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Presseverhinderer auf der Preisverleihung

Neulich war ich als Journalistin auf einer Preisverleihung. Und wenn man dann im Anschluss als Zeitschrift darüber berichten möchte, ist es immer gut, wenn man ein schönes Foto der Preisträger mit ihrem Preis hat. Man glaubt gar nicht, wie schlecht so etwas organisiert sein kann...

Bei dieser Veranstaltung lief eigentlich fast alles schief. Alle Preisträger standen vor einer Leinwand. Und darauf wurden Informationen zu den Geehrten projiziert. Die hatten dann alle Schrift und Bilder im Gesicht und mussten zusätzlich noch blinzeln. Keine schönen Motive.

Außerdem: man empfing seine Urkunde aus der Hand eines Promis, der jedem Preisträger noch ein paar warme Worte mit auf den Weg gab. Zeit zum Fotografieren? Fehlanzeige.

Am Schluss wurde ein Fototermin versprochen. Der wurde aber gründlich durch das parallel gereichte Essen torpediert. Wer will sich schon fotografieren lassen, wenn er dabei Garnelen und Co versäumt?

Wer Veranstaltungen mit Medienpräsenz plant, sollte im Vorfeld eigentlich immer ein paar Gedanken daran verschwenden, wie denn das Fotografieren in den Ablauf mit eingebaut werden kann. Denn gute Fotos sind ja auch im Interesse der Veranstalter.

Solche Abläufe sollte man vorab üben. Bis das richtig sitzt. Noch mehr natürlich, wenn auch noch das Fernsehen im Boot ist. Denn Berichte werden wesentlich kürzer ausfallen, wenn das Bildmaterial schlecht ist.

Presseverhinderer - wir leben noch!

Es ist wahr. Eine zunehmende Professionalisierung der Verantwortlichen in den Unternehmen ist festzustellen. Immer öfter gibt es wirklich kompetente Ansprechpartner und auch gutes Material. Doch kürzlich erlebte ich folgendes:

Für eine Marktübersicht recherchiere ich in einer bestimmten Branche. Ein bekanntes Beratungsunternehmen hat just zu diesem Thema eine Studie erstellt. Damit das Ganze also Hand und Fuß bekommt, frage ich an, ob ich dazu Material bekommen kann. Ich will ja gar nicht die ganze Studie, die normalerweise für viel Geld verkauft wird. Nur ein bisschen Futter für meine Recherche. Die Antwort auf meine Anfrage:

Guten Tag Frau Weber,

ich würde Ihnen wirklich gerne helfen. Aber ich ersaufe in Arbeit. Erst ab April ist wieder ein Silberstreifen am Horizont zu sehen. Ich bitte Sie um Ihre Verständnis. Ein anderes Mal gerne wieder.

Mit freundlichen Grüßen


Auf meine Antwort, dass mein Abgabetermin aber Anfang April ist, erhielt ich leider keine Antwort. So kann man auch Medienpräsenz verhindern.

Endlich! Das e-book Presseverhinderer

Ihr wollt es? Ihr kriegt es! Endlich habe ich das e-book über die Presseverhinderer fertig. Und natürlich steht es kostenlos zum Download zur Verfügung. Aber Vorsicht: das gibt es nur bis zum ersten Advent, dem 30. November. Wer es bis dahin nicht heruntergeladen hat, kann ja eine e-mail schicken.

Was drinsteht? Lustiges und wenig Erheiterndes über das Leben von Journalisten und Presseverhinderern. Wer aufmerksam liest, wird vielleicht sogar ein paar nützliche Hinweise für seine Arbeit finden. Also auf!

Hier geht es zum e-book.

Presseverhinderer durch Abk.

Wer so richtig dafür sorgen möchte, dass man ganz bestimmt gar nicht versteht, worum es geht, der arbeitet mit Abkürzungen. Ganz intensiv. Das mögen Journalisten auch. Ein aktuelles Beispiel findet sich heute ganz frisch bei OpenPR

TÜViT zertifiziert KOLDI nach Prüfkriterien des VOI
(openPR) - Bonn. Mit der Zertifizierung der Branchenlösung KOLDI, die aus dem Dokumenten-Management-System HyperDoc von IQDoQ und der FIBU-Lösung DIAMANT besteht, wurde jetzt ein weiteres System nach den bewährten Kriterien des VOI – Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. geprüft. Das Zertifikat der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) – Unternehmensgruppe TÜV NORD bescheinigt, dass alle Anforderungen der „Prüfkriterien für Dokumenten Management Lösungen“ (PK-DML) erfüllt sind. Damit entspricht die KOLDI-Lösung nachweislich den Anforderungen gemäß GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) und gewährleistet, dass die Dokumente revisionssicher archiviert werden.
Die PK-DML liegen jetzt in der dritten überarbeiteten Auflage vor und sind im Online Shop des VOI (www.voi.de) zum Preis von 50 Euro zuzüglich Versandkosten bestellbar.


Also, auch wenn hier die Abk. erklärt sind, bezweifle ich doch sehr, dass ihr gehäuftes Auftreten das Verständnis verbessert. Und ich meine, mich zu erinnern, einmal gelernt zu haben, dass ein solches Geschreibsel nicht unbedingt die Veröffentlichungschancen steigert. Aber vielleicht täusche ich mich ja.

Meiner Meinung nach sind das jedenfalls ganz talentierte Presseverhinderer.

Presseverhinderer live

Hier eine kleine Terminankündigung:

Wem Koblenz nicht zu weit weg ist, der ist herzlich eingeladen zum Vortrag

Vom Presseverhinderer zum Informanten

Im Rahmen des Marketing-Spezial-Tages, den der Marketing-Club Rhein-Mosel am 25.10.08 veranstaltet, werde ich auch die Presseverhinderer nicht zu kurz kommen lassen.

Anmeldungen sind noch bis zum 22.10. möglich.

Noch mehr Post vom Presseverhinderer

Heute bekam ich eine e-mail. Das ist an sich nichts Besonderes, da ich normalerweise sehr viele e-mails bekomme. Manche Leute möchten mir gern Potenzmittel oder irgendwelches Zeugs zum Vergrößern bei mir nicht vorhandener Körperteile verkaufen. Denen antworte ich normalerweise nicht. Mein SPAM-Filter sortiert sie großzügig aus.

Meistens sortiert er auch mails ohne Betreff aus. Diese interessante mail von heute kam aber durch. Kein Betreff. Und sie kam von Sabine Ilz***. Die kenne ich gar nicht. Aus purer Neugier habe ich reingeschaut.

Und sehe, diese Sabine schreibt mir, weil sie wohl weiß, dass ich als Freie Journalistin im Automobilbereich arbeite. Bei näherer Betrachtung erweist sich nämlich, dass Sabine bei einem der größten und bekanntesten Internet-Gebrauchtwagenportale in München beschäftigt ist. Dort sollten die sich eigentlich Profis leisten können...

Sie schickt mir einen ellenlangen Text. Recht unübersichtlich ist der. Daran hängt ein pdf. Das habe ich nicht geöffnet. Bilder kann ich per e-mail anfordern, wenn ich möchte. Und wenn ich ganz nach unten scrolle, sehe ich, aus welchem Unternehmen diese mail kommt.

Wenn Sabine möchte, dass ich über ihr Unternehmen schreibe, muss sie sich etwas mehr anstrengen. Es wäre nett, wenn ich von Anfang an sehen könnte, woher sie schreibt und worum es geht. Aber das ist wohl zu viel verlangt.

Vielleicht hat sie ja auch eine Ausbildung als Presseverhinderer gemacht. Dann wäre ihr Vorgehen fast schon perfekt!

Ich habe mich über ihre mail gefreut. Jetzt habe ich wieder ein Beispiel mehr für meine Sammlung. Danke!
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