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Zwei Blöde, keine Idee



Ganz einfach. Eine gute Sache.

Wer wünscht sich nicht einen kinderleicht zu bedienenden Computer, der das Wesentliche kann und wirklich wenig kostet?

Jeder.

Und nun gibt es ihn.

Voilà: das 100 US$-Laptop!

Kein Traum! Kein Gag!

Eine ganz tolle Idee!

Denn prinzipiell können wir Erstweltler uns ja auch einen teureren leisten. Ärmere Kinder aber gar keinen. Deshalb gibt es den Rechner nur in Verbindung mit einem zweiten, der dann an bedürftige Kinder auf der ganzen Welt gespendet wird.
(Oder man spendet einen direkt, das geht auch. - Danke für die Richtigstellung, Kommentator noname)

Sooo einfach!!! Das ist die Idee der Aktion "One Laptop per Child".

Bitte weitersagen! :-)

Wie kündigen?

Kollege Walkenhorst empfahl zum Tagesbeginn:
"Es ist egal, ob Sie be-, nach- oder vordenken, solange Sie das Handeln nicht vergessen."


Wer dazu noch nicht ganz bereit ist oder einfach vorher noch eine Zwischenphase einbetten will um mit anderen zu "brainstormen", dem sei das von Peter Grosskopf initierte Projekt brainR vorgestellt.

Aktuell wird dort ganz emsig über hochinteressante Fragen gestormt:

Wie sollen Blog-Karnevals zukünftig heißen?
Ein kreativer Name für eine Grillbratwurst
Wie kündigen?
Waschmaschinen-Oberseite schön gestalten!?


Manch einer machts natürlich lieber alleinR.

Hometown-Advantage III

In einem meiner ersten Beiträge für marketing-blog.biz erzählte ich ansatzweise die Story des Zirbenholzschreiners, der mit einer pfiffigen Idee – nämlich einem Wellnessbett aus Zirbenholz, dass für guten und erholsamen Schlaf sorgt – auch überregionales Geschäft für seine lokale Schreinerei generiert. Natürlich ist ein solch innovativer Tischlermeister ein idealer Interviewpartner für unsere kleine Serie zum Thema Hometown-Advantage.

marketing-blog.biz: Wie kommt man im Ikea-Zeitalter auf die Idee in einer traditionellen Schreinerei Betten und Möbel individuell nach Kundenwünschen herzustellen?

Konrad Kreitmair: Hier wurde nicht lange überlegt – gelernt ist gelernt – und wie heißt es noch mal: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Immerhin habe ich das Schreinern von der Pike auf gelernt. Schon vor meiner Lehre verbrachte ich meine Freizeit in der Schreinerei des Nachbardorfes. Das Möbel individuell gefertigt werden, ist für mich also nichts Ungewöhnliches. Und bei der Kostenfrage ziehe ich gerne das Auto zum Vergleich heran. Welcher vernünftige Mensch der jeden Tag 6-8 Stunden mit dem Auto unterwegs ist fängt hier zu sparen an? Hier ist das Beste gerade gut genug. Warum sollte man sich also bei der Einrichtung auf, im wahrsten Sinne des Wortes, billige Möbel beschränken? Mal davon abgesehen entstehen meine Möbel nach Kundenwunsch – hier gibt es (fast) keine Kompromisse. Die Möbel sind auf den Kunden massgefertigt, sind zeitlos, gefallen länger, sind praktisch unverwüstlich und halten ein Leben lang. In der Summe der Vergleiche sind sie also preiswert – oder anders ausgedrückt – ihren Preis wert!

marketing-blog.biz: Wie werden die Kunden auf Sie aufmerksam? Welche Marketingaktivitäten gibt es?

Konrad Kreitmair: Hier gibt es inzwischen eine breit angelegte Strategie. Begonnen hat alles mit einer Pressemitteilung im Internet. Mittlerweile berichten auch diverse Printmedien in unregelmäßigen Abständen von meinen Aktivitäten. Selbstverständlich ist für mich auch eine Firmen-Website. Um auf diese aufmerksam zu machen, wird laufend Suchmaschinenoptimierung betrieben. Daneben gibt es einen eigenen Zirbenshop, wo man interessante „Nebenprodukte“ wie z.B. Likör oder ätherische Öle aus Holz bestellen kann. Gelegentlich wird auch schon mal in bekannten Zeitschriften oder Anzeigern der passenden Zielgruppe inseriert. Und da meine Kunden stolz auf Ihre Möbel sind, lassen sich diese auch gerne aktiv zu einer Weiterempfehlung animieren.


marketing-blog.biz: Was sind die zentralen Kaufargumente für die Kunden?

Konrad Kreitmair: Meine Kunden legen viel Wert auf Nachhaltigkeit. Das zieht sich wie ein roter Faden durch ihr persönliches Einkaufsverhalten. Mit meinen Möbeln komme ich Ihnen hier zu 100 % entgegen. Ich verarbeite ausschließlich heimisches Massivholz, verwende zur Oberflächenbehandlung nur ökologische Produkte und lege viel Wert auf eine durchdachte Konstruktion. Das bedeutet im Fall der Fälle, dass man die Möbel auch sortenrein zerlegen kann. Auch der persönliche Kontakt ist Ihnen wichtig. Spätestens bei der Lieferung bekommt mich der Kunde persönlich zu sehen. Einer meiner Kunden dazu: „Es ist einfach schön zu wissen, aus welcher Hände Arbeit es stammt!“ Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Funktionalität, beziehungsweise die passenden Eigenschaften der verarbeiteten Holzart für den jeweiligen Verwendungszweck. Für ein Schlafzimmer zum Beispiel wird Zirbenholz verarbeitet, dieses fördert einen guten Schlaf.


marketing-blog.biz: Was sind die wichtigsten Hürden, die vor dem Kauf überwunden werden müssen?

Konrad Kreitmair: Das wichtigste ist wie immer den Kunden auf das Produkt aufmerksam zu machen. Diese ist umso schwieriger je kleiner das Unternehmen ist. Hier machen sich fehlende Mittel einfach bemerkbar. Hat man dies erst einmal geschafft wird es schon etwas leichter. Bei den Interessenten gilt es erst einmal die Spreu vom Weizen zu trennen. Mancher ist auf der Suche nach einer Sonderanfertigung, welche es im Möbeldiscounter so nicht gibt, zieht aber das entsprechende Angebot zum Preisvergleich heran. Hier kann man nicht weiterhelfen. Interessant wird es wenn der Kunde ganz bestimmte Vorstellungen von einem Möbelstück hat, hier ist er bei mir an der richtigen Adresse. Ich kann Ihm, nach einer gemeinsamen Ausarbeitung von seinem zukünftigen Möbelstück, eine 3-D Zeichnung am Computer und dafür ein exakt zugeschnittenes Angebot erstellen. So sieht er schon vor Fertigungsbeginn sein neues Einrichtungsstück – zumindest auf dem Papier. Kommt es jetzt noch zu kleinen Änderungen, kann ich ganz flexibel und oft sogar ohne Preisänderungen reagieren. Hier gilt es einfach einen Tick schneller und unkomplizierter zu reagieren wie ein großes Unternehmen.

marketing-blog.biz: Was passiert zwischen Fertigungsbeginn und der Auslieferung.

Konrad Kreitmair: Hat sich der Kunde für ein individuelles Möbelstück entschieden, bekommt er von mir eine Auftragsbestätigung in der die wichtigsten Details über das Möbel, den Liefertermin und den sonstigen Modalitäten nochmals aufgelistet sind. Kurz vor Beginn der eigentlichen Fertigung wird der Kunde nochmals kontaktiert und über den Start derselben informiert. Bei der Gelegenheit wird auch nochmals nachgefragt ob es kleine Änderungen, zum Beispiel bei Griffen oder der Oberflächenbehandlung, gibt. Kommt jetzt das OK, geht es in die Produktionsphase. Auf Wunsch wird dem Kunden sogar eine Fotodokumentation der einzelnen Arbeitsschritte erstellt. Sobald abzusehen ist, wann das Möbelstück fertig ist, wird mit dem Kunden ein passender Liefertermin fixiert. Am Tag der Anlieferung wird kurz vor der Ankunft beim Kunden nochmals angerufen, um Ihn auf das eintreffen seiner neuen Einrichtung einzustimmen. (So bleibt ihm Zeit einen Kaffee aufzustellen.) ;-) Bei der Montage, der Einrichtung darf der Kunde selbstverständlich Hand mit anlegen, immerhin wird jetzt aus dem Möbel aus meiner Werkstatt SEIN Möbel. Der Kunde ist so von der Planung bis zur Lieferung an seinem Möbel beteiligt – es entsteht ein persönliches Verhältnis zu seiner neuen Einrichtung und vor allem zum Schreiner von dem er das Möbel hat! Die beste Basis für eine weitere Zusammenarbeit.

marketing-blog.biz:
Herr Kreitmair, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Hometown-Advantage II: Eine Jeans 100% Made in Germany

Auf ein brandneues Produkt, welches erst ab September 2006 lieferbar ist und welches ganz unzweifelhaft einen wirklichen Heimvorteil hat, wurde ich gerade im Aktionärsforum von www.nettleworld.com aufmerksam. Die Firma, die Naturtextilien aus der heimischen Brennessel herstellt, bietet eine Brennesseljeans an. Ganz neu im Sortiment ist nun die erste NettleJeans der Marke NETTLE WOLRD (nettle ist das englische Wort für Brennessel), eine schicke Jeans (Herren) mit 5 Taschen. Farben: natur, (jeans-) blau und (jeans-) schwarz. Preise von 99,- bis 109,- €. Die Hosen sind zu 100% Made in Germany. Wo gibt es das noch im Textilbereich? Die Brennesseln wachsen auf heimischer Scholle, die Fasern werden im Inland gewonnen und zu Stoffen weiterverarbeitet. Zu guter Letzt werden daraus auch noch Jeans-Hosen genäht. Mehr Hometown Advantage in einem Produkt geht nicht!

Hometown-Advantage I

Der heutige Spiegel titelt mit dem Thema „Angriff aus Fernost“ und suggeriert, sofern man alles nur flüchtig überfliegt (und wer hat zu mehr Zeit?), dass heute alle coolen Produkte (Samsung, Apple etc. pp.) wenn schon nicht in Fernost erdacht zu mindestens aber dort produziert werden. Ergo gehen immer mehr Arbeitsplätze hier verloren und entstehen neu in Fernost. In loser Folge werden an dieser Stelle coole Produkte vorgestellt, die hier produziert werden, erdacht wurden und eine Grundlage schaffen für die Sicherstellung von Lebensunterhalt, also Produkte mit dem Heimvorteil.

Als erstes sei mein Lieblinsprodukt Bionade erwähnt. Das Unternehmen aus Ostheim/Röhn ging aus der dortigen Privatbrauerei Peter hervor und stellt heute das ausschließlich biologisch hergestellte Erfrischungsgetränk Bionade her. BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird. Und weil die Sache so cool ist, hat Coco-Cola auch schon mit den Dollarscheinen gewedelt. Aber die Inhaber blieben standhaft und machen die Sache weiterhin allein. Landwirte vor Ort dürfen also auch weiterhin Tonnen weise die Holunderbeeren liefern, damit die Bionade weiterhin nach Heimat schmeckt.

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