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6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (4)

Testing und Versand

Testmail

Bevor Sie Ihr Mailing auf den Weg schicken, sollten Sie es unbedingt testen. Einige Maßnahmen sind in diesem Rahmen Pflicht, die anderen Kür.

In Outlook (oder anderen Mailprogrammen) werden E-Mails oft anders dargestellt als im Browser oder im Vorschaufenster der E-Mailmarketing-Software. Senden Sie deshalb nach dem Erstellen des Mailings eine Testmail an Ihre eigene Adresse. Prüfen Sie die Mail auf Herz und Nieren: Werden alle Bilder angezeigt? Ist die Rechtschreibung korrekt? Kommt jeder Link bei der gewünschten Adresse an?

Falls viele Ihrer Empfänger Postfächer bei FreE-Mailern wie GMX, web.de oder Freenet haben (das ist im Bereich B2C fast immer der Fall), kann es sinnvoll sein, wenn Sie sich ebenfalls eine E-Mailadresse bei diesen Anbietern besorgen. Sie können dann an jeden dieser Accounts eine Testmail senden und die Darstellung überprüfen, indem Sie sich nacheinander über Ihren Browser bei den diversen Anbietern einloggen.

Sollte Ihnen beim Testen Verbesserungspotential auffallen, so sollten Sie in eine weitere "Runde" gehen, sprich: die Fehler ausbügeln und die Testmail noch einmal losschicken.

A/B-Testing

Dies ist die hohe Schule. Nachdem Sie sichergestellt haben, dass Ihre Mails so ankommen, wie Sie es sich vorgestellt haben, könnten Sie einen Schritt weiter gehen und die Reaktionen Ihrer Empfänger auf unterschiedliche Versionen des Mailings testen.

Zu diesem Zweck werden zwei oder mehr Varianten des Mailings erstellt, die jeweils voneinander abweichen. Z.B. könnte jede E-Mail eine andere Betreffzeile haben. Oder Sie variieren die Länge des Inhalts, indem Sie Inhaltsblöcke bzw. Angebote hinzufügen bzw. entfernen. Im Prinzip können Sie alle Parameter verändern, die Sie für Response-relevant halten.

Wenn Ihnen dann mehrere unterschiedliche Versionen vorliegen, versenden Sie jede an einen kleinen Teil Ihres Gesamtverteilers. Testen Sie beispielsweise fünf Varianten, könnten Sie jede an zwei Prozent Ihres Pools versenden, so dass Sie insgesamt zehn Prozent Ihrer Empfänger angeschrieben haben.

Jetzt warten Sie, bis relevante Messergebnisse vorliegen. Das ist bei E-Mailkampagnen ja meist schon am nächsten Tag der Fall. Sie werten dann aus, welches Mailing am besten funktioniert hat - und schicken den restlichen 90 Prozent Ihres Verteilers genau diese Version! Auf diese Weise lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand zum Teil erhebliche Steigerungen in der Response erzielen.

Wie versenden - Full Service, Lizenz oder ASP?

In den vorigen Absätzen sind wir davon ausgegangen, dass Sie bereits über eine Möglichkeit verfügen, Massen-E-Mails zu versenden. In Wirklichkeit ist die Auswahl der geeigneten Software bzw. des geeigneten Dienstleisters aber der erste Schritt, den viele "Neulinge" im Bereich E-Mailmarketing angehen. Zu Recht, da ein seriöser Dienstleister dann bei allen weiteren Fragen rund ums Thema digitales Dialogmarketing Rede und Antwort stehen kann.

Grundsätzlich stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung. Die erste ist, sich für einen Dienstleister zu entscheiden, der Ihnen alle anfallenden Arbeiten abnimmt. Im Regelfall wird er zuerst einmalig eine Vorlage (Template) für Ihre Mailings erstellen. Dann führt er bei jedem Mailing alle relevanten Schritte durch: Er integriert den von Ihnen gelieferten Content (Texte und evtl. Bilder) in das Template und schickt es Ihnen zur Freigabe. Ist diese erteilt, erfolgt der Versand an Ihren Verteiler. Danach kümmert sich der Dienstleister um die sogenannten Rückläufer (Unzustellbarkeitsmeldungen, "Bin-im-Urlaub"-Mitteilungen, persönliche Anfragen etc.) und stellt Ihnen schließlich ein aussagekräftiges Reporting zur Verfügung, dem Sie entnehmen können, wie gut Ihr Mailing funktioniert hat.

Alternativ können Sie sich auch eine E-Mailmarketing-Software kaufen und diese bei sich installieren. Der Versand erfolgt dann also über Ihren eigenen Mailserver bei Ihrem Internet-Provider.

Bei der in Deutschland meistgenutzten Versandform handelt es sich um eine "Mischform" der beiden gerade geschilderten Versandmethoden. Beim E-Mailversand über eine sogenannte "ASP-Software" können Sie, wie beim Lizenzmodell, alle Funktionen der Software selbst bedienen - obwohl sie auf dem Server des E-Mailmarketing-Dienstleisters läuft. Sie können diese Software komplett über Ihren Webbrowser steuern. Eine Installation bei Ihnen ist nicht nötig, so dass keine Kosten für Hard- und Software anfallen. Weiter Vorteil: Da die Software vom Anbieter zentral gepflegt wird, steht Ihnen bei jedem Login die aktuellste Version samt aller Updates zur Verfügung.

Empfehlungen

Wofür Sie sich entscheiden, hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. von Ihrer Erfahrung, Ihrem Budget und Ihren personellen Ressourcen.

Ist E-Mailmarketing für Sie relativ neu, raten wir Ihnen, mit einem Fullservice-Dienstleister zu starten. Er kann Ihnen viele Stolpersteine ersparen.

Haben Sie einen sehr kleinen Verteiler (wenige Hundert Adressen) und/oder ein sehr enges Budget, kann eine Lizenzsoftware sinnvoll sein, da hier nur einmalige Kosten auf Sie zukommen.

Wenn in Ihrer Marketing- oder Online-Abteilung ein zuverlässiger Mitarbeiter für die Durchführung Ihrer Mailings bereitsteht, empfehlen wir den Einsatz einer ASP-Software.

In Zeiten von Spam und überquellenden Postfächern wird ein Punkt immer wichtiger: "ISP Relations". Damit ist gemeint, dass ein Unternehmen, das E-Mails für Marketingzwecke einsetzt, sicherstellen muss, dass die versendeten E-Mails auch im Postfach des Empfängers ankommen. Dies lässt sich nur realisieren, indem man ständigen Kontakt mit allen relevanten Providern hält, die ja die Herren über die Postfächer sind, vor denen sie als "Türsteher" diverse Spamfilter postiert haben.

Es gilt daher, diese Provider davon zu überzeugen, dass die eigenen E-Mails allen rechtlichen Kriterien entsprechen, dass also z.B. die Erlaubnis der User für den Empfang vorliegt. Gelingt dieses Vorhaben, setzen die Provider das Unternehmen auf die "Whitelist". Die Mails derjenigen Versender, die auf dieser Liste stehen, gelangen im Regelfall ohne Probleme in das Postfach der Empfänger. Alle anderen Mails laufen Gefahr, von den Spamfiltern fälschlicher Weise für "Werbemüll" gehalten und weggefiltert zu werden.

Dieses Schicksal ereilt nach neueren Untersuchungen bereits einen zweistelligen Prozentsatz aller Permission-basierten (also "guten") E-Mails. Daran lässt sich die Wichtigkeit der "ISP Relations" ermessen. Da die meisten Unternehmen aber nicht über die nötigen personellen Ressourcen verfügen, um diese Aufgabe dauerhaft erfolgreich auszuführen, empfehlen wir Ihnen, sich für einen Fullservice- oder ASP-Anbieter zu entscheiden. Meist gibt es hier einen dedizierten Ansprechpartner, der sich professionell des Themas annimmt, so dass Sie dies nicht selbst tun müssen. Schließlich ist die Zustellbarkeit der E-Mails das Kapital aller E-Mailmarketing-Dienstleister.

Dies beschließt meine Ausführungen zum Thema "Testing und Versand". Die fünfte Folge beschäftigt sich mit dem Themenblock "Rückläufer".




Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.


Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick

6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (3)

Das Mailformat

Eine wichtige Entscheidung gilt es hinsichtlich des Formats der E-Mail zu treffen: Hier stehen (neben Sonderformaten) primär Text, HTML und Multipart zur Verfügung.

Mails im Textformat bestehen, wie der Name schon sagt, ausschließlich aus Text. Fotos, Logos oder andere Designelemente sind hier nicht möglich. Soll das Mailing der Übersichtlichkeit halber eine gewisse Gliederung erhalten, so müssen Trennlinien eingefügt werden, die sich aus "Sonderzeichen" zusammensetzen, z.B. "+" oder "-".

Ein Vorteil von Textmails gegenüber anderen Formaten ist die kürzere Produktionszeit: Außer einem Texter werden zur Fertigstellung eines Newsletters keine Kreativen benötigt, da keine Bildelemente etc. erstellt werden müssen.

Dem gegenüber stehen die nicht zu verachtenden grafischen Möglichkeiten, die das HTML-Format bietet. Es gestattet u.a. die Verwendung von Bildern, Farben, gefetteter Schrift etc., wie man sie von Webseiten kennt.

Weiterer Vorteil von HTML-Mails: Die teilweise kryptischen Zieladressen von Links lassen sich "verstecken".

Am interessantesten sind aus Marketing-Gesichtspunkten aber mit Abstand die "Performancewerte" der beiden Formate. Hier ist HTML klar im Vorteil: Studien haben gezeigt, dass die Anzahl der User, die auf einen Link in einem HTML-Mailing klicken, bis zu viermal so hoch ist wie bei einem reinen Text-Mailing!

Sollten Ihre Mailings eher auf Kundenbindung ausgerichtet sein und nicht primär auf Klicks und die Generierung von Verkäufen abzielen, so fällt dieser Vorteil von HTML-Mails natürlich nicht so sehr ins Gewicht, wobei auch hier ein aufgeräumtes Layout dem User das Lesen der Inhalte erleichtert.

Wir hatten eingangs ein drittes Format erwähnt: Multipart. Dabei handelt es sich um eine Mischform, bei der in einer E-Mail sowohl ein Text- als auch ein HTML-Bestandteil enthalten sind. Der Mailempfänger bekommt davon nichts mit, da ihm stest nur eine der beiden Versionen angezeigt wird. Im Normalfall ist das die HTML-Version. Nur, wenn es sich um eine alte E-Mailsoftware handelt oder der User den Empfang von HTML-E-Mails in den Einstellungen seiner Software deaktiviert hat, wird die Textversion angezeigt.

Dieses Format möchten wir Ihnen empfehlen.

Sie können natürlich einen Schritt weitergehen und Ihre User direkt zum Zeitpunkt des Newsletterabos fragen, ob sie Ihre Mails im Text- oder HTML-Format lesen möchten. Dies lässt sich auf einer Webseite einfach durch Ankreuzkästchen realisieren. Liegen Ihnen diese Informationen vor, können Sie beim Versand Ihrer E-Mails gezielt auf die Userwünsche eingehen und so das optimale Ergebnis erzielen.

Die Inhalte: erwartet, relevant, persönlich

Kümmern wir uns nun um die eigentlichen Inhalte Ihrer Mailings. Seth Godin, der den Term "Permission Marketing" geprägt hat, postuliert, E-Mailkommunikation müsse

erwartet
relevant
persönlich


sein, um ihre maximale Wirkung zu entfalten. Das können Sie auf folgende Arten erreichen:

erwartet: Stellen Sie sicher, dass Ihnen von jedem Empfänger die Einwilligung zum Erhalt Ihrer Mailings vorliegt (s. Folge 1). Wenn der User Ihren Newsletter aktiv abonniert, können Sie davon ausgehen, dass er Ihre Mails erwartet und nicht - zu Unrecht - als Spam empfindet.

relevant: Eine E-Mail ist dann relevant für den User, wenn sie die Inhalte enthält, die ihn interessieren. Ihr Newsletter sollte dem User also auch das liefern, was er beim Abo auf Ihrer Website "bestellt" hat.

persönlich: E-Mailkommunikation lässt sich ohne großen Aufwand personalisieren. Die einfachste Möglichkeit ist die, den Empfänger mit Namen anzusprechen ("Sehr geehrter Herr Müller..."). Dies leistet jede gute E-Mailmarketing-Software. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Verteiler die entsprechenden Datenfelder aufweist.

Dies ist aber nur der Anfang: Sie können die Personalisierung verstärken, indem Sie dem Empfänger bestimmte Inhalte nur dann anzeigen, wenn er einem festgelegten Profil entspricht. So ist es möglich, Weißweinfreunden in einem Wein-Newsletter Sonderangebote für weißen Wein und Rotweintrinkern solche für roten anzuzeigen.

Die Hohe Schule: Closed Loop Marketing

Die dafür benötigten Informationen über den User können Sie entweder auf Ihrer Website abfragen, wenn sich der User für den Newsletter anmeldet - oder Sie können Sie von Ihrer E-Mailmarketing-Software automatisch "erheben" lassen. Wie wir in einer der nächsten Folgen sehen werden, lassen sich beim E-Mailmarketing diverse Kennzahlen sehr einfach messen, u.a. die Öffnungsrate und die Klickrate, aber auch das Kaufverhalten der Newsletterleser. So wäre es beispielsweise möglich, dass Sie einen bestimmten Textblock einem Empfänger nur dann anzeigen, wenn er im vorletzten Newsletter auf den dritten Link von oben geklickt hat.

Auf diese Weise entsteht quasi ein geschlossener Kommunikationskreislauf (Fachbegriff "Closed Loop Marketing"), der dafür sorgt, dass Sie Ihre Empfänger Stück für Stück besser kennen lernen. Dies ist die Hohe Schule des E-Mailmarketing.

Die Abbestellmöglichkeit

Jede E-Mail, die Sie verschicken, sollte ganz unten (unter Ihrer Grußformel und dem Firmennamen) eine Abmeldemöglichkeit enthalten. Schließlich wollen Sie Ihren Newsletter ja nur solchen Empfängern schicken, die nach wie vor Interesse am Erhalt haben. Deswegen darf ein Satz wie "Sollten Sie unseren Newsletter nicht mehr erhalten wollen, klicken Sie bitte hier, um sich abzumelden." auf keinen Fall fehlen.

Wenn Sie bisher eher klassisches Direktmarketing betreiben, mag es Ihnen unsinnig erscheinen, die User, deren E-Mailadressen Sie so mühevoll gesammelt haben, wieder "ziehen zu lassen". Im E-Mailmarketing sind die Nutzer aber an eine solche Abmeldefunktion gewönnt und werden schnell ärgerlich, wenn sie Newsletter, die sie nicht mehr lesen möchten, weiterhin regelmäßig erhalten.

Dies beschließt meine Ausführungen zum Inhalt erfolgreicher Mailings. Die vierte Folge beschäftigt sich mit dem Themenblock "E-Mailversand".



Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.


Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick

6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (2)

Der Einfluss von Absender und Betreff

Wenn es um das Verfassen von Marketing-E-Mails (im Folgenden vereinfachend als "Newsletter" bezeichnet) geht, so denken die meisten sofort an den Inhalt der Mails. Dieser ist ohne Zweifel wichtig. Es gibt aber einige Faktoren, die ebenso maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg eines Mailings entscheiden können.

Denn noch bevor der Empfänger den Inhalt einer E-Mail zu sehen bekommt, gilt es für ihn, eine Entscheidung zu treffen: Öffne ich die E-Mail - oder nicht?

Jeder klagt in Zeiten von Spam über sein bis zum Anschlag gefülltes E-Mail-Postfach. Der Anteil der "Müllmails" am E-Mailaufkommen wird von Jahr zu Jahr höher. Um so wichtiger ist es, dass Sie die richtigen Schritte unternehmen, damit Ihre E-Mail als erwünscht erkannt und dann auch geöffnet wird.

Der Absender

Der erste relevante Faktor ist die Absenderkennzeichnung. Sie erscheint in der E-Mailsoftware des Users in der Regel direkt neben der Betreffzeile und zeigt an, von wem die E-Mail versandt wurde.

Beispiel Microsoft Outlook: Im Posteingang sieht der Empfänger zuerst den Absendernamen, beispielsweise "Mustermann GmbH". Erst die Einzeldarstellung der E-Mail offenbart die komplette Absenderadresse, z.B. "Mustermann GmbH [newsletter@mustermann.de]".

Da schon im Posteingang über das weitere Schicksal Ihrer E-Mail entschieden wird, sollten Sie hier eine Bezeichnung wählen, die den Empfängern Ihres Newsletters geläufig ist. Am häufigsten wird, wie im obigen Beispiel, der Firmenname verwendet.

Sehr wichtig: Nachdem Sie sich auf eine Absender-E-Mailadresse ("newsletter@mustermann.de") festgelegt haben, sollten Sie sich bemühen, diese nie wieder zu ändern. Der Hintergrund: Immer mehr E-Mails bleiben in Filtern hängen, weil die Empfänger ihre Software so eingestellt haben, dass nur E-Mails von Absendern durchgelassen werden, die dem Empfänger bekannt sind. "Bekannt" heißt in diesem Fall, dass der Absender sich im persönlichen Adressbuch oder auf der sog. "Buddyliste" des Users befindet.

Es muss Ihr Ziel sein, bei möglichst vielen Usern auf diese Listen zu gelangen. Sind Sie dort einmal verzeichnet, würde die Änderung der Adresse Ihre ganze Mühe zunichte machen, da die E-Mailsoftware Sie dann erneut als Unbekannten betrachten würde.

Falls Sie Ihre Newsletter von einem externen Dienstleister versenden lassen, sollten Sie sicherstellen, dass jedes Mal dieselbe Absender-E-Mailadresse zum Einsatz kommt. Manche Dienstleister verwenden nämlich dynamisch erstellte Adressen, was in diesem Zusammenhang nicht optimal ist.

Der Betreff

Thema Betreffzeile: Wählen Sie sie so, dass sie a) kurz das Hauptthema des Newsletters anreißt und b) dem Empfänger Lust auf mehr macht. Unbestritten - die Betreffzeile "Mustermann-Newsletter Ausgabe 5 vom 17. September 2006" schafft Wiedererkennungswert. Aber verleitet sie den Empfänger auch dazu, die Mail zu öffnen? Besser wäre hier z.B. "Frühlingsaktion: 20% Rabatt auf alle Radlader".

Für die Länge der Betreffzeile gilt: Mit 45 Zeichen sind Sie auf der absolut sicheren Seite und können davon ausgehen, dass Ihr Betreff in so gut wie jedem E-Mailprogramm vollständig angezeigt wird. Allerdings bleibt in diesem Fall nicht allzu viel Gestaltungsspielraum. Wenn Sie sich also auf eine Maximallänge von 60 Zeichen festlegen, so können Sie davon ausgehen, dass die meisten User auch diese Betreffzeile komplett werden lesen können.

Letzer Punkt zum Thema "äußere Form": Dateianhänge ("Attachements"). Sicherlich haben Sie in Ihrem beruflichen Alltag E-Mail als sehr effiziente und schnelle Methode für den Austausch von (digitalen) Dokumenten aller Art kennen gelernt. Was spricht also dagegen, einfach an den nächsten Newsletter die brandneue Firmenbroschüre im PDF-Format anhängen?

Dagegen spricht, dass viele User noch immer über sehr langsame Internetverbindungen online gehen. Das Herunterladen eines mehrere hundert Kilobyte großen Attachments kann dann gut und gerne einige Minuten dauern. Neben der verlängerten Wartezeit, die erfahrungsgemäß stets einige User "nervt", spielen natürlich auch die Kosten des Empfängers eine Rolle.

Des Weiteren sind Attachements als potentielle Überträger von Viren, E-Mailwürmern und anderen "Schädlingen" bekannt und werden von vielen Usern deshalb mit Argwohn betrachtet bzw. von vielen Filterprogrammen geblockt.

Unser Tipp: Setzen Sie Attachements nur bei Mailings an kleine Gruppen ein, deren Empfänger Ihnen persönlich bekannt sind (z.B. Ihre Kollegen).

Dies beschließt meine Ausführungen zur äußeren Form erfolgreicher Mailings. Die nächste Folge hat als Thema die "inneren Werte", also den eigentlichen Inhalt der E-Mails.



Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.


Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick

Grau is alle Theorie, maßgebend is auffen Platz!

Die Deutsche Post erfreut den geneigten Marketingleiter mit dem 8 MB und 153 Seiten starken PDF "Direkt Marketing Monitor Studie 18". Somit sollten anstehende Überstunden zu Gunsten des Unternehmens keiner Rechtfertigung bedürfen.

Der absatzwirtschaft wars eine Meldung wert:

Der direkte Kundendialog ist die wichtigste Werbeform
Deutsche Unternehmen stecken mehr als zwei Drittel ihrer Werbeetats in den direkten Dialog mit dem Kunden. Das zeigt eine Studie, die die Deutsche Post veröffentlicht. Seit 2002 gehen die Gesamtausgaben für Dialogmarketing-Maßnahmen erstmals ebenso leicht zurück wie die Zahl der Unternehmen, die Dialog Marketing nutzen.

Dabei sind die durchschnittlichen Ausgaben in den Unternehmen, die Dialogmarketing einsetzen, gestiegen. Insgesamt investierten Unternehmen in 2005 31,7 Milliarden Euro in den direkten Kundendialog. Die Dienstleister, Spitzenreiter im Dialog mit dem Kunden, steigerten ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich um 28 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro.


Wer´s statt statistisch lieber kurz, knapp, effektiv und wirkungsstark mag, dem sei der aktuelle Newsletter vom Guru Gerold Braun ans Herz gelegt: E-Mails schreiben, die gelesen werden.
Taucht zwar weniger als Arbeitsnachweis, könnte aber helfen Geld zu verdienen.

fürn Stundenzettel - oder - fürs Konto

oder noch besser: Arndt + Braun, gleich 2 Gurus:

Kennen? Können!

So sagt unser Wortführer ja immer wieder gern. Auf ähnlicher Spur (Unterschied zwischen Wissen und Machen) fährt der OnlineShopBerater und beschreibt den Erfolg eines extrem simplifizierten E-Mail-Newsletters:
Kürzlich erlebt: eine simple 5-zeilige Textemail schlägt den (schon hochoptimierten) HTML-Newsletter des Onlineshops um das 5-fache.


Der "Schuh des Monats"

Auf dem Höhepunkt der „New Economy“-Ära wurde dem klassischen, stationären Einzelhandel (spöttisch „brick and mortar“ benannt) schon der nahe Tod vorhergesagt. Was dann folgte, war ein Umschlagen des Pendels ins andere Extrem. Den meisten Geschäftsmodellen der Internetfirmen wurde alles andere als ein langes Leben prophezeit.

Beides ist natürlich quatsch. Sowohl das Internet als auch der gute alte Fachhandel haben ihre eigene Berechtigung. Wichtig ist, dass man das jeweilige Geschäftsmodell professionell umsetzt. Richtig gut wird die Sache, wenn man sich der Stärken der On- und der Offline-Welt bedient.

Da ist z.B. ein alteingesessenes Schuhgeschäft in Dissen am Teutoburger Wald (111 Jahr alt). Penibel sammelt die Geschäftsführerin die Email-Adressen (selbstverständlich wird zuvor die „Permission“ eingeholt) von den Kunden und Freunden des Hauses. Einmal im Monat wird dann zielgruppengerecht der „Schuh des Monats“ nebst Foto per Email in den elektronischen Briefkasten der Kunden befördert und das mit bemerkenswertem Erfolg. Nach meinem Geschmack mit zu großem Erfolg, weshalb ich den „Schuh des Monats“ immer gleich weglösche, bevor meine Frau die Email liest!

Email-Newsletter sind heute oft eher ein Kreuz für die Empfänger. Aber eine Email vom Einzelhändler um die Ecke das ist noch etwas Besonderes. Das Beispiel zeigt, dass auch der klassische Einzelhandel von den Methoden der amazons und ebays dieser Welt profitieren kann und keine Angst haben muss vor der Online-Welt!

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