Samstag, 5. Mai 2007
08:32
Sind wir auf dem Weg zur Bubble 2.0?
Allgemein wird - und das zu Recht - begrüßt, dass auch und besonders im Internet wieder gegründet wird. Das Stichwort Web 2.0 ist vielleicht die Vokabel, die an die Stelle des Wortes Paradigmenwechsel getreten ist, mit dem vor der Bubble 1.0 aberwitzige Kurs-Gewinnverhältnisse von >1000 gerechtfertigt und ein ewiger Wachstumspfad prophezeit wurden.
Dann kam der Crash. Plötzlich sagte die Mehrheitsmeinung, dass das Scheitern vorhersagbar und klar war. Geschäftsmodelle im Internet, die nur auf Werbung beruhten, konnten ja nicht funktionieren. Dabei wurde ausgeblendet, dass das private Fernsehen seit Jahrzehnten mit diesem Modell reüssierte. Es folgte eine negative Übertreibung in die andere Richtung.
Die negative Stimmung ist weg. Junge Leute gründen im Anschluss an das oder während des Studiums. Viele Geschäftsmodelle scheinen schon einmal da gewesen zu sein, andere erscheinen nicht besonders originell, wieder andere hoffen als copy-cat nur auf die Übernahme durch das Original. Dann gibt es verrückt aber sympathisch erscheinende Start-ups wie mymuesli.com, denen man die Daumen drückt. Auf jeden Fall sind es aufregende Zeiten für Gründer und Beobachter.
Gibt es eine Bubble 2.0? Das schöne an einer richtigen Blase ist, dass man nicht wirklich weiß, ob es überhaupt eine Blase gibt und schon gar nicht, wann sie platzt.
Es gibt nur Indikatoren. Es gibt scheinbar manchmal zu viel Risikokapital, es gibt viele Gründungen, es gibt wieder Medien, die sich auf das Thema Gründungen spezialisieren. (Auf dem Höhepunkt der ersten Blase bei Eisenbahnaktien gab es in den USA eine Tageszeitung zum Thema mit drei täglichen Ausgaben!)
Vergessen wir die obige Fragestellung und genießen die Party. Zudem sollten wir uns vornehmen, hinterher nicht zu erzählen, die Party war schlecht und die Gäste unsympathisch. Auch die Eisenbahnblase vor mehr als 100 Jahren hat viel Positives hervorgebracht: Eisenbahnstrecken, die auch noch da waren, als die Aktien schon verdampft waren…
Dann kam der Crash. Plötzlich sagte die Mehrheitsmeinung, dass das Scheitern vorhersagbar und klar war. Geschäftsmodelle im Internet, die nur auf Werbung beruhten, konnten ja nicht funktionieren. Dabei wurde ausgeblendet, dass das private Fernsehen seit Jahrzehnten mit diesem Modell reüssierte. Es folgte eine negative Übertreibung in die andere Richtung.
Die negative Stimmung ist weg. Junge Leute gründen im Anschluss an das oder während des Studiums. Viele Geschäftsmodelle scheinen schon einmal da gewesen zu sein, andere erscheinen nicht besonders originell, wieder andere hoffen als copy-cat nur auf die Übernahme durch das Original. Dann gibt es verrückt aber sympathisch erscheinende Start-ups wie mymuesli.com, denen man die Daumen drückt. Auf jeden Fall sind es aufregende Zeiten für Gründer und Beobachter.
Gibt es eine Bubble 2.0? Das schöne an einer richtigen Blase ist, dass man nicht wirklich weiß, ob es überhaupt eine Blase gibt und schon gar nicht, wann sie platzt.
Es gibt nur Indikatoren. Es gibt scheinbar manchmal zu viel Risikokapital, es gibt viele Gründungen, es gibt wieder Medien, die sich auf das Thema Gründungen spezialisieren. (Auf dem Höhepunkt der ersten Blase bei Eisenbahnaktien gab es in den USA eine Tageszeitung zum Thema mit drei täglichen Ausgaben!)
Vergessen wir die obige Fragestellung und genießen die Party. Zudem sollten wir uns vornehmen, hinterher nicht zu erzählen, die Party war schlecht und die Gäste unsympathisch. Auch die Eisenbahnblase vor mehr als 100 Jahren hat viel Positives hervorgebracht: Eisenbahnstrecken, die auch noch da waren, als die Aktien schon verdampft waren…
Geschrieben von Klaus-Martin Meyer in E-Commerce
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