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Katholiken: Blut aus tausend Wunden

"Chef, wir haben ein Problem." Das sollte man vielleicht mal dem Papst sagen... Denn die katholische Kirche blutet. Und zwar heftig. Das hat gerade eine Umfrage von Faktenkontor und Toluna ergeben. Der Branchendienst PR-Professional meldet, dass 28 Prozent der Katholiken mit dem Gedanken spielen, aus der Kirche auszutreten.
Das nennt man dann wohl Imageproblem. Interessant dabei: viele denken, dass die Kirche auch ein Kommunikationsproblem hat.

Für eine Mehrzahl der befragten 1.500 Bundesbürger sind die aufgedeckten Missbräuche nur ein Aspekt des Skandals. Ebenfalls skandalös ist für 88 Prozent der Deutschen die Krisenkommunikation der Kirche.


Erstaunlich daran finde ich vor allem, dass sich ganz normale Menschen Gedanken über Krisenkommunikation machen. Wer hätte das gedacht?

Web 2.0 ist in den PR-Agenturen angekommen

Stefan Hertach von mediaquell macht uns darauf aufmerksam, dass inzwischen auch in PR-Agenturen und Pressestellen der Trend in Richtung Web 2.0 geht. Er fasst dabei eine aktuelle Studie von Faktenkontor und news aktuell zusammen.

Die Studie hat ergeben, dass sich ein echter Wandel in der PR-Landschaft abzeichnet. Man denkt nicht mehr nur in klassischen Medien, sondern beteiligt sich aktiv am Web 2.0. Auch wenn Konzepte in diesem Bereich noch eher die Ausnahme sind, so haben die PR-Menschen erkannt, dass die klassischen Medien an Bedeutung verlieren.

Hertach:
Damit zeigt sich, dass u.a. die schrumpfenden Leserzahlen, die Einstellung zahlreicher Printtitel sowie das Auftreten neuer Multiplikatoren (Blogger, Fans etc.) und Kommunikationsformen und -kanälen (Social Media, Online Portale, Aggregatoren, Kurznachrichtendienste, RSS-Feeds etc.) nun auch merklich die PR-Branche treffen.


Die PR-Branche hat jetzt neue Zielgruppen für sich entdeckt, zum Beispiel Blogger und Communities. Davon kann wahrscheinlich inzwischen jeder Blogger ein Lied singen, wird er doch mit mehr oder weniger relevanten Presseinformationen zum Thema (oder auch nicht) versorgt. Inwieweit es bisher wirklich gelingt, den richtigen Ton zu treffen, ist nicht bekannt. Denn sicher genügt es nicht, Presseinformationen eins zu eins an Blogger zu versenden.

Aber: das Schiff nimmt Fahrt auf. Man kann gespannt sein, welche neuen Wege sich für die PR-Branche im Zeichen von Web 2.0 wirklich als gangbar erweisen. Denn bisher wird vor allem noch viel experimentiert.

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