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Dem Herrn sei Dank.

So isses doch, oder?







McCann Erickson, Tel Aviv

Danke

Frauen sind dumm

Hin und wieder blicke ich auf das Onlineangebot der St. Pauli-Nachrichten der Werbebrangsch und dort auch gern auf das, was man dort "Kreation des Tages " nennt. Ich finde diese Rubrik immer sehr schön, denn Selektion und Diktion künden nicht selten von jenem esprit-freien Neo-Biedermeier, wie er arrivierten Germanistinnen zu eigen ist. Und auch diesmal wartet man dort wieder mit einem Kommentar auf, der mich grausen lässt und den Kohlhaas in mir hervorruft. Dürfte man das (was in den letzten beiden Sätzen steht) bei umgekehrten Geschlechterrollen sagen?

Normalerweise sind Anzeigen oder Trailer für TV-Sendung selten besonders kreativ oder gar witzig. Sondern meistens erfüllen sie den Zweck, für den sie geschaffen wurden. Sie informieren über neue Sendungen oder Staffeln und machen die Zielgruppe darauf aufmerksam. Dazu prangt groß der Sendetermin auf der Seite, dazu gibt es dann noch groß das Senderlogo und - wenn noch Platz ist - den Kopf des Moderators. Auch das Kabel 1-Motiv wartet mit einem großen Sendehinweis auf. Aber noch größer sind die verzweifelten Augen des kleinen Jungen. Gefangen in seinem Kinderwagen oder Stühlchen bleibt ihm nur ein Keks-SOS. Das also ist das Resultat, wenn Männer alleine zu Hause sind. Sich das anzuschauen, scheint es wert zu sein, suggeriert die Kampagne.


Aber die Kampagne suggeriert ja nur. Interessanterweise scheint es erwähnenswert zu sein, dass eine Kampagne suggeriert, dass das beworbene Produkt es wert ist, seiner Bestimmung nach genutzt zu werden. Ich freue mich schon auf morgen, wenn es heißt:

"Sich mit dieser Creme zu pflegen, scheint es wert zu sein, suggeriert die Kampagne." oder:
"Mit diesem Auto zu fahren, scheint es wert zu sein, suggeriert die Kampagne." oder:
"Dieses Blatt zu lesen, scheint es wert zu sein, suggeriert die Kampagne." Im Gegensatz zu

Das zu lesen, ist es anscheindend wert, suggeriert die Redaktion.

Tierische Akquise (XII)

Und wie sieht es mit uns Tieren aus? Wie akquirieren wir (denn darum geht's ja)? Wie finden wir Abnehmer für unser Angebot? Unterscheiden wir uns wirklich so sehr? Schöne, billig-rhetorische Fragen, deren Antwort an sich ja jeder kennt. Dennoch schön, sie bestätigt zu bekommen:

Frauen wollen einen großen Kerl, da es wahrscheinlicher ist, daß er ihre Nachkommenschaft ernähren und beschützen kann. Die Ergebnisse stammen aus Untersuchungen polnischer und britischer Wissenschafter, die beinahe 4.500 Männer zwischen 25 und 60 Jahren untersuchten und im Wissenschaftsmagazin "Nature" erstmals vorgestellt wurden. Dabei fanden sie heraus, daß kinderlose Männer im Durchschnitt um 3 Zentimeter kleiner waren, als ihre vertikal ausgereifteren Kollegen. (...)

Die Ergebnisse lassen daher nur einen Schluß zu: Größere Männer finden öfter einen Partner und sind daher auch reproduktiv erfolgreicher.
Das Geheimnis liegt in den Genen. (Quelle)

Ich-akquirier-wie's-Tier-
Tipp des Tages: Man hat's. Oder nicht.

Und sozusagen als Bonus fürs erste Dutzend gibt's noch einen Ich-akquirier-wie's-Tier-Tipp des Tages. Aber nur, wenn Sie
"Tierische Akquise (XII)" vollständig lesen »

Verpisst Euch!

Obgleich sich die selbstreferentiell avantgardistische Blogosphäre wie gewohnt spießig gibt, was diesmal fast an postwilhelministischen Neobiedermeier grenzt, und vor allem sich fragt, ob es "Der Werbespruch des Jahres?", Anti-Werbung, oder einfach schon wieder ein fraglicher werbeslogan ist, der eventuell gar zu den nervigsten Werbespots zählt, Kollegen von Ogilvy Düsseldorf - DANKE. Super!

»Die innovativste Technik, auf die ein Urinstrahl treffen kann!«

Wieder ein Bereich weniger (Schwangerschaftstests), wo man angeblich keine kreative Werbung machen kann. Weiter so!

Und die anderen seien gefragt: Was schockiert? Dass Frauen pissen? Sogar als Strahl? Oder was? Oder gehört es sich nicht, Werbung für etwas zu machen, was irgendwie mit "da unten" zu tun hat, da es sich "nicht geziemt, darüber zu sprechen!", und wenn, dann sooooo (wie in den ersten 60 Sekunden des folgenden Beitrags, den ich bei bloggerette fand): ....?



Weil es irgendwie passt, sei darauf verwiesen, ...

... dass hierzulande gerne der Stereotyp bedient wird.
... dass Werbung an Frauen vorbei gehe.
... dass Humor und Werbung sich perfekt ergänzten.
... dass man auch was Originelles zum Thema Prostatakrebs machen kann.



Männer- und Frauenglück: Sex sucks!

Okay, man hätte auch "Schluck! titeln oder eine Abhandlung über "Sex sells!" schreiben oder behaupten können, es sei AXE-Werbung für Pärchen. Mir kam noch "Dosenpfand" in den Sinn ... Prost!


How Many Times - video powered by Metacafe


Promotion: Manch einer findet sein ganz persönliches Glück auch bei einer Flirtline. Mitunter gar in Osteuropa.

Frauenglück?

Lassen wir mal alle privaten Gedanken außen vor, aber ich denke, die neue Online-Kampagne von Max Factor (UK) trägt den Wünschen der modernen Frau an eine Partnerschaft in all ihren Facetten Rechnung:

- Er macht stoisch die immer gleichen Komplimente.
- Sein 3-Tage-Bart kratzt nicht.
- Sie kann ewig keimfrei mit ihm küssen.
- Er macht stoisch die immer gleichen Komplimente ...

Bitte sehr, wem's gefällt:










Die Aktion der Schweizer Tourismuszentrale gefiel mir da besser ...



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