Artikel mit Tag optivoSonntag, 10. Dezember 20066 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (6)
Erfolgsmessung und Optimierung
Warum messen? Keine andere Werbeform bietet derart vielfältige Möglichkeiten, die Effektivität einer Kommunikationsmaßnahme zu messen, wie das E-Mailmarketing. Während die Nutzung klassischer Medien durch den Verbraucher – und damit der Werbeerfolg – nur näherungsweise über Umfragen oder Stichproben festgestellt werden kann, lässt sich die Wirkung eines E-Mailings auf den Cent genau ermitteln. So können Sie u.a. feststellen, wie viele Empfänger eine bestimmte E-Mail geöffnet haben, wie viele von ihnen auf welchen Link geklickt haben, und sogar, wie viel Umsatz auf Ihrer Website daraus generiert werden konnte (falls ein Online-Shop angeschlossen ist). Es gibt viele gute Gründe für eine Messung aller relevanten Größen. An vorderster Stelle steht sicherlich die Kontrolle über den effektiven Einsatz der Werbegelder: Wenn Sie feststellen können, wie viel Umsatz Sie über ein Mailing generiert haben, wissen Sie auch, ob Sie die Kosten, die die Aktion verursacht hat, wieder hereinholen konnten. Mindestens genauso wichtig sind die gewonnenen Erkenntnisse aber für die ständige Optimierung Ihrer Maßnahmen. Stellt sich beispielsweise heraus, dass die Öffnungsrate steigt, wenn der Empfänger schon im Subject der E-Mail mit seinem Namen angesprochen wird, werden Sie diese Vorgehensweise sicher beibehalten. So lässt sich durch ständiges Anpassen einiger Parameter und die nachfolgende Messung der Veränderung der Empfängerreaktion Schritt für Schritt herausfinden, wie eine E-Mail aussehen muss, um größtmöglichen Erfolg zu haben. Noch einen bedeutenden Schritt weiter geht das "Closed Loop Marketing". Hierbei wird die Optimierung eines Newsletters bis auf die Empfängerebene fortgesetzt. Dies bedeutet, dass im Extremfall jeder Empfänger einen völlig anderen Newsletter erhält, der optimal auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Möglich wird dies erst durch die Messung der Aktionen (Öffnungen, Klicks, Käufe) des Empfängers. Sein gespeichertes Profil wird ständig durch die Messdaten ergänzt. Beim nächsten Newsletter können Sie dann darauf zurückgreifen. Stellen Sie z.B. fest, dass ein Empfänger häufig auf Produktangebote aus einer bestimmten Kategorie klickt, ist es ein Leichtes, diesem Empfänger in der nächsten E-Mail automatisch ein passendes Angebot zu unterbreiten. Durch die ständige Wiederholung von Useraktion, Messung und Anpassung der Angebote entsteht ein geschlossener Kreislauf ("Closed Loop"), durch den Sie Ihren Empfänger immer besser kennen lernen. Was sollten Sie messen? Die Pflicht Einige Messgrößen gehören im E-Mailmarketing zum "Standardprogramm" der Erfolgsmessung: versandte E-Mails: Diese Zahl ist die Basis für die Ermittlung aller weiteren Messwerte, da diese jeweils als Prozentsatz der Anzahl versandter E-Mails angegeben werden. Bounces: Hier handelt es sich um alle nicht zustellbaren E-Mails (s. Posting 5). Öffnungsrate: Die Messung erfolgt über dasselbe Verfahren, das auch die IVW für die Messung der Reichweite von Websites verwendet ("IVW-Pixel"): Bei jeder Öffnung einer Mail wird ein kleines Programm auf dem Server der E-Mailmarketingsoftware aufgerufen, das dann in der Datenbank festhält, dass eine Öffnung stattgefunden hat. Über dynamisch für jeden Empfänger vergebene eindeutige IDs lässt sich jeder Öffnungsvorgang zweifelsfrei einem bestimmten User zuordnen. Allerdings ist die Öffnung nur messbar, wenn es sich um ein HTML-Mailing handelt (ansonsten lässt sich kein Zählpixel integrieren) und der User während der Öffnung der Mail online ist. Klicks: Klickt der Empfänger auf einen Link in einer E-Mail, so wird er nicht direkt zur entsprechenden URL weitergeleitet, sondern über einen nicht merklichen Umweg über den Server der E-Mailmarketingsoftware, wo der Klick gezählt wird. Auch hier lässt sich jeder Klick zweifelsfrei einem bestimmten Empfänger zuordnen. Unsubscribes: Die Anzahl der Abmeldungen (per Klick auf den Unsubscribe-Link, der in jeder seriösen E-Mail enthalten sein sollte). Aus diesen "Basics" lassen sich schon allerhand interessante Rückschlüsse auf Erfolg oder Misserfolg eines Mailings ziehen. So gibt die prozentuale Verteilung der Gesamtklicks auf die einzelnen Links Aufschluss darüber, welches Angebot die Empfänger am meisten interessiert hat. Sinkt von einem Mailing zum nächsten die Öffnungsrate, war das Subject wohl schlecht gewählt. Eine ungewöhnlich hohe Unsubscribe-Rate kann darauf hindeuten, dass der Inhalt des Mailings beim Empfänger nicht mehr auf Interesse stößt, während eine hohe Bouncerate die Alarmglocken schrillen lassen sollte, weil es eventuell darauf hindeutet, dass das Unternehmen bei einem großen Provider auf der sogenannten Blacklist steht, was bedeuten würde, dass die Mailings bei dessen Usern nicht mehr zugestellt werden. Was können Sie sonst noch messen? Die Kür Gute E-Mailmarketing-Softwares können aber deutlich mehr Informationen bereitstellen, u.a.: Weiterleitungen: Viele Newsletter enthalten eine Funktion "Newsletter weiterempfehlen". Nach dem Klick kann der User via Webformular die E-Mailadresse einer/mehrerer Personen eingeben, die dann ein "Ansichtsexemplar" des Newsletters erhalten. Da über diese weitergeleiteten Mails oftmals ein nicht unerheblicher Zusatzumsatz generiert wird, ist eine Auswertung interessant. Post-Click-Tracking: Dies ist die "hohe Schule" der Erfolgsmessung im E-Mailmarketing. Es geht um die Erfassung aller Aktionen der Newsletterempfänger, die nach dem Klick auf einen Link im Newsletter stattfinden, also meistens auf der Website des Werbetreibenden. Beim Post-Click-Tracking kommt das schon bei den Öffnungen erwähnte "Zählpixel" wieder zum Einsatz, nur wird es diesmal direkt auf der Website eingebunden, und zwar ein Pixel auf jeder Seite, die ausgewertet werden soll. In Verbindung mit Cookies erlaubt es diese Methode, die genau so auch für die Abrechnung vieler Affilitate-Programme verwendet wird, zum Beispiel detaillierte "Clickstream-Analysen" zu realisieren, die die von den Usern meistgenutzten Pfade durch die Site aufzeigen. Noch wichtiger, gerade für eCommerce-Anbieter, ist das ROI-Tracking. Dabei lässt sich im Detail auswerten, wie viel Umsatz die Leser einer bestimmten Newsletter-Ausgabe dem Werbetreibenden gebracht haben. Die Auswertungen lassen sich auf Wunsch bis auf einzelne Produktkategorien, Ländermärkte o.ä. herunterbrechen. Gutes Rüstzeug ist wichtig Natürlich lassen sich solche Auswertungen nicht via Outlook realisieren. Um die geballten Vorzüge des E-Mailmarketing voll auszuschöpfen, sollten Sie sich für eine professionelle Softwarelösung oder für einen erfahrenen und seriösen Dienstleister entscheiden. Der Vorteil gegenüber dem Kauf einer Lizenzsoftware: Die Dienstleister kümmern sich um die in Zeiten steigenden Spam-Aufkommens immer wichtiger werdenden guten Beziehungen zu den großen Providern. Dadurch soll Sorge getragen werden, dass ein möglichst großer Prozentsatz der versendeten E-Mails auch in den Postfächern der Empfänger ankommt. Auf jeden Fall sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Software bzw. Ihres Dienstleisters darauf achten, dass ausreichende Funktionalitäten für die Erfolgsmessung und -auswertung zur Verfügung stehen. "6 Schritte zum erfolgreichen E-Mailmarketing" - das wars. Ich hoffe, Sie konnten den Ausführungen die eine oder andere hilfreiche Anregung entnehmen. Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick
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6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (5)
Rückläufer
Wie Sie wissen, ist E-Mail ein sehr schnelles Medium. Deswegen werden die Empfänger Ihrer Mailings auch unmittelbar nach Start des Versands aktiv werden: Sie werden (hoffentlich rege) Ihr Mailing öffnen, es lesen, auf die Links klicken und schließlich auf Ihrer Website Informationen anfordern, kaufen o.ä. Dies war schließlich Ihr Ziel beim Versand Ihres Mailings. Sie werden aber feststellen, dass nach dem Versand eine (im Vergleich zur Versandmenge allerdings relativ kleine) Menge von E-Mails wieder bei Ihrem Mailserver bzw. in Ihrer E-Mailmarketing-Software eintreffen wird. Dabei handelt es sich um so genannte "Rückläufer". Während Rückläufer bei postalischen Mailings stets dauerhaft nicht mehr erreichbare Adressaten bedeuten, können Rückläufer im E-Mailmarketing verschiedene Ursachen haben. Im folgenden beschreiben wir die häufigsten Fälle und geben Tipps zum richtigen Umgang. Sie brauchen keine Angst zu haben, händisch Tausende von E-Mails bearbeiten zu müssen. Die meisten professionellen E-Mailmarketing-Softwares sind so programmiert, dass sie einen Großteil der Rückläufer automatisch der passenden Kategorie zuordnen und entsprechend voreingestellter Regeln damit verfahren. Bounces Wenn eine E-Mail dem gewünschten Empfänger nicht zugestellt werden kann, spricht man von einem "Bounce". Der Mailserver, der das E-Mailpostfach des (nicht erreichbaren) Empfängers verwaltet, sendet dann eine automatisch generierte E-Mail zurück, in der er mitteilt, dass er die E-Mail nicht zustellen konnte. Es wird in diesen Fällen nach "Hard Bounces" und "Soft Bounces" unterschieden. Hard Bounces sind E-Mailadressen, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder erreichbar sein werden. Das ist z.B. der Fall, wenn ein Arbeitnehmer sein Unternehmen verlässt und daraufhin sein E-Mailkonto geschlossen wird. Oder wenn ein Privatnutzer mit seinem Postfach von web.de zu GMX wechselt. Nur in ganz seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Mailserver falsch konfiguriert ist und der User folglich beim nächsten Versand wieder erreichbar ist. Deswegen sollte die E-Mailmarketing-Software so eingestellt sein, dass E-Mailadressen spätestens nach dem zweiten oder dritten Hard Bounce nicht mehr angeschrieben werden. Das hat zwei gute Gründe: Erstens spart es Ihnen Geld, da die meisten Anbieter von E-Mailmarketing-Dienstleistungen pro versandter Mail abrechnen. "Tote" E-Mailadressen anzuschreiben, verursacht also unnötige Kosten. Zweitens haben die Provider im Rahmen ihres Kampfes gegen den Spam ein genaues Auge darauf, wer wie viele Mails an inaktive Accounts auf ihren Mailservern sendet. Dies deutet nämlich auf einen ungepflegten Verteiler und somit auf einen potentiellen Spammer hin. Wenn Sie nicht im falschen Licht dastehen möchten, sollten Sie also auf die Hard Bounces achten. Bei Soft Bounces handelt es sich in den meisten Fällen nur um temporär nicht erreichbare E-Mailadressen. Ein gutes Beispiel sind übervolle Postfächer. Dies tritt oft dann auf, wenn User von FreE-Mailern (GMX, web.de etc.) verreist sind und in ihrer Abwesenheit mehr E-Mails erhalten, als ihr Postfach fassen kann. Dann wird jede weitere ankommende Mail vom Mailserver des Providers mit einem entsprechenden Kommentar zurückgesandt. Da davon auszugehen ist, dass in einem solchen Fall der Empfänger sein Postfach nach seiner Rückkehr umgehend leeren wird, sollte man solche Adressen ruhig weiterhin anschreiben. Es ist aber sinnvoll, ein Limit festzulegen, also z.B. nach zehn erfolglosen Versuchen den Empfänger nicht mehr anzumailen. Schließlich kann es sich auch um ein "verlassenes" Postfach handeln, dessen Besitzer zu einem anderen Provider gewechselt ist, ohne sich beim bisherigen abzumelden. Autoresponder Autoresponder sind sicher jedem bekannt. Es handelt sich um automatische Antworten auf eingehende E-Mails. Der häufigste Fall ist die Abwesenheitsnotiz: "Ich bin bis zum 27.12. im Urlaub und werde Ihre E-Mail nach meiner Rückkehr beantworten." Da es sich bei Autorespondern nur um ein "temporäres Phänomen" handelt, brauchen Sie sich um diese Kategorie von Rückläufern nicht weiter zu kümmern. "Echte" Antworten Neben all den automatisch generierten Antworten wird ein kleiner Prozentsatz der E-Mails, die zurückkommen, wirklich von Ihren Empfängern stammen. Es kann sich dabei z.B. um Anfragen ("Gibt es den angebotenen Pullover auch in Größe 42?") oder Abbestellwünsche ("Bitte löschen Sie mich aus Ihrem Verteiler!") handeln. Im Normalfall ist eine solche Kontaktaufnahme über den "Antworten"-Button gar nicht gewünscht: Für Anfragen ist das Callcenter oder das Kontaktformular auf der Website da, und abbestellt wird über den Link am Ende Ihres Newsletters. Während sich ein Großteil der Empfänger auch daran halten wird, können Sie nicht davon ausgehen, dass alle User diesen Gepflogenheiten entsprechen. Deswegen ist es sinnvoll und notwendig, dass die Rückläufer auf solche manuellen Antworten überprüft werden. Wenn Sie eine eigene Software einsetzen, können Sie das selbst erledigen. Falls nicht, sollten Sie Ihren Dienstleister beauftragen, die Mails für Sie zu bearbeiten oder aber sie zu Ihnen weiterzuleiten. So oder so sollte kurz nach dem Versand (im Optimalfall auch öfters) jemand die Rückläufer bearbeiten und entsprechend reagieren - nämlich User mit Abbestellwunsch aus dem Verteiler austragen und sonstige Anfragen bearbeiten bzw. an den zuständigen Mitarbeiter weiterleiten. Soweit der Überblick zum Umgang mit Rückläufern. In der sechsten und letzten Folge klären wir, wie Sie den Erfolg Ihrer Mailings messen und auswerten. Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick
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Samstag, 9. Dezember 20066 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (4)
Testing und Versand
Testmail Bevor Sie Ihr Mailing auf den Weg schicken, sollten Sie es unbedingt testen. Einige Maßnahmen sind in diesem Rahmen Pflicht, die anderen Kür. In Outlook (oder anderen Mailprogrammen) werden E-Mails oft anders dargestellt als im Browser oder im Vorschaufenster der E-Mailmarketing-Software. Senden Sie deshalb nach dem Erstellen des Mailings eine Testmail an Ihre eigene Adresse. Prüfen Sie die Mail auf Herz und Nieren: Werden alle Bilder angezeigt? Ist die Rechtschreibung korrekt? Kommt jeder Link bei der gewünschten Adresse an? Falls viele Ihrer Empfänger Postfächer bei FreE-Mailern wie GMX, web.de oder Freenet haben (das ist im Bereich B2C fast immer der Fall), kann es sinnvoll sein, wenn Sie sich ebenfalls eine E-Mailadresse bei diesen Anbietern besorgen. Sie können dann an jeden dieser Accounts eine Testmail senden und die Darstellung überprüfen, indem Sie sich nacheinander über Ihren Browser bei den diversen Anbietern einloggen. Sollte Ihnen beim Testen Verbesserungspotential auffallen, so sollten Sie in eine weitere "Runde" gehen, sprich: die Fehler ausbügeln und die Testmail noch einmal losschicken. A/B-Testing Dies ist die hohe Schule. Nachdem Sie sichergestellt haben, dass Ihre Mails so ankommen, wie Sie es sich vorgestellt haben, könnten Sie einen Schritt weiter gehen und die Reaktionen Ihrer Empfänger auf unterschiedliche Versionen des Mailings testen. Zu diesem Zweck werden zwei oder mehr Varianten des Mailings erstellt, die jeweils voneinander abweichen. Z.B. könnte jede E-Mail eine andere Betreffzeile haben. Oder Sie variieren die Länge des Inhalts, indem Sie Inhaltsblöcke bzw. Angebote hinzufügen bzw. entfernen. Im Prinzip können Sie alle Parameter verändern, die Sie für Response-relevant halten. Wenn Ihnen dann mehrere unterschiedliche Versionen vorliegen, versenden Sie jede an einen kleinen Teil Ihres Gesamtverteilers. Testen Sie beispielsweise fünf Varianten, könnten Sie jede an zwei Prozent Ihres Pools versenden, so dass Sie insgesamt zehn Prozent Ihrer Empfänger angeschrieben haben. Jetzt warten Sie, bis relevante Messergebnisse vorliegen. Das ist bei E-Mailkampagnen ja meist schon am nächsten Tag der Fall. Sie werten dann aus, welches Mailing am besten funktioniert hat - und schicken den restlichen 90 Prozent Ihres Verteilers genau diese Version! Auf diese Weise lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand zum Teil erhebliche Steigerungen in der Response erzielen. Wie versenden - Full Service, Lizenz oder ASP? In den vorigen Absätzen sind wir davon ausgegangen, dass Sie bereits über eine Möglichkeit verfügen, Massen-E-Mails zu versenden. In Wirklichkeit ist die Auswahl der geeigneten Software bzw. des geeigneten Dienstleisters aber der erste Schritt, den viele "Neulinge" im Bereich E-Mailmarketing angehen. Zu Recht, da ein seriöser Dienstleister dann bei allen weiteren Fragen rund ums Thema digitales Dialogmarketing Rede und Antwort stehen kann. Grundsätzlich stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung. Die erste ist, sich für einen Dienstleister zu entscheiden, der Ihnen alle anfallenden Arbeiten abnimmt. Im Regelfall wird er zuerst einmalig eine Vorlage (Template) für Ihre Mailings erstellen. Dann führt er bei jedem Mailing alle relevanten Schritte durch: Er integriert den von Ihnen gelieferten Content (Texte und evtl. Bilder) in das Template und schickt es Ihnen zur Freigabe. Ist diese erteilt, erfolgt der Versand an Ihren Verteiler. Danach kümmert sich der Dienstleister um die sogenannten Rückläufer (Unzustellbarkeitsmeldungen, "Bin-im-Urlaub"-Mitteilungen, persönliche Anfragen etc.) und stellt Ihnen schließlich ein aussagekräftiges Reporting zur Verfügung, dem Sie entnehmen können, wie gut Ihr Mailing funktioniert hat. Alternativ können Sie sich auch eine E-Mailmarketing-Software kaufen und diese bei sich installieren. Der Versand erfolgt dann also über Ihren eigenen Mailserver bei Ihrem Internet-Provider. Bei der in Deutschland meistgenutzten Versandform handelt es sich um eine "Mischform" der beiden gerade geschilderten Versandmethoden. Beim E-Mailversand über eine sogenannte "ASP-Software" können Sie, wie beim Lizenzmodell, alle Funktionen der Software selbst bedienen - obwohl sie auf dem Server des E-Mailmarketing-Dienstleisters läuft. Sie können diese Software komplett über Ihren Webbrowser steuern. Eine Installation bei Ihnen ist nicht nötig, so dass keine Kosten für Hard- und Software anfallen. Weiter Vorteil: Da die Software vom Anbieter zentral gepflegt wird, steht Ihnen bei jedem Login die aktuellste Version samt aller Updates zur Verfügung. Empfehlungen Wofür Sie sich entscheiden, hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. von Ihrer Erfahrung, Ihrem Budget und Ihren personellen Ressourcen. Ist E-Mailmarketing für Sie relativ neu, raten wir Ihnen, mit einem Fullservice-Dienstleister zu starten. Er kann Ihnen viele Stolpersteine ersparen. Haben Sie einen sehr kleinen Verteiler (wenige Hundert Adressen) und/oder ein sehr enges Budget, kann eine Lizenzsoftware sinnvoll sein, da hier nur einmalige Kosten auf Sie zukommen. Wenn in Ihrer Marketing- oder Online-Abteilung ein zuverlässiger Mitarbeiter für die Durchführung Ihrer Mailings bereitsteht, empfehlen wir den Einsatz einer ASP-Software. In Zeiten von Spam und überquellenden Postfächern wird ein Punkt immer wichtiger: "ISP Relations". Damit ist gemeint, dass ein Unternehmen, das E-Mails für Marketingzwecke einsetzt, sicherstellen muss, dass die versendeten E-Mails auch im Postfach des Empfängers ankommen. Dies lässt sich nur realisieren, indem man ständigen Kontakt mit allen relevanten Providern hält, die ja die Herren über die Postfächer sind, vor denen sie als "Türsteher" diverse Spamfilter postiert haben. Es gilt daher, diese Provider davon zu überzeugen, dass die eigenen E-Mails allen rechtlichen Kriterien entsprechen, dass also z.B. die Erlaubnis der User für den Empfang vorliegt. Gelingt dieses Vorhaben, setzen die Provider das Unternehmen auf die "Whitelist". Die Mails derjenigen Versender, die auf dieser Liste stehen, gelangen im Regelfall ohne Probleme in das Postfach der Empfänger. Alle anderen Mails laufen Gefahr, von den Spamfiltern fälschlicher Weise für "Werbemüll" gehalten und weggefiltert zu werden. Dieses Schicksal ereilt nach neueren Untersuchungen bereits einen zweistelligen Prozentsatz aller Permission-basierten (also "guten") E-Mails. Daran lässt sich die Wichtigkeit der "ISP Relations" ermessen. Da die meisten Unternehmen aber nicht über die nötigen personellen Ressourcen verfügen, um diese Aufgabe dauerhaft erfolgreich auszuführen, empfehlen wir Ihnen, sich für einen Fullservice- oder ASP-Anbieter zu entscheiden. Meist gibt es hier einen dedizierten Ansprechpartner, der sich professionell des Themas annimmt, so dass Sie dies nicht selbst tun müssen. Schließlich ist die Zustellbarkeit der E-Mails das Kapital aller E-Mailmarketing-Dienstleister. Dies beschließt meine Ausführungen zum Thema "Testing und Versand". Die fünfte Folge beschäftigt sich mit dem Themenblock "Rückläufer". Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (3)
Das Mailformat
Eine wichtige Entscheidung gilt es hinsichtlich des Formats der E-Mail zu treffen: Hier stehen (neben Sonderformaten) primär Text, HTML und Multipart zur Verfügung. Mails im Textformat bestehen, wie der Name schon sagt, ausschließlich aus Text. Fotos, Logos oder andere Designelemente sind hier nicht möglich. Soll das Mailing der Übersichtlichkeit halber eine gewisse Gliederung erhalten, so müssen Trennlinien eingefügt werden, die sich aus "Sonderzeichen" zusammensetzen, z.B. "+" oder "-". Ein Vorteil von Textmails gegenüber anderen Formaten ist die kürzere Produktionszeit: Außer einem Texter werden zur Fertigstellung eines Newsletters keine Kreativen benötigt, da keine Bildelemente etc. erstellt werden müssen. Dem gegenüber stehen die nicht zu verachtenden grafischen Möglichkeiten, die das HTML-Format bietet. Es gestattet u.a. die Verwendung von Bildern, Farben, gefetteter Schrift etc., wie man sie von Webseiten kennt. Weiterer Vorteil von HTML-Mails: Die teilweise kryptischen Zieladressen von Links lassen sich "verstecken". Am interessantesten sind aus Marketing-Gesichtspunkten aber mit Abstand die "Performancewerte" der beiden Formate. Hier ist HTML klar im Vorteil: Studien haben gezeigt, dass die Anzahl der User, die auf einen Link in einem HTML-Mailing klicken, bis zu viermal so hoch ist wie bei einem reinen Text-Mailing! Sollten Ihre Mailings eher auf Kundenbindung ausgerichtet sein und nicht primär auf Klicks und die Generierung von Verkäufen abzielen, so fällt dieser Vorteil von HTML-Mails natürlich nicht so sehr ins Gewicht, wobei auch hier ein aufgeräumtes Layout dem User das Lesen der Inhalte erleichtert. Wir hatten eingangs ein drittes Format erwähnt: Multipart. Dabei handelt es sich um eine Mischform, bei der in einer E-Mail sowohl ein Text- als auch ein HTML-Bestandteil enthalten sind. Der Mailempfänger bekommt davon nichts mit, da ihm stest nur eine der beiden Versionen angezeigt wird. Im Normalfall ist das die HTML-Version. Nur, wenn es sich um eine alte E-Mailsoftware handelt oder der User den Empfang von HTML-E-Mails in den Einstellungen seiner Software deaktiviert hat, wird die Textversion angezeigt. Dieses Format möchten wir Ihnen empfehlen. Sie können natürlich einen Schritt weitergehen und Ihre User direkt zum Zeitpunkt des Newsletterabos fragen, ob sie Ihre Mails im Text- oder HTML-Format lesen möchten. Dies lässt sich auf einer Webseite einfach durch Ankreuzkästchen realisieren. Liegen Ihnen diese Informationen vor, können Sie beim Versand Ihrer E-Mails gezielt auf die Userwünsche eingehen und so das optimale Ergebnis erzielen. Die Inhalte: erwartet, relevant, persönlich Kümmern wir uns nun um die eigentlichen Inhalte Ihrer Mailings. Seth Godin, der den Term "Permission Marketing" geprägt hat, postuliert, E-Mailkommunikation müsse erwartet relevant persönlich sein, um ihre maximale Wirkung zu entfalten. Das können Sie auf folgende Arten erreichen: erwartet: Stellen Sie sicher, dass Ihnen von jedem Empfänger die Einwilligung zum Erhalt Ihrer Mailings vorliegt (s. Folge 1). Wenn der User Ihren Newsletter aktiv abonniert, können Sie davon ausgehen, dass er Ihre Mails erwartet und nicht - zu Unrecht - als Spam empfindet. relevant: Eine E-Mail ist dann relevant für den User, wenn sie die Inhalte enthält, die ihn interessieren. Ihr Newsletter sollte dem User also auch das liefern, was er beim Abo auf Ihrer Website "bestellt" hat. persönlich: E-Mailkommunikation lässt sich ohne großen Aufwand personalisieren. Die einfachste Möglichkeit ist die, den Empfänger mit Namen anzusprechen ("Sehr geehrter Herr Müller..."). Dies leistet jede gute E-Mailmarketing-Software. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Verteiler die entsprechenden Datenfelder aufweist. Dies ist aber nur der Anfang: Sie können die Personalisierung verstärken, indem Sie dem Empfänger bestimmte Inhalte nur dann anzeigen, wenn er einem festgelegten Profil entspricht. So ist es möglich, Weißweinfreunden in einem Wein-Newsletter Sonderangebote für weißen Wein und Rotweintrinkern solche für roten anzuzeigen. Die Hohe Schule: Closed Loop Marketing Die dafür benötigten Informationen über den User können Sie entweder auf Ihrer Website abfragen, wenn sich der User für den Newsletter anmeldet - oder Sie können Sie von Ihrer E-Mailmarketing-Software automatisch "erheben" lassen. Wie wir in einer der nächsten Folgen sehen werden, lassen sich beim E-Mailmarketing diverse Kennzahlen sehr einfach messen, u.a. die Öffnungsrate und die Klickrate, aber auch das Kaufverhalten der Newsletterleser. So wäre es beispielsweise möglich, dass Sie einen bestimmten Textblock einem Empfänger nur dann anzeigen, wenn er im vorletzten Newsletter auf den dritten Link von oben geklickt hat. Auf diese Weise entsteht quasi ein geschlossener Kommunikationskreislauf (Fachbegriff "Closed Loop Marketing"), der dafür sorgt, dass Sie Ihre Empfänger Stück für Stück besser kennen lernen. Dies ist die Hohe Schule des E-Mailmarketing. Die Abbestellmöglichkeit Jede E-Mail, die Sie verschicken, sollte ganz unten (unter Ihrer Grußformel und dem Firmennamen) eine Abmeldemöglichkeit enthalten. Schließlich wollen Sie Ihren Newsletter ja nur solchen Empfängern schicken, die nach wie vor Interesse am Erhalt haben. Deswegen darf ein Satz wie "Sollten Sie unseren Newsletter nicht mehr erhalten wollen, klicken Sie bitte hier, um sich abzumelden." auf keinen Fall fehlen. Wenn Sie bisher eher klassisches Direktmarketing betreiben, mag es Ihnen unsinnig erscheinen, die User, deren E-Mailadressen Sie so mühevoll gesammelt haben, wieder "ziehen zu lassen". Im E-Mailmarketing sind die Nutzer aber an eine solche Abmeldefunktion gewönnt und werden schnell ärgerlich, wenn sie Newsletter, die sie nicht mehr lesen möchten, weiterhin regelmäßig erhalten. Dies beschließt meine Ausführungen zum Inhalt erfolgreicher Mailings. Die vierte Folge beschäftigt sich mit dem Themenblock "E-Mailversand". Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick
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6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (2)
Der Einfluss von Absender und Betreff
Wenn es um das Verfassen von Marketing-E-Mails (im Folgenden vereinfachend als "Newsletter" bezeichnet) geht, so denken die meisten sofort an den Inhalt der Mails. Dieser ist ohne Zweifel wichtig. Es gibt aber einige Faktoren, die ebenso maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg eines Mailings entscheiden können. Denn noch bevor der Empfänger den Inhalt einer E-Mail zu sehen bekommt, gilt es für ihn, eine Entscheidung zu treffen: Öffne ich die E-Mail - oder nicht? Jeder klagt in Zeiten von Spam über sein bis zum Anschlag gefülltes E-Mail-Postfach. Der Anteil der "Müllmails" am E-Mailaufkommen wird von Jahr zu Jahr höher. Um so wichtiger ist es, dass Sie die richtigen Schritte unternehmen, damit Ihre E-Mail als erwünscht erkannt und dann auch geöffnet wird. Der Absender Der erste relevante Faktor ist die Absenderkennzeichnung. Sie erscheint in der E-Mailsoftware des Users in der Regel direkt neben der Betreffzeile und zeigt an, von wem die E-Mail versandt wurde. Beispiel Microsoft Outlook: Im Posteingang sieht der Empfänger zuerst den Absendernamen, beispielsweise "Mustermann GmbH". Erst die Einzeldarstellung der E-Mail offenbart die komplette Absenderadresse, z.B. "Mustermann GmbH [newsletter@mustermann.de]". Da schon im Posteingang über das weitere Schicksal Ihrer E-Mail entschieden wird, sollten Sie hier eine Bezeichnung wählen, die den Empfängern Ihres Newsletters geläufig ist. Am häufigsten wird, wie im obigen Beispiel, der Firmenname verwendet. Sehr wichtig: Nachdem Sie sich auf eine Absender-E-Mailadresse ("newsletter@mustermann.de") festgelegt haben, sollten Sie sich bemühen, diese nie wieder zu ändern. Der Hintergrund: Immer mehr E-Mails bleiben in Filtern hängen, weil die Empfänger ihre Software so eingestellt haben, dass nur E-Mails von Absendern durchgelassen werden, die dem Empfänger bekannt sind. "Bekannt" heißt in diesem Fall, dass der Absender sich im persönlichen Adressbuch oder auf der sog. "Buddyliste" des Users befindet. Es muss Ihr Ziel sein, bei möglichst vielen Usern auf diese Listen zu gelangen. Sind Sie dort einmal verzeichnet, würde die Änderung der Adresse Ihre ganze Mühe zunichte machen, da die E-Mailsoftware Sie dann erneut als Unbekannten betrachten würde. Falls Sie Ihre Newsletter von einem externen Dienstleister versenden lassen, sollten Sie sicherstellen, dass jedes Mal dieselbe Absender-E-Mailadresse zum Einsatz kommt. Manche Dienstleister verwenden nämlich dynamisch erstellte Adressen, was in diesem Zusammenhang nicht optimal ist. Der Betreff Thema Betreffzeile: Wählen Sie sie so, dass sie a) kurz das Hauptthema des Newsletters anreißt und b) dem Empfänger Lust auf mehr macht. Unbestritten - die Betreffzeile "Mustermann-Newsletter Ausgabe 5 vom 17. September 2006" schafft Wiedererkennungswert. Aber verleitet sie den Empfänger auch dazu, die Mail zu öffnen? Besser wäre hier z.B. "Frühlingsaktion: 20% Rabatt auf alle Radlader". Für die Länge der Betreffzeile gilt: Mit 45 Zeichen sind Sie auf der absolut sicheren Seite und können davon ausgehen, dass Ihr Betreff in so gut wie jedem E-Mailprogramm vollständig angezeigt wird. Allerdings bleibt in diesem Fall nicht allzu viel Gestaltungsspielraum. Wenn Sie sich also auf eine Maximallänge von 60 Zeichen festlegen, so können Sie davon ausgehen, dass die meisten User auch diese Betreffzeile komplett werden lesen können. Letzer Punkt zum Thema "äußere Form": Dateianhänge ("Attachements"). Sicherlich haben Sie in Ihrem beruflichen Alltag E-Mail als sehr effiziente und schnelle Methode für den Austausch von (digitalen) Dokumenten aller Art kennen gelernt. Was spricht also dagegen, einfach an den nächsten Newsletter die brandneue Firmenbroschüre im PDF-Format anhängen? Dagegen spricht, dass viele User noch immer über sehr langsame Internetverbindungen online gehen. Das Herunterladen eines mehrere hundert Kilobyte großen Attachments kann dann gut und gerne einige Minuten dauern. Neben der verlängerten Wartezeit, die erfahrungsgemäß stets einige User "nervt", spielen natürlich auch die Kosten des Empfängers eine Rolle. Des Weiteren sind Attachements als potentielle Überträger von Viren, E-Mailwürmern und anderen "Schädlingen" bekannt und werden von vielen Usern deshalb mit Argwohn betrachtet bzw. von vielen Filterprogrammen geblockt. Unser Tipp: Setzen Sie Attachements nur bei Mailings an kleine Gruppen ein, deren Empfänger Ihnen persönlich bekannt sind (z.B. Ihre Kollegen). Dies beschließt meine Ausführungen zur äußeren Form erfolgreicher Mailings. Die nächste Folge hat als Thema die "inneren Werte", also den eigentlichen Inhalt der E-Mails. Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick
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Freitag, 8. Dezember 20066 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing (1)
Ich hoffe sehr, dass Sie den nachfolgenden Blogpostings den einen oder anderen Tipp entnehmen können, der Ihnen hilft, das einzigartige Marketinginstrument E-Mail noch effektiver als bisher einzusetzen. Jede Folge behandelt einen anderen Aspekt des Emailmarketing. Sollten Sie sich erst mit dem Gedanken tragen, E-Mail-Marketing in ihren Marketing-Mix zu integrieren, so können Sie sicher erst recht einige Basics mitnehmen.
E-Mail-Adressen kann man nicht kaufen Das Wichtigste gleich vorweg: Sie dürfen Ihre Mailings nur an Personen schicken, die dem Erhalt ausdrücklich zugestimmt haben. Hier liegt ein großer Unterschied zum klassischen Direktmarketing: Während Sie in der Offline-Welt bei diversen Anbietern die Postadressen potentieller Neukunden kaufen und diese mit gedrucktem Werbematerial beschicken dürfen, existiert im E-Mail-Marketing eine solche Möglichkeit nicht. Hüten Sie sich deshalb vor windigen Angeboten ("20 Millionen AOL-E-Mailadressen auf CD-ROM für nur EUR 99,-" o.ä.). Wenn Sie solche Adressen anmailen, verstoßen Sie gegen geltende Gesetze. Das richtige Vorgehen: Bitten Sie die User um Erlaubnis, ihnen Ihren Newsletter schicken zu dürfen. Auf dieser Erlaubnis (engl. "permission") basiert seriöses E-Mail-Marketing - Stichwort "Permission Marketing". Der einfachste und kostengünstigste Weg zu neuen Abonnenten ist der folgende: Bieten Sie den Usern Ihrer Website eine einfache Abomöglichkeit. Integrieren Sie dazu am besten direkt auf der Homepage ein kleines Formular, in das der User seine E-Mailadresse eingeben kann. Wenn er auf den Abschicken-Button klickt, landet seine E-Mailadresse bei Ihnen in der Datenbank. Confirmed Opt-In vs. Double Opt-In Direkt im Anschluss daran sollte der User per E-Mail a) eine Bestätigung seiner Aufnahme in den Verteiler oder b) eine Aufforderung, den Abowunsch per Klick auf einen Link aktiv zu bestätigen, erhalten. Im ersten Fall spricht man von "Confirmed Opt-In", im zweiten von "Double Opt-In". Ihr E-Mailmarketing-Dienstleister wird diese Funktionalität auf Wunsch gerne für Sie aufsetzen. Für welches der beiden Verfahren Sie sich entscheiden, sollten Sie von Ihrer Strategie abhängig machen: setzen Sie auf schnelles Wachstum Ihres Verteilers oder auf absolute Rechtssicherheit? Im ersten Fall ist Double Opt-In nicht zu empfehlen, da niemals 100% aller Personen, die Ihren Newsletter angefordert haben, auch wirklich in Ihrer Empfängerliste landen werden. Das hat diverse Gründe. So kann es z.B. sein, dass einige der Mails mit der Bestätigungsaufforderung aufgrund von Spamfiltern gar nicht erst beim User ankommen. Und selbst wenn die Zustellung erfolgreich ist: die Erfahrung zeigt, dass ein gewisser Prozentsatz der Empfänger schlicht und einfach nicht versteht, dass eine Bestätigung erforderlich ist. Alles in allem gehen Ihnen im besten Fall wenige Prozent, schlechtestensfalls mehr als die Hälfte Ihrer potentiellen Leser verloren. Auf der anderen Seite bietet Ihnen nur Double Opt-In die Sicherheit, im Falle des Falles nachweisen zu können, dass Ihnen die Einwilligung eines bestimmten Empfängers wirklich vorliegt. Schließlich war die E-Mail mit dem Bestätigungslink ja nur ihm zugänglich. Dieses Wissen kann hilfreich sein, falls es zum Rechtsstreit mit einem User kommen sollte, der behauptet, Ihren Newsletter nie angefordert zu haben. Übrigens: Je weniger Daten Sie neben der E-Mailadresse abfragen, desto höher wird Ihre "Ausbeute" an neuen Abonnenten sein. Schließlich hat niemand Lust, im Web lange Formulare auszufüllen. Halten Sie sich also an das Gebot der Datensparsamkeit. Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing. Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick
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Frank Herold
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