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Das Aschenbrödel-Konzept: Die Guten ins Töpfchen,...

Lieber Burkhard,

mit diesem Vorschlag hättest du eigentlich kurz vor Weihnachten aufschlagen müssen. Aber seis drum, ein gutes Konzept ist´s allemal.

Die Kundenbilanz? Die Kundenbilanz!

Mit welchen Kunden wurde der größte Umsatz, Deckungsbeitrag und Gewinn realisiert?
Was haben diese lukrativen Kunden gemeinsam?
Wo kann man mehr von diesen Kunden finden?
Welche Kunden sind Fans? Und warum?
Welche Kunden haben mir gute Anregungen für neue Produkte, Dienstleistungen und Services gegeben?
Wie hoch ist die Kundenfluktuation? Was sind die Gründe für die “Kundenflucht”? Wohin sind die Kunden “geflüchtet”?
Von welchen Kunden will ich weniger?
Über welchen Vertriebsweg / Marketingkanal haben wir die meisten neuen Kunden gewonnen?
Wie hoch ist die Akquisequote (Kundenkontakte, Akquisegespräche, Abschlüsse)

Wichtig ist natürlich auch, aus der Kundenbilanz Konsequenzen zu ziehen.


Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

Daher nenne ich deine Kundenbilanz fortan Aschenbrödel-Konzept

Kundengewinnung durch Leserbriefe

"Finden Sie Ihre neuen Kunden in der Zeitung!" lautet der Titel des biz4you-Blogbeitrages zum Business Blog Karneval. Hatte ich vor einigen Tagen schon mal zur Wiedervorlage gewongt, fiel mir jetzt wieder auf, da der Best Practice Business Blogger darauf verwies.
Das spannende Beispiel erinnerte mich an einen Weg, nicht in der Zeitung, sondern vielmehr durch die Zeitung - ganz ohne Anzeigenkosten - Kunden zu gewinnen.

Vor Jahren, seinerzeit war ich noch für einen unabhängigen Versicherungsmakler unterwegs, veröffentlichte die Zeitschrift IMPULSE einen Preisvergleich rund um Versicherungen fürs Haus. Also Bauherrenhaftplicht, Haushaftpflicht, Wohngebäude etc. Im Abschluss wurden die ermittelten Prämien verschiedener Anbieter gegenübergestellt und die günstigsten Angebote herausgehoben.
Ich machte mir den Spass und ermittelte verschiedene Preise aus dem eigenen Portfolio. Und siehe da: Wir konnten die gleichen Policen, verteilt auf verschiedene Anbieter, nochmal deutlich günstiger anbieten.
Das schrieb ich auf und schickte einen Leserbrief an IMPULSE. Und die taten uns den Gefallen und druckten ihn mit Firmenname und Stadt (reichte völlig) ab. In den folgenden Wochen klingelte das Telefon öfter und wir konnten einige zusätzliche Abschlüsse tätigen.

Später sprach ich darüber mit einem befreundetem Rechtsanwalt, der sich auf ein recht spezielles juristisches Thema spezialisiert hat. Auch er probierte es aus und hatte Erfolg. Seitdem lässt er sich ständig einen Pressespiegel erstellen, anhand dessen er wöchentlich gleich mehrere Leserbriefe zu eben jenem Thema versendet. Die werden zwar nicht immer abgedruckt, aber doch öfter als man denkt. Und immer wieder kommen dann ratsuchende Mandanten auf ihn zu.

Es funzt also auch noch in Zeiten des Web2.0.

PS: Ich habe in der spätpubertären Phase meines Seins (Hinweis: vor über 20 Jahren abgeschlossen - hoffentlich) einen einzigen Leserbrief an den Playboy verschickt (nicht zur Kunden- allenfalls zur Playmategewinnung) . Der Witz: Ich werde mitunter noch immer darauf angesprochen.

Wenn 2 sich streiten ...

Bjoern, Daene, Mitmieter in meiner Bürogemeinschaft und Chefe von Instadia Deutschland hat sehr gelacht, als ich ihn auf einen Eintrag im e-commerce-blog hinwies: Da hat die Fa. Webeffekt der Fa. Etracker doch mittels einer kleinen Pressemitteilung vom 25.01.06 kräftig ans Bein gepieselt:

eTracker-Kundendaten über Google für Unbefugte einsehbar
Webeffekt AG deckt Sicherheitslücke auf


Dinslaken (pts/25.01.2006/11:00) - Die Webeffekt AG, Dinslaken, vermeldet hiermit eine das Logfile-Analyse-Programm "eTracker" betreffende Sicherheitslücke.

Logfile-Analyseprogramme geben Auskunft über den Erfolg einer Homepage, so z.B. über die Anzahl der Besucher oder Seitenabrufe. Zugriff auf diese Daten seiner Wettbewerber zu erhalten, wäre für viele Unternehmen von höchstem Interesse. Zumindest wenn Wettbewerber ihre Auswertungen über eTracker beziehen, ist dies häufig problemlos möglich.

Der unfreiwillige Helfer ist ausgerechnet Google. Google hat in seine Datenbestände nicht nur eTracker URLs aufgenommen, sondern die Zugangsdaten direkt mitindexiert. Durch Klick auf eine entspreche Verlinkung (siehe Screenshot) werden die Logins an eTracker übergeben. Anschließend befindet man sich direkt in einem Kundenkonto und kann in diesem wie der eigentlich autorisierte eTracker-Kunde sämtliche gesammelten Informationen der jeweiligen Homepage abrufen.

Das fanden die Leute von etracker nun irgendwie nicht so richtig gut, eigentlich sogar richtig fies und gemein, und sahen sich veranlasst mit mehreren "News" zu reagieren:
Webeffekt AG versucht etracker Richtigstellung zu verhindern

vom 26.01.2006

Mit der Löschung unseres Beitrags zur Richtigstellung aus dem in der Falschmittelung der Webeffekt AG referenzierten Forum, versucht die Webeffekt AG die Offenlegung ihrer Fehler zu verhindern und unterbindet die freie Meinungsäußerung.

Webeffekt AG legt falsche 'Beweise' vor

vom 27.01.2006

Die Webeffekt AG, vertreten durch den Vorstand Robert Biermann, versucht seit dem heutigen Tag die Öffentlichkeit durch falsche "Beweise" zu irritieren.

Herr Biermann legt als "Beweis" für ein vermeintliches Sicherheitsleck eine URL vor, die in die Statistik des etracker Kunden newscXXXX.de führt (Anm.:Kunden-URL gekürzt).
In der Tat ist über die besagte URL ein Vollzugriff auf die Statistikdaten des Kunden möglich. Bei der besagten URL handelt es sich nämlich um eine sog. Direct-Login URL. Diese URL kann jeder etracker Kunde erzeugen, um ohne Angabe von Login und Passwort direkten Zugriff auf seine Statistikdaten zu erhalten. Diese URL ist genauso geheim zu halten, wie Login und Passwort selbst. Wird eine solche URL veröffentlicht, so hat dies den gleichen Effekt, wie Login und Passwort zu veröffentlichen oder Dritten zugänglich zu machen. Genau dies ist im o.g. Fall geschehen und die Direct-Login URL wurde von Google indexiert und ermöglicht es so Dritten auf die Statistikdaten zuzugreifen.

Dieser fahrlässige Umgang mit sicherheitskritischen Informationen stellt kein Problem bei etracker dar, sondern liegt einzig und alleine in der Verantwortung des Kunden. Der Fall ist vergleichbar mit der Internetveröffentlichung von Online-Banking PIN und TAN seitens des Bankkunden bei gleichzeitiger Anklage der Bank, die Systeme seien nicht sicher, weil im Internet Daten für den Zugriff auf das Kundenkonto zu finden seien.

Wir weisen nochmals und ausdrücklich darauf hin, dass die etracker Systeme bei sachgemäßem Umgang mit Logindaten absolut sicher sind. Bei einer aktuellen Kundenbasis von über 35.000 Kunden kann jedoch eine Fahrlässigkeit seitens des Kunden nie ausgeschlossen werden, so dass ggf. vereinzelt Logindaten oder Direct-Login URLs im Internet zu finden sind.


Bjoern jedenfalls (und jetzt bitte zwischen den Zeilen lesen) hat noch am selben Tag sehr sehr sehr wichtige Erkenntnisse über interessante Zielkunden erhalten.

Public Relations Kurs & Public Relations Glossar

Das PR selbst für den Kleinstbetrieb sinnvoll und gewinnbringend sein kann, das kann man bei Lektüre des Impulse Online Kurses PR im Mittelstand erfahren:
Alleine in Deutschland verpufften im vergangenen Jahr 75 Prozent der Werbeausgaben. Dennoch wird die günstigere und glaubwürdigere PR als Alternative zur Kundengewinnung oft unterschätzt. Dabei schlummert in jedem Unternehmen ein unentdecktes Potenzial, um unter anderem Medien und Kunden für sich zu gewinnen. Dieser erste virtuelle PR-Kurs soll Sie auf Ideen bringen, die sofort umsetzbar sind.

Der Kurs ist in 7 Kapital aufgeteilt:
Kapitel 1: Einführung in die PR
Werbung bezahlt die Medien für die Verbreitung von Werbeversprechen, PR dagegen muss kritische Journalisten überzeugen. Dafür ist PR nicht nur günstiger, sondern auch glaubwürdiger als Werbung und funktioniert ganz anders.

Kapitel 2: PR-Themen und Ideen entwickeln
Entwickeln Sie noch heute PR-Themen und Ideen, um Medien und potenzielle Kunden zu überzeugen. Denn auch das Ein-Mann-Unternehmen kann mit der richtigen Idee das Interesse der Medien für sich gewinnen.

Kapitel 3: PR-Instrumente
Journalisten werden überschüttet mit Presseinformationen und müssen diese in kurzer Zeit sondieren. So gestalten Sie Pressetexte oder Pressegespräche, die ankommen.

Kapitel 4: Die Medienlandschaft
Journalisten machen Meinungen. Daher müssen Sie wissen, welcher Journalist von welchem Medium für Sie ein wichtiger Partner ist.

Kapitel 5: Ohne Strategie verpufft die beste PR
PR-Strategien zu entwickeln, ist gar nicht so kompliziert. Sie müssen nur wissen, was Sie wollen, und dazu drei Fragen beantworten: Wer muss wann wie angesprochen werden?

Kapitel 6: Erfolgskontrolle
PR ist ein Lernprozess. So lernen Sie aus Erfolgen und Fehlern, um Ihre PR zu optimieren.

Kapitel 7: Eigene Pressestelle oder externe Berater?
PR ist Chefsache. Zumindest in puncto Gestaltung. Aber brauchen Sie wirklich eine PR-Agentur, die Ihnen bei der Gestaltung und Umsetzung hilft? Und wie nimmt man die externen Berater in die Pflicht?

Schön übrigens, dass der Online Kurs weitestgehend ohne verwirrende und überflüssige Begrifflichkeiten auskommt. Wer sich jedoch dahingehend weiterbilden möchte: Gerold Braun hat via Storyblogger ein PR-Glossar aufgetan.

Marken machen Geld - Menschen machen Fehler

Was ist das richtige Kundenbindungsprogramm? Oh, das ist ein Einstieg, der Deutschlands CRM-Elite i. w. S. mit Vehemenz an die Phrasendrescher treibt, aber haltet inne: Das Rätsel ist längst gelöst. Es geht nicht um Kundenbindung, sondern um Kundenhaltung (auch wenn es ein wenig nach "Käfighaltung" klingt, was nicht schön, aber auch nicht falsch ist). Einen verlorenern Kunde kriegt man nicht mehr. Also ist es wichtiger, ihn zu halten, denn ihn zu kriegen. Banal? OK, stimmt, aber warum gibt es dann jede Woche neue Angebote, wo es etwas noch günstiger gibt, mit noch mehr Schnickschnack. Fühlt sich da nicht der Neu- als auch der Altkunde verarscht? Ich zumindest tu das - und zumindest in dem Punkt glaube ich, völlig normal zu sein.

Tja - und für alle, die es genauer haben wollen oder nicht verstehen, wovon ich hier schon wieder fabuliere, eine Analogie aus dem Menschenleben, aber im Grunde isses la même chôse (frz: die gleiche Scheiße):

Studie: Ehen scheitern an nicht ausgewechselten Toilettenrollen

London (dpa) - Man hat es immer schon gewusst, aber jetzt ist es wissenschaftlich erwiesen: Es sind Kleinigkeiten wie Nasebohren oder das Verstellen der Radiosender im Auto, die eine Ehe scheitern lassen.

«Schlechte Angewohnheiten, die im Grunde nicht schwer ins Gewicht fallen, scheinen das Gefühlsleben des Partners in einer Weise zu beeinträchtigen, die an Allergien erinnert», sagte der Leiter der Studie, Michael Cunningham von der Universität Louisville, der «Sunday Times». «Beim ersten Mal fällt die negative Reaktion wahrscheinlich noch schwach aus, aber bei wiederholtem Kontakt nimmt die Sensibilität dafür zu.»

Die amerikanischen Forscher untersuchten die «Entromantisierung» von 160 Beziehungen. Zu den meistgenannten Unarten gehörten die Verwendung kindischer Kosenamen im Beisein Dritter, zu viel Urlaubsgepäck, zu lange Einkaufstouren, erfundene Anekdoten, mit denen der Partner in der Gesellschaft von Freunden glänzt, Lachen über eigene Witze und kritische Anmerkungen zur Kleidung. Als harmonieschädlich ermittelten die Wissenschaftler weiter das Liegenlassen von Handtüchern auf dem Badezimmerboden, unterlassenes Auswechseln der Toilettenrollen (Rolle liegt stattdessen auf dem Halter) und Angstbekundungen des Mannes beim gemeinsamen Sehen von Horrorfilmen.


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