Freitag, 27. Oktober 2006
Ob der der Bloggerkollege von store4dogs schon Light-Produkte im Angebot hat?
TBWA/Paris für pedigree
gefunden bei ibelieveinadv, da gibts ein weiteres Motiv
Freitag, 22. September 2006
Endlich! Ein Produkt, auf das ich seit Jahren warte. Ich wusste es nur noch nicht. Der Sleeptracker beobachtet meinen Schlaf und weckt mich garantiert dann, wenn ich nicht träume und mich auch nicht in einer Tiefschlafphase befinde. Das meldet Innovative Sleep Solutions, Inc. .
Das ist ja wirklich traumhaft, im wahrsten Sinne. Immer zu Ende träumen, nie mehr rätseln, wer und vor allem wo ich bin, wenn ich aufwache. Nur: weiß der Wecker auch, dass ich den Flieger, den Zug oder den Termin nicht verpassen darf? Denkt der an den Geburtstag von Tante Anna, die man doch immer schon so früh anrufen muss, weil sie sonst nix hört?
Oder: noch schlimmer. Weckt mich das Ding mitten in der Nacht, nur weil ich da zufällig gerade nicht im Tiefschlaf bin? Soll ich dann wirklich aufstehen? Angeblich sucht dieser intelligente kleine Kerl nach dem besten Moment, mich zu wecken. Aber, ganz ehrlich:
Ich werde nicht gern geweckt! Noch nicht einmal von meinem Herzallerliebsten. Ich will am liebsten gar keinen Wecker, und schon gar keinen, der mich im Schlaf ausspioniert. Was ich mir wünsche, ist der Wecker, der darauf Rücksicht nimmt.
 Im richtigen Leben arbeite ich für Deutschlands führenden Großhändler für Telekommunikationsprodukte. Neulich in der Mittagspause zeigte mir ein Kollege aus dem Vertrieb ein Seniorenhandy, welches die ältesten Mobiltelefone, die ich je gesehen hatte, an Größe noch übertraf. Sofort überkam mich der Wunsch, das Mobiltelefon zu kaufen. Zwar gehöre ich mit 37 noch nicht der entsprechenden Zielgruppe an, aber mir gefiel die Vorstellung, mit einem Mobiltelefon dieser Größe im Cafe bei einer Tasse Espresso ein Telefonat entgegen zu nehmen. Sicher zieht man damit die staunenden Blicke auf sich.
Der absolute Hammer aber ist der Markenname des Produktes: „Katharina das Große“. Der Name bringt es absolut auf dem Punkt. Denn Katharina ist groß und Katharina muss auch groß sein. Wer hat im Alter schließlich noch die Lust und die Zeit an kleinen Handytasten rumzufummeln, nur um ein kurzes Telefonat zu führen. Den Namen vergisst man einfach nicht! Deshalb ist „Katharina das Große“ mein Markenname des Jahres!
Sonntag, 23. Juli 2006
Der Sommer in Deutschland ist einfach phänomenal. Deutschland schwitzt und stöhnt. Die Preise für Grillgut steigen, Aldi ist bei Eis und Apfelschorle teilweise ausverkauft, die Biergärten freuen sich. Da ist es an der Zeit, ein neues Erfrischungsgetränk zu erfinden! Der Majordomus hat’s getan. Eiskaffee war gestern, Shetland-Coffee ist die Zukunft. Das Geheimnis sind die Inputmaterialien: Gourmet-Espresso, Milch, Stracciatella-Eis und Jago’s Love. Das Rezept findet man hier. Laßt es Euch schmecken!
Samstag, 22. Juli 2006
Mag ja sein, dass es sich hier - im Grunde - um einen sehr sehr schönen Mund handelt, dass Burger King vielleicht sogar die dicksten Burger hat und das genau diese Aussage hier auch sehr treffend vermittelt wird. Aber Appetit bekomme ich irgendwie nicht.

Agentur .start
via adverbox
Dienstag, 25. April 2006
Agentur: Dentsu, Brasilien
Donnerstag, 16. März 2006
 Der Chef wies mich dankenswerter Weise vorgestern auf eine ganz interessante Marketing-Kampagne hin. Dabei geht es um eine Aktion für ein Produkt, dass es noch gar nicht gibt.
Das staunt der Laie und wundert sich der Fachmann. Wie geht das? Nun, ganz einfach. Man lässt einfach das Produkt von den Kunden selbst entwickelt und veranstaltet einen Wettbewerb. Die Firma Frenkenberger Hanf-Produkte will eine neue Geschmackrichtung der leckeren Hanfmilch auf den Markt bringen und bittet die Kunden um Anregungen. Als Anreiz winkt eine Umsatzbeteiligung am Gewinnergetränk von 1 Cent pro verkaufter Flasche.
Der Gewinner kann sich darüber hinaus selbst auf die Schulter klopfen. Denn wer kann schon von sich behaupten, eine neue Geschmacksrichtung einer Hanfmilch entwickelt zu haben?
Ich bin übrigens seit Sonntag stolzer Besitzer der Domain hanf.org; hat da vielleicht auch jemand eine schlaue Idee, was damit in Zukunft passieren könnte?
Samstag, 11. Februar 2006
Becks hat im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit Phillips vermutlich für das Produkte des Jahres gesorgt. Mit dem Perfect Draft haben beide Firmen einen großen Coup gelandet. Die Bierzapfanlage für zu Hause ist ein ganz großer Hit.
Die Marketing-Planung hat die Nachfrage nach den Bierfässern für die Anlage allerdings in grandios dilettantischer Weise unterschätzt. Die passenden Fässer sind schlicht und einfach nicht zu bekommen. Die Getränkeeinzelhändler vertrösten die dürstenden Kunden inzwischen auf April. Becks schiebt die Schuld in der Werbung auf die Konsumenten, die das Leergut nicht zurückbringen. Dies wissen die Getränkehändler aber besser, denn die geben nach eigener Auskunft in den letzten Wochen nur noch Fässer zurück, sie erhalten aber keine neuen. Beck reagiert auf Beschwerde-Emails mit der typischen Leier.
„In der Tat haben wir eine besonders hohe Nachfrage nach Perfect Draft-Fässern bundesweit zu verzeichnen. Das führt zurzeit leider dazu, dass die Ware nicht immer gleichzeitig an allen potenziellen Verkaufsorten in jeder Region zur Verfügung steht. Dafür bitten wir um Entschuldigung.
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die lückenlose Verfügbarkeit im Handel zu gewährleisten.
Wir bemühen uns jetzt, eine Bezugsquelle in Ihrer Nähe für Sie herauszufinden. Dies kann jedoch einige Tage in Anspruch nehmen.
Wir möchten Sie daher bezüglich dieser Information noch um etwas Geduld bitten.“
Die abgekündigte Email lässt dann aber seit Wochen auf sich warten. Dieses Verhalten ist natürlich noch schlechter als die angeblich unterschätzte Nachfrage. Böse Zugen behaupten, dass Becks schon einmal auf Halde produziert, um das prohibitiv teure Fassbier noch teurer machen zu können. Zudem wäre ein ähnlicher Engpass während der WM natürlich ein endgültiges Armutszeugnis.
Produktpolitik hui, Marketing-Planung pfui
Samstag, 14. Januar 2006
Geht es Ihnen wie mir? Lieben Sie Werbung? An sich. Gut gemachte Kommunikation zu einem Produkt/Service, der mir einen klaren Vorteil suggeriert. Ja, auch Sie, Herr/Frau Dr. Verantwortlich, gerade Sie meine ich. Nun sagen Sie schon? Mögen Sie sie? Schön, war doch gar nicht so schwer ...
Und warum geben Sie dann keine frei? Nein, nein, ich habe nicht gesagt "in Auftrag". In Auftrag geben Sie so was gern. Schreiben ins Briefing bei Tonalität gerne etwas von "twinkle in the eye", was sich aber bei Ihnen während der Präsentation eher als Knick in der Optik oder sonstiger Wahrnehmung herausstellt. Klar, wir beide müssen nicht denselben Humor haben, aber dafür dasselbe Maß an Professionalität... ... und vielleicht ein paar einfache Sentenzen beherzigen: "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler." und "Wer das Neue will, sollte nicht das Alte tun."
OK? prima. Denn in Zukunft verbitte ich mir Hinweise auf Werbung aus anderen Ländern. Ja, klar können wir so was auch. Aber ließen Sie uns? Die Werbung, auf die Sie verweisen, würden Sie n i e m a l s freigeben! Also halten Sie sich doch einfach bedeckt in Zukunft. Ich kann es einfach nicht mehr hören: diese vemeintlichen Argumente, diesen besitzstandswahrenden Verweis auf die faktisch seit Jahren zurückgehende Stammkundschaft, dieses Ichwürdjagernaberichkannnicht. Obwohl Letzteres stimmt ja. Nur sind Ihnen nicht, wie Sie suggerieren, die Hände gebunden, sondern die Synapsen verklebt. Sie können nicht. Inkompetenz? Oder doch "nur" vor lauter Angst? Zum letzten Mal: FEAR ist ein englisches Akronym: false expectations appearing real.
Sich dann aber bei der nächstbesten Gelegenheit darüber auslassen, dass Werbung zu wenig differenziere. Wie schläft es sich eigentlich als Schizophrener? Du hast so ein Glück, dass du nicht allein bist. Du bist Deutschland.
Prost!
Mittwoch, 28. Dezember 2005
Mein erster Blogeintrag auf marketing-blog.biz beschäftigte sich im Rahmen des Themas „Internetmarketing für traditionelle Gewerke und spinnerte Ideen“ mit einem jungen Tischler und dessen originellen Marketingansatz. Abgeleitet aus der neuen wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Zirbenholz den gesunden Schlaf positiv begünstigt, verkauft der Schreinermeister Wellness-Betten im Premiumsegment.
Das Angebot des Zirbenholzbettes passt wie die Faust aufs Auge in das Standardrepertoire eines Tischlers. Die Story mit dem Zirbenholz ermöglichte allerdings auch Verkäufe über das traditionelle Vertriebsgebiet hinaus, weil die Geschichte Aufmerksamkeit erzeugt.
Die neuste Aktivität des Schreinermeisters geht jetzt nicht nur regional sondern auch inhaltlich über die bisherigen Betätigungsfelder hinaus. Der Schuster bleibt gewissermaßen nicht bei seinen Leisten. Unter www.zirbenshop.de wird jetzt voll auf die Zirbenholzkarte gesetzt und damit wird das Produktsortiment deutlich ausgeweitet. Der Zirbentischler wird zu einem Verkäufer der ganzen Zirbenstory. Ganz nebenbei wird auf diese Weise sicher auch das eine oder andere Bett im Stammgeschäft zusätzlich verkauft. Wenn das kein Marketing ist!
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Kommentare
Mi, 08.10.2008 10:31
Wow, 2. Platz, sehr schön!
Mo, 06.10.2008 18:53
Nette Sammlung an Ideen. Ich finde gerade die Idee gut, jetzt alles zu verprassen. Das ist doc [...]
Mo, 06.10.2008 11:57
Danke für die Blumen K.B. Und ja, das ist richtig: die Strategie ist nicht in Stein gemeißelt, [...]
Mo, 06.10.2008 09:36
Na toll, da bin ich ja jetzt richtig motiviert für die Woche - und für überhaupt alles... hat [...]
So, 05.10.2008 18:56
Hallo, ziemlich guter Artikel. Fehlt nur noch, dass man eine einmal eingeschlagene Strategie [...]
So, 05.10.2008 00:56
Hallo Jasmin, für alle die an einem Job als Telefonsex Beraterin interessiert sind, kann ich n [...]
Sa, 04.10.2008 00:08
Sehr wahr, sehr gut. Sollte sich jeder Junior über sein ibook hängen, den Artikel.
Fr, 03.10.2008 21:12
das mit dem Verbrennen ist gar kein sooo neues Phänomen http://tinyurl.com/3v3lwv
Fr, 03.10.2008 15:21
Platz zwei bei Marketing ist wirklich ne Leistung. Respekt!
Do, 02.10.2008 10:57
danke für den tipp!