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Ergo: potenzielle Kunden haben Angst

Wen wundert das noch? Nach ein paar Skandalen und Skandälchen ist die Versicherung Ergo nicht mehr so richtig gut angesehen. Und jetzt hat Faktenkontor die Revolution in der Marktforschung angeschoben: Man hat Tausend Bürger befragt, ob sie sich gern von einem Ergo-Vertreter beraten lassen würden.
Wen wundert es, dass sechzig Prozent der Befragten nicht so gern mit den Leuten von Ergo zu tun haben möchten? Viel interessanter wäre aber gewesen, ob die Leute sich überhaupt gern mit Versicherungsfuzzis auf ein Gespräch einlassen. Allgemein sind die ja eher weniger beliebt... Darüber erfahren wir in der sensationellen Studie leider nichts.
Ich vermute ja, dass vielleicht ähnlich viele gar nicht auf ein Gespräch mit Herrn Kaiser und seinen Kollegen anderer Gesellschaften abfahren.
Und dass Schlagzeilen wie "Rauschende Sex-Party bei der Ergo-Versicherung" für den Ruf des Unternehmens nicht gerade förderlich sein dürften, braucht man eigentlich auch nicht mit einer Befragung herauszufinden. Wir sind also sehr gespannt auf weitere Forschungsergebnisse.

Presseverhinderer - wir leben noch!

Es ist wahr. Eine zunehmende Professionalisierung der Verantwortlichen in den Unternehmen ist festzustellen. Immer öfter gibt es wirklich kompetente Ansprechpartner und auch gutes Material. Doch kürzlich erlebte ich folgendes:

Für eine Marktübersicht recherchiere ich in einer bestimmten Branche. Ein bekanntes Beratungsunternehmen hat just zu diesem Thema eine Studie erstellt. Damit das Ganze also Hand und Fuß bekommt, frage ich an, ob ich dazu Material bekommen kann. Ich will ja gar nicht die ganze Studie, die normalerweise für viel Geld verkauft wird. Nur ein bisschen Futter für meine Recherche. Die Antwort auf meine Anfrage:

Guten Tag Frau Weber,

ich würde Ihnen wirklich gerne helfen. Aber ich ersaufe in Arbeit. Erst ab April ist wieder ein Silberstreifen am Horizont zu sehen. Ich bitte Sie um Ihre Verständnis. Ein anderes Mal gerne wieder.

Mit freundlichen Grüßen


Auf meine Antwort, dass mein Abgabetermin aber Anfang April ist, erhielt ich leider keine Antwort. So kann man auch Medienpräsenz verhindern.

Ask Network mit steigenden Besucherzahlen

Die Suchmaschine Ask.com wird für Internetnutzer immer interessanter. Aktuelle Zahlen des Marktforschungsunternehmens „comScore“ zeigen: Im Zeitraum Juni bis Oktober 2007 konnte das „Ask Network“ einen Zuwachs von mehr als 66% an Unique Visitors in Deutschland verbuchen.* Damit bestätigt sich auch hierzulande der Trend, dass Internetnutzer bei der Recherche verstärkt Ask.com als Alternative zu anderen Suchmaschinen nutzen.
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Kreti und Pleti-MaFo

Es gibt wohl kaum etwas, was verhasster ist bei Kreativen, als der "Hausfrauentest" - vor allem, weil es sich selten um "Hausfrauen" handelt. Aber die Gattin des Chefs hat natürlich auch ein Recht auf Meinung und braucht das Gefühl, dass 16 Semester Kunstgeschichte/Romanistik nicht umsonst waren. In Zeiten der Singles hat es ein Chef nicht leicht. Wen soll er fragen, wenn er selbst keine Meinung hat bzw. nicht den Mut dazu? Wer macht die "Hausfrau"? XING! (als pars pro toto fürs das achso-gepriesene Web 2.0.) Wo sonst trifft man heute so konzentriert auf Konvention?

Das haben sich wohl auch die Damen und Herren bei immonet gedacht und posteten dort fleißig Hinweise auf ihre Website, wo man folgende Spots sehen kann:





Und natürlich ließen sich die Menschen nicht zweimal bitten, ihren Senf abzugeben. Normalerweise tun sie das ja gerne ungefragt, aber jetzt, wo es einer auch noch wissen will, prima. Ich finde das sehr clever. Kommt man billiger an eine 0815-Meinung ohne Sex und Besuche bei der Mutter? Prima!

Die gute Nachricht zum Wochenende: Weißbiertrinker sind geselliger

Die Leute von Franziskaner wollten es ganz genau wissen. Sie haben jetzt ihre Zielgruppe näher kennengelernt und etwas Bahnbrechendes herausgefunden: Weißbiertrinker sind geselliger.

Es wurden über 10.000 Biertrinker befragt. Weizenbiertrinker gehen lieber aus und kochen selbst lieber als das die Genießer anderer Biersorten tun.

Das zeigt die Zusammenfassung der aktuellen TdW-Umfrage unter Deutschlands
Biertrinkern im Auftrag von Franziskaner Weissbier. Während nur 12,8 Prozent der gemeinen Bierkonsumenten angeben gerne auszugehen, sind es bei den Weizenbierfreunden 16,5 Prozent, also etwa 27 Prozent mehr. Wenn es an den Herd geht, ist nur jeder fünfte Biertrinker
(19,6 Prozent) sofort Feuer und Flamme. Bei den Weißbierfreunden wirft fast jeder Vierte gerne die Küchenschürze über. Auch die Gastfreundschaft und das Essen aus Leidenschaft stehen beim
Weizenbierfreund höher in der Gunst als beim normalen Biertrinker, so die Umfrage unter mehr als 10.000 Konsumenten, die mindestens einmal im Monat ein Bier genießen.


Was mich jetzt interessieren würde: wie und vor allem wann wurden denn die Biertrinker befragt? Vor oder nach dem Genuss welchen Getränks? Vor oder nach dem Essen? Vor oder nach dem Kochen? Zu Hause oder in der Kneipe?

All diese wunderbaren Details bleiben uns die stets bemühten Umfrager aus dem Hause Franziskaner leider schuldig. Egal. Hauptsache die trinken tapfer weiter. Mit vielen anderen zusammen.

Prost!

Fußball-Fans im Detail

Sportfive hat eine neue Fan-Studie rausgebracht. Und das sind Teile der dazugehörigen Pressemeldung:

1,6 Prozent der erwachsenen Gesamtbevölkerung (65,07 Millionen) wollen in den nächsten zwölf Monaten heiraten, aber 2,5 Prozent der 10,55 Millionen Fans von Alemannia Aachen.
...
18 Prozent der Deutschen sind Hundebesitzer, aber nur 16 Prozent der 10,42 Millionen Fans von Energie Cottbus.
...
Aufsteiger Aachen kristallisierte sich bei der Umfrage als Klub der Extreme heraus: Während im Bundesdurchschnitt 3,5 Prozent
der Bevölkerung Kontaktlinsen tragen, sind es unter den Aachen-Fans nur 1,7 Prozent (Schlusslicht); während 73 Prozent der Deutschen
ein Handy besitzen, sind es unter den Alemannia-Anhängern 78 Prozent (Spitzenreiter).
...
Das Bildungsministerium sollte sein Augenmerk auf Bayer Leverkusen lenken: Dort haben 14,5 Prozent der Fans nach Besuch der Volks- oder Hauptschule keine Ausbildung absolviert (Spitzenreiter) - im Bund beträgt die Quote 14 Prozent.

Das Gesundheitsministerium müsste bei Hertha BSC Berlin werben. 46 Prozent der Deutschen gehen zur medizinischen Vorsorge-Untersuchung, aber nur 41 Prozent der Hertha-Fans (Schlusslicht).
...
44 Prozent der Deutschen haben eine ausreichende Altersvorsorge getroffen, aber 51 Prozent der Fans des VfL Bochum.




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