Die Flughäfen, Leasingautos, Hotels, die erste Klasse in der Bundesbahn, Restaurants, die Flieger – alles ist voller erfolgreicher dunkler Anzüge, mit blauen Hemden und Krawatten. Immer wireless online. Mit Laptop, Handy, Palm, Blackberry. Schnell noch mal die E-Mails checken. Sich über das Headset mobil über einen Mitarbeiter ärgern. Indem man im freien Raum an eine Glasscheibe hin redet. Als ob man laut Selbstgespräche führt. Alles sehr erfolgreiche Menschen. Das sieht man denen an. Die aber alle den Anschein machen, als ob sie sehr einsam wären. Obwohl sie alles unternehmen, um beschäftigt, gebraucht und unersetzlich zu wirken. Kein Augenkontakt zur Umwellt. Kein Humor. Die ständige Trennung von ihren Lieben wirkt sich nicht sehr positiv auf das Gemüt aus. Alphatiere so weit das Auge reicht. Wie Wölfe ständig auf der Hut. In sich gekehrt. Argwöhnisch. Abweisend. Aggressiv. Der Topmanager blitzt immer dann auf, wenn etwas Unerwartetes passiert. Eine Verspätung im Flugplan. Sofort wird er Herr der Lage. Faltet die Bodencrew. Beschuldigt. Droht und organisiert. Der sichtbare Kontrollverlust über die eigene Lebenszeit drückt sich unübersehbar im Verhalten aus. Wie die Lemminge ziehen sie aus in die Welt, um Business zu machen. Als Individualisten angetreten, zu Konformisten degradiert. Wie viele dieser Topmanager sind mit ihren Gedanken ständig woanders als im Meeting? Wie viele opfern letztendlich ihre Ehe? Freunde. Freude. Wie viele Kinder werden später ihrem Vater Vorwürfe machen? Was soll bei einer solchen Gemütslage als Top-Ergebnis raus kommen?
Der Zweck heiligt die Mittel? Ich bin mir da anbetracht der Bilder, die mir da begegnet sind, nicht mehr so sicher. Ich glaube, wir überspannen den Bogen. Schnelligkeit, Erreichbarkeit, Flexibilität sind unsere größten Gegner darin geworden, das zu tun, was wir am liebsten tun würden.
Kommentare
So, 06.07.2008 00:14
Hier noch ein neues Artikelverzeichnis, welches sich hauptsächlich mit Eigenbau Anleitungen be [...]
Sa, 05.07.2008 22:51
Toll, dass Sie beide den Tipp gut finden. Es kommt bei einer Rede oder Präsentation tatsächlic [...]
Sa, 05.07.2008 08:09
Vielen Dank für den Zuwurf und ein schönes Wochenende!
Fr, 04.07.2008 22:02
scharfsinnig beobachtet! die "schönsten" Eigentore als Präsenter schießt man sich halt immer n [...]
Fr, 04.07.2008 21:08
Beim zappen durch Premiere hab ich dann doch noch ein Spiel anzusehen. Nach so viel Fussball E [...]
Fr, 04.07.2008 17:24
Super! Das sind wohl die kleinen aber feinen Unterschiede, die in der Gesamtheit eine Präsenta [...]
Fr, 04.07.2008 11:28
Was vor lauter Schreck mach ich denn dann dieses Wochenende? Zum Glück gibts dann noch die For [...]
Fr, 04.07.2008 11:07
Danke! Stimmt ja die Bundesliga läuft erst wieder im August. Irgendwie hatte man sich an jeden [...]
Do, 03.07.2008 17:39
Ein wirklich wahres Sprichwort =D Sehr interessanter blog hier, macht Spass zu lesen...
Mi, 02.07.2008 13:21
Getreu dem Motto: Neues muß nicht immer gut sein!
Mi, 02.07.2008 13:17
... ist es nicht überall so? Egal auf welcher Seite des Schreibtisches man sich befindet, eine [...]
Mi, 02.07.2008 11:24
Ach ja: In unserem Fall kann der Journalist entscheiden, ob diese Grenze zwischen ihm und den [...]
Mi, 02.07.2008 11:22
Im Bereich des Filmjournalismus zum Beispiel gibt es eine Grenze (über die ich dieser Tage sow [...]
Mi, 02.07.2008 10:41
Unter den Marketing- Weblogs findet ein kleiner Fackellauf statt und auch ich habe ein Stöcken [...]
Mo, 30.06.2008 17:23
Hmm, erinnert mich an Googles Kampagne mit dem Plakat und der Formel, als sie Programmierer suchten.
Fr, 27.06.2008 14:11
Na, ich bin ja mal gespannt wer hier das Beste Routing hat
Fr, 27.06.2008 14:07
Und schon ist es weg und auf dem Weg nach Leverkusen.
Di, 24.06.2008 16:38
In der Marketing- und Kommunikationsbranche gibt es besonders viele Fachblogs, zumindest is [...]
Mo, 23.06.2008 17:19
Ich kann nur sagen, dass wir mit den Artikelverzeichnissen bislang noch immer Erfolge einfahre [...]
Mi, 18.06.2008 10:01
Ja, da freuen sich die Leser! Noch als Ergänzung. Es war weniger die Uni Fribourg selbst, die [...]