Montag, 26. November 2007
 You can win if you want
If you want it you will win
Wann je hätte eine Liedzeile treffender den Sinn und Zweck eines Blogpostings wiedergegeben.
Wir verschenken, wie in jeder Woche, ein Buch aus dem BusinessVillage Verlag (ein Exemplar).
Geschenkt!
Der Mensch als Marke: Konzepte - Beispiele - Experteninterviews
von Dieter Herbst; Thomas Anders; Peter Olsson et al. aus dem BusinessVillage Verlag gibt es in dieser Woche hier (-ein Exemplar-)
Viele Menschen träumen davon, einzigartig, beliebt und begehrt zu sein - so wie Madonna oder Bratt Pitt. Doch auch im Showgeschäft gibt es endlose Reihen immer neuer Figuren, die erscheinen und vergehen. Sie werden prominent, gelangen zu Starruhm und werden genauso schnell auch wieder vergessen.
Künstler, aber auch Politiker, Sportler und selbst Stellensuchende bewegen sich also zunehmend auf Märkten, auf denen sie ihre Leistung kraftvoll profilieren müssen. Wie viele traditionelle Produktmärkte sind auch diese Märkte weitgehend gesättigt. Nur jener hat Erfolg, der seine Konkurrenten verdrängt. Da die angebotenen Leistungen immer austauschbarer erscheinen, wird auch für Menschen der systematische Aufbau und die langfristige Gestaltung eines starken und einzigartigen Images immer wichtiger.
Den Menschen als Marke zu begreifen bedeutet, die umfangreichen Erkenntnisse der modernen Markenführung zu nutzen, um einen Menschen bekannt zu machen und das einzigartige Vorstellungsbild seiner Leistungen in den Köpfen von Fans, Sendern und Presse aufbauen und langfristig zu gestalten.
Dieses Herausgeberwerk setzt sich mit dem Konzept des professionellen Marketing von Menschen intelligent, neuartig und unterhaltsam auseinander. Die Beiträge des Buches gehen anhand von vielen Beispielen der Frage nach, ob und welche Erkenntnisse der Markenführung auf Menschen übertragbar sind.
Das kompakte Werk gibt einen guten Einblick hinter die Kulissen der Markenmacher: Welche Strippen werden gezogen? Welche Überlegungen gehen der "Markenbildung Mensch" voraus? Mit welchen Instrumenten lässt sich das Branding von Personen gezielt steuern? Ein einmaliger Titel, der für Insider und Newcomer spannend und informativ ist!
"Marketing-Profis müssen sich fragen, welche Faktoren heute den Erfolg bestimmen. Wie funktioniert die Imagebildung? Wer kann ein Star werden und wie definiere ich den Star von heute? Als Künstler frage ich: Kann man Menschen überhaupt wie ein Produkt behandeln und kalkulieren?"
(Thomas Anders)
You can win if you want
If you want it you will win
Der Mensch als Marke, bekommt der-/diejenige, der/die uns als ERSTE/R 'ne Mail schickt. Betreff: Ich will
So einfach ist das? So einfach ist das.
Unglaublich? So sind wir
Oh, come on, take a chance for a brand new wild romance
Sonntag, 5. August 2007
Gut, ich bin fehlbar, vielleicht sogar berechnend und treulos.
Ich habe dich auch nie geliebt. Ich wollte dich damals weil so viele andere dich hatten, weil alle ganz heiss auf dich waren. Dabei war das was du sagtest nicht entscheidend.
Nein, du warst von Beginn an irgendwie deliziös, ´ne Type, ´ne Marke und ich konnte dich benutzen wie es mir gefiel. 177 mal hab ich es bis dato mit dir getan, teils nur um mal was Neues auszuprobieren.
Und du? Du meldest dich einmal die Woche bei mir und dann sagst du mir Dinge wie Klaus Eck und Riesenmaschine könnten interessant für mich sein und ich solle dringend mal bei Autopflege24 vorbeischauen. Von denen will ich nichts.
Es war abzusehen und es ist o.k., daß ich und die anderen hier dir irgendwann nicht mehr genügen. Du bist jetzt auch für Russen, für Amis und sowieso für alle zu haben.
Dabei hast du dich verändert, hast dir von irgendeinem Ernie was einreden lassen, hast dein Gesicht verloren. Mal in den Spiegel geschaut? Irgendwas erkannt? Von Sternchen mal abgesehen?
Jetzt wedelst du mit Scheinen um dir einen neuen Look zu geben. (So hat Nico das nicht gemeint.) Aber was immer da auch kommt:
Mister Wong, du bist nicht mehr sexy.
Freitag, 8. Juni 2007
Eine Marke ist unverwechselbar. Ihre Stärke bezieht sie aus ihrer Einmaligkeit sowie ihrer Fähigkeit, das Leben des Konsumenten zu bereichern. Sie hat eine kontinuierliche Präsenz und eine intrinsche Stärke, die sie auch in Krisenzeiten vor Schäden schützt.
Auf gut deutsch: Paris Hilton ist eine Marke. Wohl die beste, denn wer sonst macht aus so wenig so viel ... ? Egal, ob ein Porno mit ihr auftaucht, ob es um Kulturfrevel ( Prosecco in Dosen) oder Alkohol am Steuer und sie in den Knast geht, sie bleibt makellos. Die Gagen für Ihre Auftritte werden nicht geringer und, was immer sie erhält, sie müsste noch viel mehr bekommen. Denn alle wollen von ihr profitieren und die meisten tun es auch. Was wäre die Presse ohne sie? Und was das schnöde Volk? Schreit "Skandal", dass Sie jetzt aus dem Knast (nicht der Haft) entlassen wurde.
Was aber würde es brüllen, wenn der Cousin hinter Gitter müsste, bloß weil er zweimal übern Durst getrunken hat. Würde man da nicht auch sagen, da gäbe es andere, die man eher in den Knast stecken sollte? Aber das ist ja egal. Der Vetter bietet ja keine Projektionsfläche für die eigene Mediokrität. Eine Marke tut das.
Voraussetzung allerdings ist, bevor nun alle Dumpfbacken Handypornos drehen und besoffen Auto fahren, man hat den richtigen (Marken-)Namen. Hilton, z. B., scheint für derlei Eskapaden geeignet, Semmelrogge nicht. Aber er ist halt "nur" 'ne Type, sie dagegen ist eine echte Marke.
Nachtrag: Da ist jemand ganz meiner Meinung:
Paris Hilton ist Hartz IV und Gucci, Prekariat und Penthouse in Personalunion.
Wer auf weitere Informationen Wert legt sollte
"Marketing Superstar" vollständig lesen
Dienstag, 29. Mai 2007
Oh, das ist ja mal ne Frage. Gewiss anspruchsvoller als die von heute morgen, obwohl sie in ihrer Tragweite wohl unterschätzt wurde, aber sei's drum.
Viele, viele Agenturen versuchen sich mit dem Begriff der Marke. Manche nennen sich auch Markenagenturen, was ja meist den Zweck erfüllt, sich nicht nur mit dem Marketingverantwortlichen begnügen zu müssen, denn der macht ja "nur" Werbung, sondern an den Vorstand zu kommen, da der ja fürs Ganze, ergo die (Unternehmens-)Marke letztlich verantwortlich ist. Heißt: höherer Stundensatz, weniger Kleinkrieg auf Sachbearbeiterebene.
Aber es gibt (immer wieder mal) Werbeagenturen, die schaffen es, selbst eine Marke zu werden, für einen ganz besonderen Stil zu stehen, ohne eine eigene Handschrift zu haben, denn aussehen muss es ja je nach Kunde. Zu nennen waren da gewiss mal Saatchi&Saatchi, Grey, BBDO. Schwer gelitten hat diesbezüglich in letzter Zeit Springer & Jacoby, gewonnen eher Scholz & Friends, immer vorne ist Ogilvy und seit Jahren auch Jung von Matt, wo man ja fast immer erkannt hat, dass es aus Ihrem Hause stammt, z. B. Sixt oder aber auch Saturns "Geiz ist geil".
Doch damit ist jetzt Schluss!
Geiz war geil - meldet Spiegel Online und lässt die üblichen Verdächtigen mit dem üblichen Unsinn zu Wort kommen. (Mein Favorit: "Der gefühlte Wohlstand hat zugenommen.")
Wie sieht es aus mit der Glaubwürdigkeit der Marke aus, proklamierte doch die Dame doch bis vor kurzem noch, dass Geiz geil bleibe. Drauf geschissen. Jetzt kommt das Lustige an der Meldung und zugleich die Antwort auf die Eingangsfrage: Denn obwohl der Etat von Jung von Matt an Scholz & Friends geht, bleibt alles, wie es war, denn der Mann, der sich den Spruch bei Jung von Matt aht einfallen lassen, ist jetzt, ÜBERRASCHUNG: Creative Director bei Scholz & Friends.
Was 'ne Marke ...
Hinweis: Apropos Geiz: Digital Signage bietet Kostenersparnis durch digitale Auslieferung statt Druck, Lieferung und Anbringung von "Paper Signage"
Freitag, 25. Mai 2007
Gestern grassierte eine Meldung über eine Studie zum Thema Markentreue der Deutschen. Fazit: Wir seien treu, vor allem die, die älter als 30 sind. Jetzt habe ich mir die Zahlen mal angeschaut, wie sie vom Deutschen Moralorgan veröffentlicht wurden:
63 Prozent machen beim Zähneputzen keine Kompromisse
60 Prozent lassen es am liebsten immer aus der gleichen Quelle sprudeln
58 Prozent möchten bei den Kaffee-Bohnen keine Überraschung erleben
57 Prozent setzen auf Reinheit – mit einer immer gleichen Marke
Ebenfalls 57 Prozent vertrauen ihrem persönlichen Favoriten beim Haare waschen
Immerhin 55 Prozent verzichten auch bei Körperpflege auf Konkurrenz-Produkte
Bei der Wahl ihrer Margarine gehen 51 Prozent keine Experimente ein
Bei Schönheitsprodukten legen sich 50 Prozent auf ihre Lieblingsmarke fest
45 Prozent essen immer die gleiche Schokolade
Ebenfalls 45 Prozent möchten nicht auf ihren Lieblingsjoghurt und ihre favorisierte Milchsorte verzichten
44 Prozent bringen ihren Haushalt mit den immer gleichen Putzmitteln zum Glänzen
Nur 44 Prozent sind ihrer Biermarke treu
Auch bei den Softdrinks sind die Deutschen flexibel – 39 Prozent dagegen wollen immer das gleiche Getränk.
und fragte mich, ob würde es um Männlein und Weiblein gehen, es ebenfalls als Erfolg gewertet würde, wenn 63% von Spezie A immer bei der gleichen Ausführung von Spezie B bliebe? Müsste nicht das Gegenteil gemeldet werden und jeden Marketeer beängstigen:
Über ein Drittel wechselt regelmäßig seine Zahnpastamarke
2 von 5 Haushalte trinken "irgendein" Wasser
42% sagt sich: Hauptsache Kaffee!
Fast jeder 2. hat keine Bindung zu dem, was er an seine Haut lässt.
Schokolade ist ein Produkt, stärker als jede Marke: 55% legen keinen Wert auf die Verpackung ...
Oder denke ich wieder mal zuviel?
Dienstag, 15. Mai 2007
Es geht ums Geld Punkt Und ums Ego. Und um eine Marke. Um musikalische Leistung ging es beim zum Großen Preis der Gastarbeiter verkommenen eh nie wirklich.
„Der Eiserne Vorhang ist wieder da. Nur diesmal ist er aus Lametta.“ schrieb SPIEGEL ONLINE am Tag vor der Veranstaltung, die BILD seitdem nur noch von der „Ost-Mafia“ und dem „Schummel-Grand Prix.“
Der Vorwurf des „Schummelns“ wird hierzulande dann gerne laut, wenn das Ungefälligere gewinnt. Sehr interessant für die Psyche eines Landes. Noch interessanter hingegen ist die Tatsache, dass genau das bei dieser Veranstaltung in den letzten Jahren immer wieder passierte.
"Grand Prix - Eine Marke sucht ihren Weg" vollständig lesen
Donnerstag, 8. Februar 2007
1993: Ein Werbeplakat verursacht Auffahrunfälle und wird so oft geklaut wie wohl keines vor- oder nachher. Eine Marke ist quasi über Nacht in unserem Bewusstsein.
Montag, 15. Januar 2007
 Nein, nein, jetzt kommt nichs (Halb-)Gebildetes zur Namensgebung (obwohl die TopTen der aktuellen Top 200 gewiss eines Kommentars bedürften, aber tut hier jetzt nichts zur Sache). Es geht hier um einen Markenstreit, den ich beispielhaft für das finde, was im "normalen" Wirtschaftsleben leider gang und gäbe ist.
Da kommt ein renommiertes Unternehmen (nennen wir es mal "Real Madrid") auf die Idee, einen renommierten Product Manager (z. B. "Fabio Capello") zu holen, der die komplette Range ("das weiße Ballett") der Markenartikel neu positionieren (aufstellen) soll. Der Product Manager schaut sich dann erst einmal alles an. Platziert den einen mal hier, mal da, den anderen (z.B. "Becks") droht er damit, ihn ganz aus dem Sortiment zu nehmen.
Ein anderes Unternehmen, das keiner kennt (wie wär's mit "L. A. Galaxy") denkt sich: "Frei? Geil! Nehm' ich. Sofort. Für immer." Und kauft die Marke. Der Product Manager, dem es ja angeblich nur um die Unternehmensmarke geht ist sauer, und macht seine Drohung wahr. So steht Becks nicht mehr im Regal ("Aufgebot"). Schlimmer noch, er erweitert sie auf andere Marken ("Ronaldo"), weil es ihm ja nur um die Marke geht - und die heißt "Capello". Prosit ...
Real Madrid ist ein Wirtschaftsunternehmen, kein bloßer Sportverein. Die 37,5 Mio. €, die der Club 2003 als Ablöse für David Beckham an Manchester United zahlte, hatten sich binnen Stunden durch den Verkauf von Trikots mit der Nummer "23" amortisert. Da hätte man sich ja mal seitens des Unternehmens anders verhalten können, als einen Italiener zu holen, damit der bei den Spaniern die Ausländer ausmistet, aber gewiss wollte man sich bei den Spitzen der Weißen nicht schmutzig machen ...
Gewonnen hat die Managerin von "Becks", die die Ideenlosigkeit der Madrilenen ausgenutzt und den Deal mit den US-Amerikanern eingefädelt hat. Das ewige Spice-Girl ist einfach eine wunderbar geschäftstüchtige Frau, von der es viel zu wenig heutzutage gibt. Sie alles gibt, wa sie hat, und von deren Einsatz und Willen profitieren, wie es sich klassisch gehört:
sie, ihr Mann und die drei Kinder
(auch zu deren Namen sag ich nichts).
Donnerstag, 11. Januar 2007
Sie sei dumm, oberflächlich, primitiv, geldgeil, so lauten die Vorwürfe. Für mich klingt das nach Neid, viel Neid. Aber wir lieben unsere Paris, denn sie ist, wie der Volksmund so sagt, "'ne Marke" - auch wenn wir das Video immer noch nicht gesehen, den Prosecco ebenso wenig wie das Bier getrunken haben und auch keine 50.000 € für ne Sexpuppe bezahlt hätten, die so aussieht wie sie.
Aber zu Letzerem kommt es auch nicht. Denn sie hat das Angebot abgelehnt - und dabei ist die ja angeblich ach-so-geldgeil ... Natürlich macht man sich in der Welt wieder mal über sie lustig, aber seit wann kennen sich Journalisten (lt. Bismarck, Menschen, die ihren Beruf verfehlt haben) mit Markenführung aus. Sie seien daran erinnert, dass BMW auch mal gegen "Bums mal wieder" klagte, obwohl doch jeder weiß, dass BMW-Fahrer ... oh, halt, das ginge dann wohl zu weit. Außerdem fährt man ja vielleicht selbst ...
Sie verteidigt einfach ihren Markenkern. Der mag gefallen, oder nicht, aber er ist als solcher zu respektieren. Warum fällt das vielen so schwer? Quod licet Iovi non licet bovi gilt wohl doch noch ...
Naja, wer sich in puncto Fairness Gutes tun will, der schlage nach bei Kant und Hegel, fundamentale Rechtsgrundsätze stehen hier drin und Sexpuppen - außer eben in Form der "Hotelerbin" - oder Gummipuppen gibt's im Netz bestimmt auch wo  ...
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Interessant auch folgende Meldung (Quelle: viva.tv):
Paris verklagt parisexposed.com!
Paris hat Klage gegen den Betreiber der Internetseite parisexposed.com eingereicht, der mehrere intime Videos und private Dokumente von ihr veröffentlichte.
Letzte Woche tauchten auf der Seite parisexposed.com mehrere Videos, die Paris in allen Lebenslagen und vor allem nackt zeigten, sowie private Dokumente auf. Gegen eine Gebühr von rund 30 Euro konnte man sich einloggen und die intimen Details aus dem Leben der Hilton begutachten.
Das brisante Material kam bei einer öffentlichen Versteigerung ans Tageslicht, bei der der Inhalt eines Umzugscontainers von Paris versteigert wurde, da die Miete für dessen Lagerung nicht bezahlt wurde. Paris bestätigte dies. Allerdings sei sie davon ausgegangen, dass die Miete von der von ihr beauftragten Umzugsfirma bezahlt werden würde, was aber nicht geschehen ist.
Die 26-Jährige sei "geschockt" gewesen, als sie erfuhr, was mit dem Inhalt des Containers passiert ist.
Geschockt? Naja, besonders reflektiert hat sie zumindest nicht gehandelt. Und ob sie was als "Liebespuppe" drauf hat, keine Ahnung. Habe mir das Geld gespart. Bin mal gespannt, ob der Betreiber der Site was zahlen muss. Und wieviel. Ich glaube ja eher, er kriegt was ... Tja, so macht man aus Müll money. Reschbeggd!
Dienstag, 19. Dezember 2006
Ive played all my cards
And thats what youve done too
Vorweg: Ich bin mal abgemahnt worden. In einer Markensache. Wer mich abgemahnt hat, darf ich hier nicht schreiben. Ich darf an den Namen der Firma wahrscheinlich nicht mal denken.
Mit etwas Abstand und bei isolierter Betrachtung muss ich aber, so schwer es einem Sturkopf wie mir auch fällt, einräumen, dass nicht nur die Abmahnung sondern auch meine anschließende Niederlage vor dem Landgericht eine gewisse Berechtigung hatte.
Ich wusste schon vor der Verhandlung, dass ich in der Sache keine Chance haben würde.
Mit ein bisschen PR (Blogs waren mir seinerzeit noch nicht bekannt), dem einem oder anderen Anruf hier und da, also kurz und gut, mit dem richtigen Marketing-Mix, wäre es mir aber möglich gewesen, der klagenden Firma derart einen vor den Latz zu knallen, dass sie sich wohl nicht mehr erholt hätte, eine Verhandlung in der Sache nie zustande gekommen wäre, die Marke anschliessend ausschließlich mir gehört hätte.
Ich habe dann gekniffen.
Weil ich Gewissensbisse bekam, weil Freunde von mir für den Kläger arbeiteten, weil ich mt den Klägern selbst mal befreundet war.
Weil ich keinen Bock mehr auf schlaflose Nächte und sorgenvolle Tage hatte.
Und so wurde es teuer für mich. Verdammich teuer.
Und all diesen Quatsch hätte man durch ein einziges Gespräch vermeiden können.
Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin? Ich werfe es mir heute noch vor.
Und immer wenn ich heute in der Blogosphäre von einer Abmahnung lese, versuche ich so viel wie nur möglich über die Inhalte zu erfahren und mir ein Bild zu machen.
Und da ich nun mal aus eigener Erfahrung weiß, dass es auch berechtigte Abmahnungen gibt, versuche ich nicht direkt Partei für den Abgemahnten zu ergreifen.
Und so bin ich auf einige Fälle gestoßen, in denen ich durchaus Verständnis für den Abmahner hatte.
Vor wenigen Tagen jedoch wurde ich auf einen Fall aufmerksam, der mir fast die Tränen in die Augen trieb. Da outete sich jemand im Grunde genommen als Fan und bekam dafür eins mit der Abmahnkeule übergebraten. So was kann nicht sein! So was darf nicht sein!
„Da kann man jetzt drüber bloggen, da kann man aber auch handeln.“
Da ich den lieben langen Tag kaum etwas anderes mache als mit Marketern und PRlern für Marketer und PRler zu telefonieren (vom Bloggen, Kaffee trinken und parallelrauchen mal abgesehen), war schnell klar, was ich tun konnte.
Eben.
Telefonieren.
Und diesen widerlichen Abmahnern mal ordentlich aufs Dach steigen.
Nach einigem Hin und Her erreichte ich genau den Mann, mit dem ich sprechen musste, der entscheiden konnte - der entscheiden wollte.
Ob dieser Mann nun selbst so glücklich mit dem Vorgehen seiner Organisation war, das sei mal dahingestellt (Wes Brot ich ess, des Lied ich sing). In jedem Fall war er sehr bemüht eine Lösung für das Blog, ohne dessen Auftrag ich handelte, aufzuzeigen.
Und das tat er dann auch. 100 Euro als Spende, Einstellung der Sache, dass sei bei kleinen Fischen gängige Praxis. Ich fragte ihn, ob dies sein Angebot sei. Er sagte, dass er mir ein solches Angebot nicht machen könne, dafür müsse er schon mit dem eigentlich Betroffenen sprechen.
Jetzt kann man natürlich drüber streiten, ob sich da eine wirklich gute Lösung abzeichnete.
Es wäre sicher kein gutes Angebot, wenn man denn Recht bekommen, Recht durchsetzen will. Aber es wäre verdammt nah am Sorglospaket und insofern..., vielleicht ginge es ja noch billiger...
Ich kontaktierte also die Blogger und überbrachte die Nachricht. Bei einem von beiden sprach ich auf die Mailbox, bei dem anderen hatte ich mehr Glück und berichtete.
So richtig gefallen konnte dieses Angebot am anderen Ende der Leitung wohl nicht, hatte man zu diesem Zeitpunkt – so sagte man mir wörtlich – wohl neben einem Anwalt (verständlich und richtig) bereits eine PR-Agentur beauftragt, die sich der Sache annehmen solle und wisse nun nicht, wie man dies rückgängig machen solle.
PR-Agentur - Aha.
Dennoch gab ich die Telefonnummer des Entscheiders beim Abmahner weiter und empfahl zumindest einmal dort anzurufen. Man wolle dies tun, sagte man mir.
Ein Stündchen später klingelte mein Telefon und der andere Blogger sprach mich an.
„Ich traue mich nicht dort anzurufen“
Ich kontaktierte erneut den Abmahner und bat darum selbst mit den Abgemahnten in Verbindung zu treten, berichtete diesem auch über den fehlenden Mut des Bloggers, nicht aber über die PR-Agentur.
So gab ich also ungefragt 2 Mobilfunknummern weiter, von denen ich eigentlich gar nicht wusste, ob ich sie hätte weitergeben dürfen. Aber es war ja für einen guten Zweck.
Nun war man auf Seiten des Abmahners zwar, ob der einen oder anderen Erkundigung, die man zwischenzeitlich eingeholt hatte, skeptisch geworden, ob denn der kleine Fisch tatsächlich klein und nicht gar mittelschwer bis groß ist, war aber dennoch bereit, die Sache aus der Welt zu schaffen, vulgo „Die Kuh vom Eis zu bringen“.
Einzig ein persönlicher, wenngleich telefonischer Kontakt stand noch aus.
Man versuchte es. Man erreichte Mailboxen.
Der Abmahner war noch lange erreichbar an diesem Abend. Das Telefon klingelte nicht.
Ich ging ins Wochenende, kümmerte mich nicht weiter, vertraute darauf, dass beide Parteien vernünftig genug seien und zueinander finden würden.
Sie fanden nicht. Rechnet selbst.
Und irgendwie geht mir dieser Song nicht aus dem Kopf.
Nothing more to say
No more ace to play
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Kommentare
Do, 08.05.2008 21:33
Ich glaube es nicht. Auf französisch hat es mit Salz zu tun. Man sagt 'mettre son grain de sel [...]
Do, 08.05.2008 16:09
Meine Bitte, Bitte Dankt Babs, Weil Babs Sich Ziemlich Zottellich Macht, Das Sie ....BL Ne: [...]
Do, 08.05.2008 14:46
Wofür steht eigentlich MBBDBWBSZZMDSBL ?
Do, 08.05.2008 11:54
Na da schließe ich mich natürlich an und gratuliere den Macherinnen des Bewerberblogs ganz fein.
Do, 08.05.2008 11:34
Beim Marketing-Blog gibt es den genialen Archetyp des Presseverhinderers. Der Presseverhindere [...]
Di, 06.05.2008 21:10
Glückwunsch und .... Gude Laune mit dem Schokobrunnen
Di, 06.05.2008 21:09
… 6 ztalP fua hci nib ßiew hci leivoS :SP .nenniweg uz esierP eretiew iebad se tbig hcil [...]
Di, 06.05.2008 14:25
Ein verdienter Sieg wie ich finde. Herzlichen Glückwunsch!
Fr, 02.05.2008 17:51
Sehr richtig - wenn sich diese Erkenntnis bloss mal allgemein durchsetzen würde....
Fr, 02.05.2008 14:09
Bedauerlicherweise ist die Pointe dieses Spots leider nicht mehr ganz frisch. http://youtub [...]
Fr, 02.05.2008 14:08
nicht auf jeden fall
Mi, 30.04.2008 15:11
Hallo, ich würde gerne nebenbei als telefonsexluder arbeiten da mir und meinem mann seit n [...]
Mi, 30.04.2008 11:13
Der Bedarf nach einer betriebswirtschaftlich verwertbaren Erfolgskontrolle und Effizienzanalys [...]
Di, 29.04.2008 14:36
nicht war, ist doch morgen... oder?
Di, 29.04.2008 10:02
Ich suche noch einen Telefonsex Nebenjob ohne Cam.Möchte aber nicht unter 25 Cent verdienen .W [...]
Di, 29.04.2008 08:48
Schaut mal in Artrium vorbei! Da geht´s ab. artrium.myminicity.com
Di, 29.04.2008 08:43
Morgen? Ist heute.
Di, 29.04.2008 02:49
und morgen, was ist mit morgen? denkt niemand mehr an morgen?
Mo, 28.04.2008 15:19
Gestern war einmalig - das stimmt.
Mo, 28.04.2008 15:17
Gestern ist aber auch einmalig.