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Welche Web 2.0-Portale Online-Marketer kennen

Jetzt ist die Befragung fertig ausgewertet: Knapp zweitausend Online-Marketer haben verraten, welche Portale sie kennen und nutzen. Wenig überraschend: Jüngere sind aktiver als Ältere. Interessant: Jüngere teilen ihr Wissen bereitwilliger mit anderen als Ältere. Um den Faktor zwei bis vier mehr Mitglieder haben Social Bookmarking-Dienste bei den Jungen. Ansonsten viele Zahlen, die sich jeder selbst ansehen mag. Unter anderem hat es Konstantin Guericke schwer, wenn er jetzt Lars Hinrichsen einholen will: dreimal bekannter ist openBC als der US-Konkurrent LinkedIn. Der Börsentrubel wird den Abstand sicher noch vergrößern. Aber was wäre wohl herausgekommen, wenn wir nur nach Tching, Ksing oder Crossing statt nach openBC gefragt hätten? Wie wichtig die Präsenz in den Massenmedien ist, hat der YouTube-Verkauf gezeigt: Nur wenige kennen das Videoportal Sevenload und auch MyVideo liegt deutlich hinter dem US-Marktführer. Hier die Portale, die mehr als die Hälfte der Befragten kennen:

Wikipedia kennen 96,5%
YouTube kennen 87,7%
openBC kennen 81,1%
Myspace kennen 75,3%
blog.de kennen 69,7%
Blogger kennen 68,0%
Flickr kennen 65,5%
StayFriends kennen 60,4%
MyVideo kennen 59,6%

Alle anderen Details mit mehr oder weniger gewagten Interpretationen stehen in unseren beiden Pressemitteilungen zu Web 2.0-Bekanntheitsgrad und Web 2.0-Altersunterschieden.

Und noch was: Natürlich verschlafen nicht alle Oldies Web 2.0, sondern halt nur mehr als bei den Youngsters. Also bitte keine bösen Kommentare zu der Headline – ich bin selbst auch deutlich über vierzig. Und eines kam ja auch raus: Zumindest beim Lesen von Blogs gibt es keinen Altersunterschied – die lesen alle gleich gerne.

Drei, zwei, eins, keins?

Also, wenn ich manchmal ganz viel Zeit habe, oder wenn ich mich einfach nicht so gut konzentrieren kann, dann surf ich auf Unternehmensseiten. Und schau mir an, was bei denen so im Pressebereich steht. Wenn sie einen haben. Und der auch mit Inhalt gefüllt ist. Vorhin habe ich mal wieder bei eBay vorbeigeschaut. Und es trieb mir die Tränen in die Augen. Denn die Mitgliederporträts dort sind wirklich herzzerreißend.

Zum Beispiel Hochzeitspaar Alexandra und Michael Schindler aus Wuppertal. Ganz zufällig ein Paar, das sich alles, was man so für das Fest der Feste benötigt, auf eBay gekauft hat. Kranz, Schleier und der schicke, weiße Anzug, alles mit der Drei-Zwei-Eins-Masche erworben, oder?

Sie hatten Schleier, Brautkleid und -collier, Schuhe für den Bräutigam, Ringkissen, Frack für den Sohn, Kleider für die Töchter, Brauthandschuhe, Tischdekoration sogar die Haarnadeln für die Hochsteckfrisur, Rosenblätter, Tortendekoration und Ballons in Herzform bei eBay gekauft. Dank ihrer gezielten Suche, die sich manchmal sogar auf die US-amerikanischen Seiten des Online-Marktplatzes erstreckte, blieb kein Wunsch offen. Fasziniert waren die beiden nicht nur von der Angebotsvielfalt, sie hatten außerdem auch eine Menge Spaß beim Bieten rund um den Globus. Bezahlt hat das Paar möglichst immer per PayPal, dem Online-Zahlungsservice von eBay oder per Überweisung.


Brav, die beiden. Haben immer alle eBay-Services genutzt. Komisch, dass Journalisten, die Kontakt aufnehmen möchten, erstmal an eine e-mail-Adresse anwenderberichte@ebay.de schreiben sollen. Sind das denn die echten Schindlers? Oder gibt es die Schindlers vielleicht gar nicht? Könnte ja auch dem Hirn eines ganz fleißigen eBay-Mitarbeiters entsprungen sein. Son schickes Hochzeitsfoto kann man dann auch noch organisieren. Fakes gibt es ja bei eBay genug.
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Frauenglück?

Lassen wir mal alle privaten Gedanken außen vor, aber ich denke, die neue Online-Kampagne von Max Factor (UK) trägt den Wünschen der modernen Frau an eine Partnerschaft in all ihren Facetten Rechnung:

- Er macht stoisch die immer gleichen Komplimente.
- Sein 3-Tage-Bart kratzt nicht.
- Sie kann ewig keimfrei mit ihm küssen.
- Er macht stoisch die immer gleichen Komplimente ...

Bitte sehr, wem's gefällt:










Die Aktion der Schweizer Tourismuszentrale gefiel mir da besser ...


BILDblog - bitte übernehmen Sie!

Einen Link zu setzen macht keinen Sinn, denn die Hompeage von Bild Online wird doch ständig aktualisiert. Deshalb hier ein Ausschnitt von eben: ein Juwel!


Kündigung (Kein toller Hecht)

Sehr geehrter Herr Herold,

hiermit beende ich meine Mitarbeit. Ich bin ein international mehrfach ausgezeichneter Werbetexter und Konzeptioner und es als solcher gewohnt, nur mit den Besten zusammen zu arbeiten, denn nur so sind beste Ergebnisse zu erzielen. Dies scheint auf Sie nicht zuzutreffen, wie ich mit großem Bedauern der E-Mail entnehmen muss, die mir gestern Abend zugespielt wurde:
Der TV-Moderator Jörg Thadeusz hat (...) auf der online marketing düsseldorf 2006 (OMD) umgehört. "Wo sind sie denn, die aktuellen Trends im Online-Marketing" hat er die Großen der Branche gefragt.

Unter den "Großen der Branche" sind Sie nicht aufgeführt. Und auch in seiner Video-Reportage, in der er mit
"Charme und der gewohnten Portion Witz (...) dem Motto der diesjährigen OMD "Die dicksten Fische fängt man im Netz" nachgegangen"
ist, kommen Sie nicht vor.

---
Wissen Sie, was ich denke? Ich bleibe doch.
Begründung: Die Portion Witz war so groß, da blieben mir die Lacher im Halse stecken.

In der Überschrift des Introtextes der o. g. Website heißt es, JT gehe angeln. Im Fließtext dann aber lichtet er die Anker und macht sich auf die Suche nach den Online-Trends. Eine wahre Flut maritimer Sprachbilder ...

Und was macht der an selbiger Stelle als "der bekannte Medien-Journalist und TV-Moderator" bezeichnete Herr Thadeusz? (Zwischenfrage: Was, bitteschön, ist ein Medien-Journalist? Ich vermute so was wie ein Rundkreis? Und vor allem, was ist das Gegenteil?) Bei dem Motto (zur Erinnerung: "Die dicksten Fische fängt man im Netz")? Ja, tatsächlich. Ja, er rennt mit einem Kächer vor der Linse herum. Das erinnert doch stark an eine Flunder ...

Nun, wie ich weiß, hat irgendein Wurm ja versucht, Sie Blog-Barracuda zu ködern (mit einer schlecht getarnten E-Mail). Das hatte allerdings nur einen Haken, was normalerweise ja gut bei einem Köder ist, aber halt nicht in dem Fall: Warum sollten Sie laichen, wenn man Sie zuvor nicht befruchtete bzw. Sie nicht um gegenseitige Befruchtung bat. Nein, nein, nein, um in der Vielfalt der sprachlichen Bilder mitzuhalten, als aalter Hase der Ichtologie haben Sie den Braten gerochen. So was nenne ich Fingerspitzengefühl.

Gut Holz und Waidmannsheil!

Der Wortführer
(Wolfsfisch im Schafspelz)

Guten Tag. Guten Tag. OMD.

Was hier im Blog mitunter nur schleppend funktioniert, da draussen in der realen Welt (sofern ein Besuch auf der OMD am Weltkindertag mit dieser Termina in Einklang zu bringen ist) funzt es gewaltig.

Der Claim des Wortführers (ans Revers gesteckt) ist ein Mega-Feedback-Amplifier, ein Kommunikationsbooster, ein Werbegeschenkeanlandzieher, ein Guten-Tag-Guten-Tag-bitte-blog-mich-Generator, gar ein Flirt-Multiplier (sogar mit nem Kopf wie dem meinen darüber).

Mal gucken, wie es am zweiten Tag weitergeht und ob es auch abends beim Latzenbier funzt.
Europadruck

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