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MarkenTV

Autos und Filme - das passt einfach. Ein ganzes Genre benannte sich nach diesem Paar. Aber nicht nur in "Road Movies" ist die Kombination eine fast schon unzertrennliche. Ich sach nur: James Bond.

Doch nicht nur als Merchandisingkanal wurden Filme genutzt, sie wurden in den letzten Jahren verstärkt als Marketinginstrument eingesetzt.

Ein Vorreiter war sicherlich BMW in den USA. Zwar schon lange her, dass die Bayern mit ihrenInternetfilmen (mit Clive Owen in der Hauptrolle, der leider nicht James Bond wurde) für Furore sorgte. Doch viel mehr als den Hinweis, dass es die Filme nicht länger zum Runterladen oder zu kaufen gibt und ein wenig Eigenwerbung
BMW’s groundbreaking The Hire film series ignored conventions and created the phenomenon known as online films.
findet sich auf der ursprünglichen Site www.bmwfilms.com nicht. Anschauen kann man sie sich immer noch auf YouTube.

Dort gibt es auch den Audi-Film "The Other Side of the Road" zu sehen, der vor allem durch den Regisseur (Wim Wenders) bekannt wurde und einen ganzen Werbeblock besetzte.

Aber nicht nur Auto-, sondern auch Reifenhersteller faszinierte die Möglichkeiten des Mediums, ihr Produkt in Szene zu setzen, zumindest ließ sich Pirelli diese Chance nicht entgehen und einiges kosten. (mehr ...)

Jetzt versucht sich gleich ein neues Portal mit Werbefilmen: FLOADED hatte gestern Premiere - und diesmal Mercedes-Benz die Nase vorn. Ihr Film



"Die Erlkönigin" eröffnet das Portal. Das Besondere an diesem Portal sollen aber nicht die Filme sein, sondern deren "Interaktivität", die man "brand layer" nennt. Das heißt man kann während des Films durch Klick auf ein Produkt weitere Informationen dazu abrufen. Eine per se geile Idee - müsste aber halt mal von wem eingesetzt werden, wo das beworbene Produkt nicht gleich mindestens ein Jahresgehalt kostet. Aber da kann ja Gruner + Jahr sowie die via Bertelsmann verbundenen Produktionsfirmen Ufa und Teamworx wenig machen. Vielmehr ein Appell an die Verantwortlichen. Und falls sie ne Idee bräuchten, einfach mailden. :-)

Wird „Verlag der Deutschen Wirtschaft“ auf Artikelportal aktiv?

Bei Suchmaschinenoptimieren sind die Artikeldienste „très à la mode“. Meine kleine Liste aus dem Juli wurde zu einer der am häufigsten besuchten Beiträge auf diesem Blog.

Selber betreibe ich mit einem genialen Kollegen einen kleinen Artikeldienst über Unternehmer und ihre Geschäftsmodelle. Heute bekomme ich eine Email von einer Mitarbeiterin des „Verlages der Deutschen Wirtschaft“ mit einer Anfrage, ob für eine Internetseite für einen Fernkurs zum Thema „Werbetexten“ ein Beitrag beigesteuert werden könnte.

Der Ansatz ist neu. Hätte die Dame einen solchen einfach eingestellt, hätte ich diesen sicher ohne Probleme und einfach so freigeschaltet. Da es aber ein so bekannter Verlag ist, habe ich der Dame vorgeschlagen, für den Beitrag einmal 50€ zu zahlen. Man muss das Geschäftsmodell ja immer wieder neu überdenken. Mal schauen, was dabei rauskommt. Ich werde die werten Leser bei einem positiven Ausgang ganz sicher auf dem Laufenden halten.


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Treffpunkt Theatermarketing

Auf den ersten Blick spannend: Die Theater in NRW wollen etwas unternehmen und haben sich ein Internet-Portal geschaffen um ihr Marketing anzukurbeln.

Da frage ich mich doch glatt: Wird mein Abo billiger, wenn´s denn gelingt?

Volle Häuser per Intranet: Theatermarketing-Portal gestartet

dpa DüSSELDORF. Ein bisher in der internationalen Bühnenlandschaft einmaliges Theatermarketing-Portal ist in Nordrhein- Westfalen an den Start gegangen. Per Intranet sollen den beteiligten Häusern Wissen über professionelles Marketing und gelungene Werbekampagnen vermittelt werden.

Das sagten NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) und der Vorsitzende der NRW-Intendantengruppe, Jens Pesel, am Freitag in Düsseldorf. Das Portal als „Ideenbörse“, an dem sich bisher 34 Theater an Rhein und Ruhr beteiligen, soll ab Januar 2007 auch bundesweit den Bühnen zur Verfügung stehen.

Theater seien mehr denn je auf zeitgemäße Werbemethoden, Kooperationen und Sponsoringmaßnahmen angewiesen, die in gelungenen Beispielen durch das Portal bekannt gemacht werden sollen, sagten Thoben und Pesel. Schließlich konkurrierten die Bühne mit einem ständig wachsenden Kultur- und Unterhaltungsangebot. Dennoch könnten nach Expertenschätzungen bis zu 40 Prozent der Bundesbürger als „theateraffin“ für einen Besuch in Schauspiel, Oper oder Konzert gewonnen werden, wenn sie entsprechend angesprochen würden, meinte die Wirtschaftsministerin. Pesel, Intendant der Krefeld- Mönchengladbacher Bühnen, warnte davor, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten „das Produkt Theater“ leiden zu lassen.

Das in Kooperation mit namhaften Werbeagenturen entstandene Portal „Treffpunkt Theatermarketing“ biete großen Häusern einen Platz für den Ideen - und Erfahrungsaustausch. Kleinere Bühnen erhielten per Intranet die Chance, auch ohne großen Bestand an qualifiziertem Personal und mit schmalem Budget realisierbare Kampagnen zu entwickeln. So stellt beispielsweise eine Ruhrgebietsbühne ihr erfolgreiches Projekt der „Kostümpartnerschaften“ vor: Auch Bundesminister Franz Müntefering (SPD) hat bereits hier für ein Kostüm in seine Brieftasche gegriffen.


Man kann sich beim Aufruf der Seite www.treffpunkt-theatermarketing.de natürlich schon fragen, warum zum Geier hier eine Pressemitteilung verfasst wurde, wenn´s fürs gemeine Volk nix zu gucken gibt. Da hätte es ein Rundbrief vielleicht auch getan...

Das hat was von: morgens als erster ins Büro kommen, vollen Aschenbecher und Papierstapel auf´n Schreibtisch und dann behaupten, man hätte die ganze Nacht durchgearbeitet.
(Insofern natürlich gelungenes Marketing...)

Der Hinweis auf die Kostümpartnerschaften mag ja gut gemeint sein, mit Marketing hat das allerdings dann überhaupt nichts zu tun, wenn bei der entsprechenden Google-Suche dieses Ergebnis rauskommt: Meinten Sie: „Systempartnerschaften“
Wie Sie sehen, sehen Sie nix.
Aber vielleicht hat man die Internetpräsenz auch nur geschaffen um es jenen Schweizern gleich zu tun, die vor einiger Zeit eine wirklich gelungene Guerilla-Aktion losgetreten haben und um konspirativ ähnliches zu verabreden.

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