Genosse! Noch ist Zeit.
Mach dich auf zur Mai-Demo und vergiss dein Notebook nicht.
Denn da isser drin. Der ultimative Beweis.
Das Kollektiv funktioniert. Sogar vortrefflich.
Aber jedes Rädchen im Getriebe ist wichtig.
Das Geilste, Schönste, Beste was je auf, über, mit youtube veranstaltet wurde: thru-you.com
Spiel den Genossen die ganze Platte vor!
"Hässlichkeit ist die Grundbedingung, um Schönheit zu verstehen." Denn nach Ansicht des Krefelder Design-Professors Erik Schmid lassen sich beide Kategorien nicht voneinander trennen. In der Jugendkultur sei das Zusammenspiel von Schönem und Hässlichem etwa durch das Piercen, Tätowieren und kahl rasierte Köpfe bereits angekommen. In der auf Schönheit fixierten Gesellschaft sei die Hässlichkeit aber eine negativ besetzte ästhetische Kategorie. Fazit des Design-Theoretikers: Mehr Mut zur Hässlichkeit.
Klingt schon strange, was da eben auf Deutschland Radio Kultur zu hören war, aber andererseits braucht ja das, was schön ist, etwas, wodurch es sich durch "schön" definieren kann. Wenn alles "schön" ist, ist nichts schön. In diesem Sinne: mein Dank an all die Grottenwerbung
Dass sich eine Marke weiter entwickeln muss, ist eine müßige Frage. Natürlich.
Ob 007 blond sein darf, ist ebenfalls eine müßige Frage. Natürlich nicht.
Aber während dieses "Thema" das vorherschende PR-Thema war, gibt es doch noch weit mehr Aspekte, die an diesem Bond-Film mehr als fragwürdig sind.
Der Ansatz beispielsweise: Wozu muss ich als Zuschauer was über den Anfang des Doppelnull-Agenten erfahren? Es ging jetzt mehrere Jahrzehnte ohne dieses Wissen gut, mir hat nichts gefehlt, ich muss das nicht wissen. Bei Star Trek hatten sie auch mal diesen Glauben, dass was "vor Kirk" setzen mussten, zum Glück hatte man da zumindest auf die Original-Musik verzichtet, so dass klar war, dass die Serie "Enterprise" nur zum Teil was mit "Star Trek" zu tun hat.
Dann bekomme ich in dem neuen Bond-Film mehrere Geschichten in einer, die der Acion zu-, der Marke abträglich sind. Kein stilsicherer Gentleman, statt dessen ein blondes John McLane-Remake (alias Bruce Willis in der "Stirb langsam"-Trilogie) mit völlig hirnlosen Rosamunde Pilcher-Gedächtnisphrasen ("Ich habe keine Rüstung mehr. Du hast sie mir abgenommen.").
Es gibt auch keinen klassischen Bösewicht. Da ist zwar einer, der böse spielt, aber hinter dem steht wieder eine Organisation, die sinnigerweise auch "die Organisation" genannt wird, was auch eher lustig ist, um das Wort peinlich zu vermeiden. Wenn man den Film schon symbolisch an den Anfang setzt, lassen wir da mal die Dauernutzung von Handys und Messengersysteme außen vor, dann heißt die Organisation "SPECTRE" und der Chef Ernst Stavro Blofeld. Und wie peinlich ist denn Poker als Showdown????
Naürlich haben sich die Broccolis immer dem Zeitgeist angepasst, mal mehr, mal weniger geändert, aber sie wussten eine Marke zu führen. Dieser Film wirkt, als hätten Studenten mit viel Geld ihre Abschlussarbeit eingereicht. Als Action-Liebesfilm isser OK, als James Bond
In Frankreich war schon immer alles anders. Dort gab es eine Revolution und 1968 ging es so richtig zur Sache. Gegen alles Englische ist man von Natur aus und neuerdings ist man auch gegen Werbung.
Da gibt es Leute, die sich "Déboulonneurs" nennen, Herunterreißer. Und die machen was ganz Erstaunliches: Sie beschmieren Plakatwände an möglichst gut frequentierten Plätzen und warten dann darauf, von der Polizei abgeführt zu werden. Sie händigen den Flics ihre Ausweise unaufgefordert aus und lassen sich brav mitnehmen.
Warum? Protest gegen die Belästigung durch Werbung. Man ist gegen die Dauerberieselung mit Werbung und möchte mit der Polizeipräsenz mehr Aufmerksamkeit erreichen. Ist das ein neuer Trend? Oder ist Deutschland da mal wieder ganz anders als Frankreich?
Für den 9. Dezember rufen die Leute von R.A.P. (Résistance à l'agression publicitaire) zu einem Protest gegen Prospektwerbung auf. Es sollen an zentralen Punkten in Großstädten öffentliche Wegwerfaktionen stattfinden.
Wir haben es schon immer geahnt: unsere Kultur geht unter. Nicht nur, dass keiner mehr weiß, warum eigentlich Ostern gefeiert wird, jetzt vergessen wir auch noch Reformationstag und Allerheiligen. Und WARUM?
Die fühlen sich nämlich jetzt bedroht. Das deutsche Karnevalsbrauchtum wird von Halloween-Anhängern still und heimlich unter dem Kürbis versteckt. Und der Dachverband der deutschen Karnevalsvereine hat jetzt ein Mittel dagegen entdeckt:
Beim Feiern versteht manch ein Karnevalist keinen Spaß. Tradition ist heilig, da die Bräuche zu Fastnacht Jahrhunderte alt sind, wacht der Bund Deutscher Karneval (BDK) mit Argusaugen über sie. Und die Fastnachtszeit beginnt am 11. November Punkt 11.11 Uhr – Pech für die Halloween-Fans. Wer in der Nacht zum 1. November für das Gruselfest sein Narrenkostüm auspackt, gleichzeitig aber zu den etwa 2,5 Millionen BDK-Mitgliedern zählt, den erwartet eine Abmahnung. Und für den Wiederholungsfall droht BDK-Vizepräsident Rainer Domfeld, „die rote Karte und Verbandsausschluss“ an. Halloween sei ein „Auswuchs des närrischen Treibens“. Und im Gegensatz zu dem Geister-Spuk verkörpere die Fastnachtskultur traditionelle Werte, die nicht ausschließlich auf Kommerz ausgerichtet seien.
Also: wer sein Karnevalskostüm für Halloween missbraucht, dem droht Ungemach. Ich stell mir schon die Abmahnung vor, wenn mir der Bürgermeister mit seiner Narrenkappe über den Weg läuft. Das ist schließlich erschreckend, so eine zipfeliges Ding mit Glöckchen dran zu sehen. Da kommt kein Kürbis mit.
Frohsinn gibts in Deutschland nur auf Befehl: zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch. Wenn Karneval noch nicht befohlen ist, darf auch nicht gelacht werden.
Mir macht das nix. Meine norddeutsche Herkunft zwingt mich ohnehin dazu, zum Lachen in den Keller zu gehen. Mit oder ohne Kürbis.
Deutschland ist das einzige Land, in dem die heiligen Kühe vier Räder haben. Dennoch gibt es im Land der Dichter und Denker überraschend wenig Werbung, die sich philosophisch intellektuell mit dem Auto auseinandersetzt. (Bei "England" und "Tee" sieht das beispielsweise ganz anders aus. Egal ...) Immerhin tat es nun ein deutscher Automobilhersteller, wenngleich nicht für die lokale Klientel:
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