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Blogs werden bei Journalisten immer beliebter

Eine der wichtigsten Arbeiten von Journalisten ist die Recherche: ohne Recherche keine Geschichte, ohne Geschichte keine Zeitung. Wir haben schon einmal darauf hingewiesen, dass Blogs als Recherchequelle immer wichtiger werden. Kürzlich wurde dies auch durch eine Umfrage belegt.

Die PR-Agentur Maisberger Whitoaks hat im Oktober 2007 rund 100 Fachjournalisten aus den Bereichen IT/Telekommunikation, Automobil, Industrie und Logistik sowie von Elektronik- und Personalmedien befragt. Nach 2005 und 2006 ist dies bereits die dritte Runde der Trendumfrage. Das Ergebnis ist wenig erstaunlich:

Journalisten greifen im Durchschnitt rund 25 Prozent der von PR-Agenturen und PR-Beratern angebotenen Informationen auf. Presseinformationen finden dabei die größte Berücksichtigung in den Redaktionen. Doch im Vergleich zum Vorjahr verlieren die herkömmlichen PR-Materialien Artikel, Anwenderbericht und Interview an Bedeutung – zugunsten moderner Recherchequellen wie Blogs und RSS-Feeds, auf die heute 12 Prozent der Redaktionen zurückgreifen.


Auch wenn die klassische Presseinformation bei den befragten Fachjournalisten immer noch ganz vorne liegt, sie wird wohl in Zukunft durch Blogbeiträge ergänzt werden. So heißt es denn auch zukünftig für PR-Profis, sich intensiv mit den relevanten Blogs auseinanderzusetzen und mit den Bloggern einen konstruktiven Dialog aufzubauen. Mal sehen, ob's gelingt!

Blogs sind anerkannte Recherchequellen für Journalisten

Anfangs wurden Blogs von Journalisten noch als "Internet-Tagebücher" belächelt. Dann als Gefahr für den seriösen Journalismus geschmäht. Das hat sich geändert. Kürzlich hat der Deutsche Fachjournalisten-Verband ein Thesenpapier zum Verhältnis von Journalismus und Blogs veröffentlicht.

Dort konstatiert man ganz einfach, dass Blogs eine weitere Recherchequelle sind. Dass man sie ernst nehmen kann. Sie bieten

trotz ihrer Subjektivität – einen reichen Fundus an Fachinformationen, Geschichten und Neuigkeiten, die sich jenseits des Stroms der klassischen Nachrichtenagenturmeldungen bewegen, und sollten daher für Journalisten von größtem Interesse sein. Im Idealfall können Blogs und klassische Medien daher eine erfolgreiche Symbiose eingehen. Das Blog liefert einen Aufhänger für eine Geschichte, die von klassischen Medien aufgegriffen wird. Diese Geschichte wird wiederum von anderen Blogs kommentiert und weiterentwickelt.


Vor allem aber stellt man fest, dass Blogs keine Konkurrenz zu journalistischen Angeboten, sondern eine Ergänzung sind. Man strebt ein Miteinander an, auch wenn man darauf hinweist, dass Blogs eben oft von nicht-objektiv berichtenden Personen erstellt werden.

Man stellt fest, dass Blogs als wichtige Impulsgeber für Insider-Informationen gewertet werden können.

Also Freunde. Wir werden endlich ernst genommen!

Kein Strike



Jung von Matt für Karstadt Quelle Versicherungen

via Frederick Samuel

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