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Neues Geschäft entwickeln und dabei bei Null anfangen

Der übliche Tipp heißt da ja: Analysiere, wer deine besten Kunden sind und suche mehr davon. Der Haken dabei: Das funktioniert nur, wenn man bereits solche Kunden hat, von denen man gerne mehr hätte. Und es gibt noch einen Haken. Man verengt auf diese Art den Blick sehr, weil man Unbekanntes – darunter vielleicht sehr lukrative Kunden – außen vor lässt.

Andererseits, wenn es schnell gehen soll mit Geschäft entwickeln – mehr Umsatz, dann hilft es in der Tat, seine bestehenden Kunden zu analysieren. Vorausgesetzt, wie gesagt, man hat welche und auch solche, von denen man gerne mehr hätte.

Und wer bereits viele gute Kunden hat, der kann auch ganz andere Wege gehen, um mehr Geschäft zu machen: Der sucht nach neuen Produkten / Dienstleistungen für seine Kunden. Denken Sie zum Beispiel an die Automobilmarke Porsche, die ihren wohlhabenden, männlichen Kunden alles mögliche zusätzlich verkauft. Das Wikipedia-Stichwort dazu ist Line Extension

Heute interessiert uns aber, was man tun kann, um an neue, vielversprechende Kunden (Zielgruppen) zu kommen. Und die erste Frage dabei ist:

Wer überhaupt muss sich um frische Kunden-Zielgruppen Gedanken machen?

Das sind mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Und die Gruppe ist auch nicht so homogen, wie man vielleicht annehmen würde. Zählen wir mal auf:

  • Start ups. Neugegründete Unternehmen und Ausgründungen, die noch gar keine Kunden für ihr Produkt / Dienstleistung haben.

  • Unternehmen, die von einem oder nur sehr wenigen Kunden abhängig sind.

  • Unternehmen, die nur eine Branche beliefern. (Was, wenn die Branche in eine Krise kommt?)

  • Unternehmen, die in einem satten Marktsegment agieren. Die Kunden sind versorgt, der Markt ist abgegrast.

  • Unternehmen, die in ihrem Markt starken Wettbewerb spüren. Vor allem, wenn man selber eher klein ist und zum Beispiel internationale
  • Konzerne oder andere Elefanten mit Macht in einen Markt drängen.

  • Unternehmen, die ihr Sortiment ausweiten (Stichwort Diversifikation) und für die neuen Produkte neue Kunden brauchen.

  • Vertriebe, Vertriebsleiter, einzelne Verkäufer, deren Schicksal oder Fortkommen von mehr Geschäft abhängig ist. Ein neues Produkt für die bestehenden Kunden entwickeln, das geht meist nicht. Neue Kundengruppen erschließen, das sollte drin sein. Das gilt auch für Marketingabteilungen, Marketingleiter und Marketer.

  • Und schließlich Unternehmen, die agil sind, Energie haben und wachsen wollen.

Es spielt keine Rolle, in welches Segment Ihr Unternehmen da gehört, Ihre Aufgabe heißt:

Neue Kundensegmente, Zielgruppen, Märkte gezielt suchen und finden

Oft hat man ja genau darüber – wer könnte unser Produkt noch haben wollen oder brauchen – schon mal nachgedacht. Nur, die Gedanken wurden aus den verschiedensten Gründen nicht zu Ende geführt oder rasch wieder verworfen.

Vielleicht, nein sehr wahrscheinlich sogar, war der ein oder andere wirkliche Gedankenblitz dabei, der einen schnell belohnen würde, würde man ihn nur ernsthaft verfolgen. Allerdings, irgendwie ist er wieder in Versenkung verschwunden – überlagert von aktuell drängenden Aufgaben, vom tagtäglichen Geschäft.

Um diese verschütteten Gedanken und neue vielversprechende, noch nie gedachte, zu heben, gibt es ein probates Werkzeug: Brainstorming.

Man könnte Brainstorming mit Ideenkonferenz übersetzen. Und diese Konferenz durchläuft zwei Phasen.


    Phase 1: Ideen finden. Es gibt hier 2 Funktionen: Einer muss die Ideen, die von den Teilnehmern in den Raum gerufen werden, aufschreiben. Am besten so, dass alle Beteiligten das sehen, zum Beispiel auf einem Flipchart. Und einer muss ein wenig steuern. Steuern heißt: Das Thema vorgeben und eingrenzen und darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Im Wesentlichen heißt Regeln einhalten: Ideen nicht behindern durch “bewerten”, sondern alles raus kommen lassen. Wenn ich einen Workshop mache, dann übernehme ich beide Funktionen gleichzeitig, weil ich so das Heft in der Hand behalte ;-)

    Phase 2: Ideen sortieren. Hier geht es darum, dass man nach der Phase 1 Kriterien aufstellt, anhand derer man die Ideen nun bewertet. Zum Beispiel kann Geschwindigkeit ein Kriterium sein. Das heißt, alle Ideen die sich schnell umsetzen lassen, sind im Moment wichtiger als solche, die evtl. lange Vorlaufzeit brauchen. Oder, es kann Manpower ein Kriterium sein. Also, alle Ideen, die wir selber von der Zeit und vom Umfang her durchführen können sind im Moment wichtiger, als solche, für die wir vielleicht neue Leute einstellen müssten.


Wenn so ein Brainstorming gut vorbereitet ist und wenn alle Beteiligten die beiden einfachen Regeln einhalten, dass in Phase 1 alle Ideen erlaubt und erstmal notierenswert sind und dass erst in Phase 2 Bewertungs-Kriterien aufgestellt werden, dann hat man recht schnell 2 oder 3 neue Kundensegmente oder auch Märkte, bei denen es sich lohnt, mal genauer hin zu schauen.

Und näher hinschauen, das wäre dann Antworten finden auf solche Fragen:

  • Was gibt es da bei diesen Kundenunternehmen für Player? Wer ist Nutzer, wer Entscheider?

  • Wer sind unsere Wettbewerber dort?

  • Wie werden dort Kaufentscheidungen getroffen?

  • Was wäre ein attraktives Angebot für einen Entscheider?

Aber, das ist schon der nächste Schritt. Der erste Schritt, um den es hier ging, war neue Märkte entdecken: Geschäft entwickeln und bei Null anfangen. Und die Antwort darauf bringt uns ein Brainstorming.

Die Schritte zum Neugeschäft systematisch

Diesen Schritt – gezielt neue Märkte finden, und auch die zwingend folgenden, die Kunden dort akquirieren und den Verkauf handeln (Abschlüsse verhandeln) geht man nachher am besten systematisiert. Mit anderen Worten: Man entwickelt ein Programm “Business entwickeln”.

Diejenigen, die das gekonnt machen, nennt man Business Developer oder in gutem Denglisch “Business Entwickler”. Und das kann man lernen. Ich bereite da zur Zeit gemeinsam mit dem IHK-Bildungszentrum Karlsruhe ein großes Business-Entwickler-Seminar vor ..

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Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..

e-mail für Dich!

Gerade bekam ich einen Newsletter. Und der zeigte mir vor allem eins: wie ein Newsletter NICHT aussehen sollte. Nämlich so:



Ich glaube nämlich, dass es noch mehr Menschen gibt, die in ihren e-mails die Bilder ausblenden. Und die sich nicht aushorchen lassen möchten. Diese Informationen sind bei mir jedenfalls nicht angekommen.

Nur für Presseverhinderer: 7 Tipps für den Presseversand

Als aktiver Presseverhinderer sind Sie ja jetzt schon geübt. Ärgerlicherweise verlangt aber Ihre Firma von Ihnen, dass Sie aktiv Pressearbeit betreiben. Wir verraten Ihnen hier, wie Sie wirkungsvoll verhindern, dass man dennoch über Sie berichtet.

Dass Sie Ihre Pressemitteilungen per e-mail versenden, ist ausnahmsweise mal eine gute Idee. Es finden sich zwar auch noch Journalisten, die Post oder Fax bevorzugen, aber so viele sind das gar nicht mehr...

1. Tipp: Absender
Wählen Sie einen möglichst wenig vertrauenerweckenden Absender, der außerdem nichts, aber auch gar nichts darüber verrät, um wen es sich handeln könnte, am besten Ihre private e-mail-Adresse. Mit Kleine_Maus@hotmail.com können Sie eigentlich nichts falsch machen. So überwinden Sie spielend alle SPAM-Filter.

2. Tipp: Headline
Die Headline ist entscheidend für Profi-Presseverhinderer. Am besten schreiben Sie etwas richtig Spannendes. Wie "Pressenewsletter 1/08". Da weiß dann jeder sofort, worum es geht. Verraten Sie bloß nichts über den Inhalt Ihrer Meldung. Sonst liest das noch jemand.

3. Tipp: Teaser
Schreiben Sie in den ersten Absatz Ihrer Meldung möglichst viel Allgemeines über Ihre Firma. Vermeiden Sie Aktuelles und vor allem den Anlass Ihrer Meldung. Sie werden damit sehr erfolgreich sein.

4. Tipp: Textlänge und Links
Verfassen Sie einen langen Text ohne jegliche Gliederung und hängen ihn in möglichst vielen beliebigen Dateiformaten an Ihre e-mail. Vermeiden Sie auf jeden Fall, dass der selbe Text auf der Homepage Ihrer Firma zu finden ist und auch zum Download zur Verfügung steht. Verlinken Sie nicht auf diesen Text, falls er doch zu finden sein sollte. Benutzen Sie auf gar keinen Fall Presseportale wie zum Beispiel OpenPR. Die Gefahr, dass jemand Ihren Text dort findet, ist viel zu groß. Schicken Sie sicherheitshalber das Ganze zusätzlich noch per Fax und Post.

5. Tipp: Dateianhänge
Beglücken Sie die Welt mit Dateien. Groß sollten sie sein und vielfältig. Für Texte eignen sich exotische Formate oder auch das pdf. Das macht es Journalisten ganz einfach, den Text zu übernehmen. Die paar Textumbrüche machen ja gar nichts. Hochaufgelöste Bilder sind toll. Als TIFF. Verwenden Sie drei ähnliche Motive im praktischen DIN A 4-Format. Dann kommen Sie garantiert auf den Titel.

6. Tipp: Verteiler
e-mails versenden ist ja ganz leicht. Denken Sie beim Versand deshalb auch an Pontius und Pilatus. Die lesen Ihre Pressetexte auch so richtig gern. Zeigen Sie allen, an wen Sie die Nachricht noch versandt haben. Das schafft Respekt. Verteilen Sie bitte nicht zielgerichtet. Ihre Informationen will doch einfach jeder haben.

7. Tipp: Ansprechpartner
Bitte vermeiden Sie es, Ihre wichtigen Pressemeldungen durch die Daten des Ansprechpartners zu verunzieren. In der Meldung steht ja schon alles drin. Wer da noch Fragen hat, ist eh zu blöd, um zu verstehen, was Sie wollen. Verstecken Sie auch sorgfältig die Kontaktdaten auf Ihrer Homepage. Sonst stört noch jemand Ihren Büroschlaf.

Sie sehen: auch mit e-mails kann man prima zum Presseverhinderer werden. Mit etwas Übung schaffen Sie das auch.

optivo kooperiert mit Web-Analyse-Spezialist omniture

Anbindung von Web-Analyse-Software an E-Mail-Versand-Lösung erlaubt passgenaue Ansprache der Zielgruppen
"optivo kooperiert mit Web-Analyse-Spezialist omniture" vollständig lesen »

6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (6)

Erfolgsmessung und Optimierung

Warum messen?

Keine andere Werbeform bietet derart vielfältige Möglichkeiten, die Effektivität einer Kommunikationsmaßnahme zu messen, wie das E-Mailmarketing. Während die Nutzung klassischer Medien durch den Verbraucher – und damit der Werbeerfolg – nur näherungsweise über Umfragen oder Stichproben festgestellt werden kann, lässt sich die Wirkung eines E-Mailings auf den Cent genau ermitteln. So können Sie u.a. feststellen, wie viele Empfänger eine bestimmte E-Mail geöffnet haben, wie viele von ihnen auf welchen Link geklickt haben, und sogar, wie viel Umsatz auf Ihrer Website daraus generiert werden konnte (falls ein Online-Shop angeschlossen ist).

Es gibt viele gute Gründe für eine Messung aller relevanten Größen. An vorderster Stelle steht sicherlich die Kontrolle über den effektiven Einsatz der Werbegelder: Wenn Sie feststellen können, wie viel Umsatz Sie über ein Mailing generiert haben, wissen Sie auch, ob Sie die Kosten, die die Aktion verursacht hat, wieder hereinholen konnten.

Mindestens genauso wichtig sind die gewonnenen Erkenntnisse aber für die ständige Optimierung Ihrer Maßnahmen. Stellt sich beispielsweise heraus, dass die Öffnungsrate steigt, wenn der Empfänger schon im Subject der E-Mail mit seinem Namen angesprochen wird, werden Sie diese Vorgehensweise sicher beibehalten. So lässt sich durch ständiges Anpassen einiger Parameter und die nachfolgende Messung der Veränderung der Empfängerreaktion Schritt für Schritt herausfinden, wie eine E-Mail aussehen muss, um größtmöglichen Erfolg zu haben.

Noch einen bedeutenden Schritt weiter geht das "Closed Loop Marketing". Hierbei wird die Optimierung eines Newsletters bis auf die Empfängerebene fortgesetzt. Dies bedeutet, dass im Extremfall jeder Empfänger einen völlig anderen Newsletter erhält, der optimal auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Möglich wird dies erst durch die Messung der Aktionen (Öffnungen, Klicks, Käufe) des Empfängers. Sein gespeichertes Profil wird ständig durch die Messdaten ergänzt. Beim nächsten Newsletter können Sie dann darauf zurückgreifen.

Stellen Sie z.B. fest, dass ein Empfänger häufig auf Produktangebote aus einer bestimmten Kategorie klickt, ist es ein Leichtes, diesem Empfänger in der nächsten E-Mail automatisch ein passendes Angebot zu unterbreiten. Durch die ständige Wiederholung von Useraktion, Messung und Anpassung der Angebote entsteht ein geschlossener Kreislauf ("Closed Loop"), durch den Sie Ihren Empfänger immer besser kennen lernen.

Was sollten Sie messen? Die Pflicht

Einige Messgrößen gehören im E-Mailmarketing zum "Standardprogramm" der Erfolgsmessung:

versandte E-Mails: Diese Zahl ist die Basis für die Ermittlung aller weiteren Messwerte, da diese jeweils als Prozentsatz der Anzahl versandter E-Mails angegeben werden.
Bounces: Hier handelt es sich um alle nicht zustellbaren E-Mails (s. Posting 5).
Öffnungsrate: Die Messung erfolgt über dasselbe Verfahren, das auch die IVW für die Messung der Reichweite von Websites verwendet ("IVW-Pixel"): Bei jeder Öffnung einer Mail wird ein kleines Programm auf dem Server der E-Mailmarketingsoftware aufgerufen, das dann in der Datenbank festhält, dass eine Öffnung stattgefunden hat. Über dynamisch für jeden Empfänger vergebene eindeutige IDs lässt sich jeder Öffnungsvorgang zweifelsfrei einem bestimmten User zuordnen. Allerdings ist die Öffnung nur messbar, wenn es sich um ein HTML-Mailing handelt (ansonsten lässt sich kein Zählpixel integrieren) und der User während der Öffnung der Mail online ist.
Klicks: Klickt der Empfänger auf einen Link in einer E-Mail, so wird er nicht direkt zur entsprechenden URL weitergeleitet, sondern über einen nicht merklichen Umweg über den Server der E-Mailmarketingsoftware, wo der Klick gezählt wird. Auch hier lässt sich jeder Klick zweifelsfrei einem bestimmten Empfänger zuordnen.
Unsubscribes: Die Anzahl der Abmeldungen (per Klick auf den Unsubscribe-Link, der in jeder seriösen E-Mail enthalten sein sollte).

Aus diesen "Basics" lassen sich schon allerhand interessante Rückschlüsse auf Erfolg oder Misserfolg eines Mailings ziehen. So gibt die prozentuale Verteilung der Gesamtklicks auf die einzelnen Links Aufschluss darüber, welches Angebot die Empfänger am meisten interessiert hat. Sinkt von einem Mailing zum nächsten die Öffnungsrate, war das Subject wohl schlecht gewählt. Eine ungewöhnlich hohe Unsubscribe-Rate kann darauf hindeuten, dass der Inhalt des Mailings beim Empfänger nicht mehr auf Interesse stößt, während eine hohe Bouncerate die Alarmglocken schrillen lassen sollte, weil es eventuell darauf hindeutet, dass das Unternehmen bei einem großen Provider auf der sogenannten Blacklist steht, was bedeuten würde, dass die Mailings bei dessen Usern nicht mehr zugestellt werden.

Was können Sie sonst noch messen? Die Kür

Gute E-Mailmarketing-Softwares können aber deutlich mehr Informationen bereitstellen, u.a.:

Weiterleitungen: Viele Newsletter enthalten eine Funktion "Newsletter weiterempfehlen". Nach dem Klick kann der User via Webformular die E-Mailadresse einer/mehrerer Personen eingeben, die dann ein "Ansichtsexemplar" des Newsletters erhalten. Da über diese weitergeleiteten Mails oftmals ein nicht unerheblicher Zusatzumsatz generiert wird, ist eine Auswertung interessant.
Post-Click-Tracking: Dies ist die "hohe Schule" der Erfolgsmessung im E-Mailmarketing. Es geht um die Erfassung aller Aktionen der Newsletterempfänger, die nach dem Klick auf einen Link im Newsletter stattfinden, also meistens auf der Website des Werbetreibenden.

Beim Post-Click-Tracking kommt das schon bei den Öffnungen erwähnte "Zählpixel" wieder zum Einsatz, nur wird es diesmal direkt auf der Website eingebunden, und zwar ein Pixel auf jeder Seite, die ausgewertet werden soll. In Verbindung mit Cookies erlaubt es diese Methode, die genau so auch für die Abrechnung vieler Affilitate-Programme verwendet wird, zum Beispiel detaillierte "Clickstream-Analysen" zu realisieren, die die von den Usern meistgenutzten Pfade durch die Site aufzeigen.

Noch wichtiger, gerade für eCommerce-Anbieter, ist das ROI-Tracking. Dabei lässt sich im Detail auswerten, wie viel Umsatz die Leser einer bestimmten Newsletter-Ausgabe dem Werbetreibenden gebracht haben. Die Auswertungen lassen sich auf Wunsch bis auf einzelne Produktkategorien, Ländermärkte o.ä. herunterbrechen.

Gutes Rüstzeug ist wichtig

Natürlich lassen sich solche Auswertungen nicht via Outlook realisieren. Um die geballten Vorzüge des E-Mailmarketing voll auszuschöpfen, sollten Sie sich für eine professionelle Softwarelösung oder für einen erfahrenen und seriösen Dienstleister entscheiden.
Der Vorteil gegenüber dem Kauf einer Lizenzsoftware: Die Dienstleister kümmern sich um die in Zeiten steigenden Spam-Aufkommens immer wichtiger werdenden guten Beziehungen zu den großen Providern. Dadurch soll Sorge getragen werden, dass ein möglichst großer Prozentsatz der versendeten E-Mails auch in den Postfächern der Empfänger ankommt.

Auf jeden Fall sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Software bzw. Ihres Dienstleisters darauf achten, dass ausreichende Funktionalitäten für die Erfolgsmessung und -auswertung zur Verfügung stehen.

"6 Schritte zum erfolgreichen E-Mailmarketing" - das wars. Ich hoffe, Sie konnten den Ausführungen die eine oder andere hilfreiche Anregung entnehmen.




Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.


Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick

6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (5)

Rückläufer

Wie Sie wissen, ist E-Mail ein sehr schnelles Medium. Deswegen werden die Empfänger Ihrer Mailings auch unmittelbar nach Start des Versands aktiv werden: Sie werden (hoffentlich rege) Ihr Mailing öffnen, es lesen, auf die Links klicken und schließlich auf Ihrer Website Informationen anfordern, kaufen o.ä. Dies war schließlich Ihr Ziel beim Versand Ihres Mailings.

Sie werden aber feststellen, dass nach dem Versand eine (im Vergleich zur Versandmenge allerdings relativ kleine) Menge von E-Mails wieder bei Ihrem Mailserver bzw. in Ihrer E-Mailmarketing-Software eintreffen wird. Dabei handelt es sich um so genannte "Rückläufer".

Während Rückläufer bei postalischen Mailings stets dauerhaft nicht mehr erreichbare Adressaten bedeuten, können Rückläufer im E-Mailmarketing verschiedene Ursachen haben. Im folgenden beschreiben wir die häufigsten Fälle und geben Tipps zum richtigen Umgang.

Sie brauchen keine Angst zu haben, händisch Tausende von E-Mails bearbeiten zu müssen. Die meisten professionellen E-Mailmarketing-Softwares sind so programmiert, dass sie einen Großteil der Rückläufer automatisch der passenden Kategorie zuordnen und entsprechend voreingestellter Regeln damit verfahren.

Bounces

Wenn eine E-Mail dem gewünschten Empfänger nicht zugestellt werden kann, spricht man von einem "Bounce". Der Mailserver, der das E-Mailpostfach des (nicht erreichbaren) Empfängers verwaltet, sendet dann eine automatisch generierte E-Mail zurück, in der er mitteilt, dass er die E-Mail nicht zustellen konnte. Es wird in diesen Fällen nach "Hard Bounces" und "Soft Bounces" unterschieden.

Hard Bounces sind E-Mailadressen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder erreichbar sein werden. Das ist z.B. der Fall, wenn ein Arbeitnehmer sein Unternehmen verlässt und daraufhin sein E-Mailkonto geschlossen wird. Oder wenn ein Privatnutzer mit seinem Postfach von web.de zu GMX wechselt.

Nur in ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Mailserver falsch konfiguriert ist und der User folglich beim nächsten Versand wieder erreichbar ist. Deswegen sollte die E-Mailmarketing-Software so eingestellt sein, dass E-Mailadressen spätestens nach dem zweiten oder dritten Hard Bounce nicht mehr angeschrieben werden.

Das hat zwei gute Gründe: Erstens spart es Ihnen Geld, da die meisten Anbieter von E-Mailmarketing-Dienstleistungen pro versandter Mail abrechnen. "Tote" E-Mailadressen anzuschreiben, verursacht also unnötige Kosten. Zweitens haben die Provider im Rahmen ihres Kampfes gegen den Spam ein genaues Auge darauf, wer wie viele Mails an inaktive Accounts auf ihren Mailservern sendet. Dies deutet nämlich auf einen ungepflegten Verteiler und somit auf einen potentiellen Spammer hin. Wenn Sie nicht im falschen Licht dastehen möchten, sollten Sie also auf die Hard Bounces achten.

Bei Soft Bounces handelt es sich in den meisten Fällen nur um temporär nicht erreichbare E-Mailadressen. Ein gutes Beispiel sind übervolle Postfächer. Dies tritt oft dann auf, wenn User von FreE-Mailern (GMX, web.de etc.) verreist sind und in ihrer Abwesenheit mehr E-Mails erhalten, als ihr Postfach fassen kann. Dann wird jede weitere ankommende Mail vom Mailserver des Providers mit einem entsprechenden Kommentar zurückgesandt.

Da davon auszugehen ist, dass in einem solchen Fall der Empfänger sein Postfach nach seiner Rückkehr umgehend leeren wird, sollte man solche Adressen ruhig weiterhin anschreiben. Es ist aber sinnvoll, ein Limit festzulegen, also z.B. nach zehn erfolglosen Versuchen den Empfänger nicht mehr anzumailen. Schließlich kann es sich auch um ein "verlassenes" Postfach handeln, dessen Besitzer zu einem anderen Provider gewechselt ist, ohne sich beim bisherigen abzumelden.

Autoresponder

Autoresponder sind sicher jedem bekannt. Es handelt sich um automatische Antworten auf eingehende E-Mails. Der häufigste Fall ist die Abwesenheitsnotiz: "Ich bin bis zum 27.12. im Urlaub und werde Ihre E-Mail nach meiner Rückkehr beantworten."

Da es sich bei Autorespondern nur um ein "temporäres Phänomen" handelt, brauchen Sie sich um diese Kategorie von Rückläufern nicht weiter zu kümmern.

"Echte" Antworten

Neben all den automatisch generierten Antworten wird ein kleiner Prozentsatz der E-Mails, die zurückkommen, wirklich von Ihren Empfängern stammen. Es kann sich dabei z.B. um Anfragen ("Gibt es den angebotenen Pullover auch in Größe 42?") oder Abbestellwünsche ("Bitte löschen Sie mich aus Ihrem Verteiler!") handeln.

Im Normalfall ist eine solche Kontaktaufnahme über den "Antworten"-Button gar nicht gewünscht: Für Anfragen ist das Callcenter oder das Kontaktformular auf der Website da, und abbestellt wird über den Link am Ende Ihres Newsletters. Während sich ein Großteil der Empfänger auch daran halten wird, können Sie nicht davon ausgehen, dass alle User diesen Gepflogenheiten entsprechen.

Deswegen ist es sinnvoll und notwendig, dass die Rückläufer auf solche manuellen Antworten überprüft werden. Wenn Sie eine eigene Software einsetzen, können Sie das selbst erledigen. Falls nicht, sollten Sie Ihren Dienstleister beauftragen, die Mails für Sie zu bearbeiten oder aber sie zu Ihnen weiterzuleiten. So oder so sollte kurz nach dem Versand (im Optimalfall auch öfters) jemand die Rückläufer bearbeiten und entsprechend reagieren - nämlich User mit Abbestellwunsch aus dem Verteiler austragen und sonstige Anfragen bearbeiten bzw. an den zuständigen Mitarbeiter weiterleiten.

Soweit der Überblick zum Umgang mit Rückläufern. In der sechsten und letzten Folge klären wir, wie Sie den Erfolg Ihrer Mailings messen und auswerten.



Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.


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