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Werbung und Wirkung

Vielleicht gehören Kreative zu den ganz besonders Sensiblen unter der Spezies Mensch, vielleicht verfügen Sie über eine fast schon esoterisch anmutende Sensorik, aber mir scheint, es besteht Anlass auf Hoffnung, dass es besser werden könnte. Nicht nur wirtschaftlich, sondern gesellschaftlich, komunikativ.

Woran mache ich das fest? Nun, zum einen setzen sich Schmonzetten im TV immer weniger durch, zum anderen hat sich Werbung endlich darauf besonnen, eine Kunstform zu sein, was sie unzweifelhaft nach klassischer Kunstdefintion (Verdichtung von Realitäten) ist. Spontan fallen mir drei Tendenzen auf:

Trash: Dazu zählen nahezu alle Haushaltsmittel, die auf eine bis zur Unkenntlichkeit des Sarkasmus starken Anlehnung an Vertriebs-TV ihr Produkt anpreisen.

Pseudoauthentizität: Hier sind vor allem die Dove-Damen zu nennen, die mit straffen nd gut ausgeleuchteten und wohl proportionierten Körpern immer nur alle ästehtischen Merkmal aufweisen, nur eben nicht in XS - und schon gewinnt man die Masse (die noch mal genau wie aussieht???) und die Presse (wo noch mal genau wer arbeitet???)

Phantasie: Die dopsenden Bälle von Sony sind für mich heirfür ebenso exemplarisch wie der Türgriff von Ford.

Sicherlich hat es all das schon vorher mal gegeben, aber das ist schon eine Weile her. Jetzt aber wird es mehr. Und daraus schöpfe ich Hoffnung, dass auch andere Auftraggeber endlich der Kraft der Poesie vertrauen, den Menschen wieder verführen statt seine histrionischen Forderungen zu befriedigen.

Das geht natürlich selbstverständlich, Vorsicht: Eigenwerbung, auch im B2B-Bereich ...

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