresse des Kunden, Bezahlmethode etc., um zu messen, wie viele von den Warenkorbbesuchern diesen Trichterschritt erreichen. Schlussendlich wäre da noch die Bestellbestätigungsseite, um die eingegangen Bestellungen zu messen. Aufbauend auf diesen Informationen kann man die Bereiche mit hohen Abbruchraten verbessern und damit mehr Umsatz verbuchen.
Media- und Contentsitebetreiber zielen auf eine Erhöhung der Contenttiefe und der durchschnittlichen Verweildauer pro Besuch, eine hohe Besucherbindung, ein verbessertes publisher-internes Referenzieren und auf eine Steigerung der Werbeplatzierungen. Daneben gibt es eine Vielzahl anderer Ziele, wie z .B. der Verkauf komplementärer Produkte (Magazine, Bücher, Kalender), die Erhöhung der Abonnentenzahlen und die Steigerung des Verkaufs von Paid Content. Auch für diese Zwecke lassen sich entsprechende Messpunkte (Zielseiten) definieren und die Zielerreichung messen und optimieren.
Ein weiterer Bereich ist die
Pfadanalyse. Diese zeigt Ein- und Ausstiegsseiten, Seiten mit hohem Einzelzugriff (Besucher kommen auf die Seite und „hauen“ gleich wieder ab), der Seitenfluss, d .h. von wo nach wo „gehen“ die Besucher und wo verlassen sie die Website, die verbrachte Zeit auf einer Seite, die Fehlerseiten, die Zeit pro Besuch oder die TOP-Pfade bis zur Konversion.
Ein ganze Menge Daten, oder? Diese im richtigen Kontext zu sehen, Sie miteinander in Relation zu setzen und relevante (actionable) Informationen daraus zu machen, damit werden wir uns in den nächsten Blogbeiträgen beschäftigen.
Ihr Author Alexander Gärtner,
Virtualanalyst
Dazu auch:
Tante Webanalyse
Warum Webanalyse?
Webanalyse: Fragen über Fragen!
Webanalyse: Wie werden nun Daten gesammelt?
Kommentare