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Presseaussendung praktisch

Pressetexte müssen nicht nur gut geschrieben sondern auch richtig an die Frau und den Mann gebracht werden. Dafür taugen die gängigen e-Mail-Clients nur bedingt. Denn wie man es dreht oder wendet, allzu schnell gerät man in die SPAM-Filter der Empfänger.

Na klar, eine gute Betreffzeile hilft eine Menge. Aber es gibt auch technische Möglichkeiten, den e-Mail-Versand zu organisieren. Ich habe gerade Newsletter Genius ausprobiert.

Dieses einfache Tool hilft mir dabei, die Mails zu personalisieren und somit als jeweils einzelne Mails an jeden Empfänger zu versenden. Denn viele Filter blocken eine größere Anzahl von Empfängern automatisch.

Außerdem möchte ja niemand, dass alle Welt weiß, wer die interessante Information sonst noch so bekommen hat. Und dann alles als Blindkopie zu verschicken, ist auch nicht die ideale Lösung.

Mit Newsletter Genius kann ich verschiedene Versandprojekte speichern und später wieder aufrufen. Auch eine Rückverfolgung ist möglich. Und auch mir als nicht-Nerd ist es gelungen, das Programm intuitiv zu bedienen.

Der Datenimport aus Excel oder anderen Anwendungen ist einfach. Selbst wer sich mit den Trennzeichen schwer tut, kann diese noch im Nachhinein verändern und wird passable Daten verwenden können.

Wie im Serienbrief kann man dann einzelne Datenfelder mit dem Text verbinden und – falls gewünscht – noch Dateien anhängen (ich halte das ja für ein absolutes NoGo bei Pressetexten, aber vielleicht hilft es ja doch mal).

Sehr praktisch ist, dass man eine Testmail verschicken und so das automatisch generierte Ergebnis vorab schon einmal begutachten kann. Und am Ende lässt sich auch noch überprüfen, ob es Rückläufer gab. Eine Versandliste wird abgespeichert, damit später auch nachvollziehbar ist, wer was bekommen kann.

Wer sich auf eine kleine Werbeeinblendung am Ende jeder e-Mail einlassen mag, bekommt Newsletter Genius kostenlos, ansonsten muss eine kleine Lizenzgebühr entrichtet werden. Wer ein gutes Tool zu einem günstigen Preis sucht, ist mit dem Programm gut bedient.

"Spam" ist (fast) Müll

Unter der Überschrift "SPAM? Oder doch besser MÜLL?" verwiesen wir hier zu Anfang des Monats März auf die Aktion Lebendiges Deutsch, bi der Vorschläge gesucht wurden, um diesen Begriff für "computer-verstopfende Massenwerbung" einzudeutschen.

Aus 4.730 Vorschlägen entschied man sich weder für Quälmail (was ja nicht ganz koscher gewesen wäre), Mogelpost, Netzpest noch Digimist, sondern für E-Müll.

Warum nur dieses biedere "E-" davor? Und für alle, die es nicht kapieren, es ist eine rein rhetorische Frage. Ich weiß, warum, nur ist es so gänzlich furchtbar, wenn man immer so richtig sein will. Das Englische bezieht seinen Reiz zum Teil ja auch aus der Doppeldeutigkeit der Worte. Wer alles immer richtig erkärt, reduziert Kommunikation auf den reinen Informationsaustausch. Das ist (bl)öd. "E-Müll" ist nach meinem Dafürhalten ein Schriftwort. Das aber ist schlecht, weil zu wenig. Die Flut der Anglizismen werde ich nur dann eindämmen können, wenn ich "mundgerechte" Angebote mache. "spam" - das hat onomatopoetischen Schmackes, "E-Müll" ist Blutdruck beim Eierlikörnachmittag.

Neue Suche: Pay-TV

Humoristisches Projekt gegen Spam!

Unter www.spam-museum.de ist heute ein kleines, bescheidenes Projekt gegen allzu aggressives E-Mail-Marketing – genannt Spam - an den Start gegangen. Vielleicht werden zukünftige Generationen darüber lächeln, wie es passieren konnte, dass vernuftbegabte Menschen große Summen Geld nach Nigeria überweisen, um einem Häuptlingssohn dabei zu helfen, sein verschollenes Vermögen wieder zurückzugewinnen.

Effektiver mit System? Der Bock als Gärtner

Am 17. Januar wurde ich Opfer eines E-Mail-Bombardements. Das Unternehmen Peoplebuilding (wiedermal den Schenkel geklopft) www.effektivermitsystem.de versendete binnen weniger Stunden ein und die selbe E-Mail gleich 267 (und ein paar gequetschte) an mich und 418 andere Empfänger (lt. Cc-Liste).

Über die Suchanfrage eines Blogbesuchers bei Google, die offenbar zu jenem kleinen Bericht führte, den ich seinerzeit verfasste, stieß ich nun auf einen gar merkwürdigen Fachartikel auf business-wissen.de.

Darin gibt der vermeintliche Inhaber des Unternehmens Zach Davis "ein gefragter Trainer, Redner und Autor", also quasi ein peliepter Redner und Chöngeist, 10 erprobte Praxistipps zum E-Mail-Management:

1) Managen Sie den Absender
Die Menge der ankommenden E-Mails hat ja einen Grund - und dieser liegt beim Absender.

sehr richtig!
2) Mut zur Mülltonne!
Löschen Sie unwichtige E-Mails rigoros! Verschieben Sie alte E-Mails in den Papierkorb.

Ich habe sie alle aufgehoben, falls mal jemand um die Ecke kommt und behauptet "Das stimmt ja gar nicht!"
3) Strukturierter Posteingang --> Strukturiertes Vorgehensweise
So banal es klingt: Strukturieren Sie Ihren Posteingang! Fast jedes gängige E-Mail-Programm bietet die Möglichkeit, nach verschiedenen Kriterien wie Betreff, Absender, Priorität (Vorsicht: die Priorität anderen Personen muss sich nicht mit Ihren eigenen Prioritäten decken!) etc. zu sortieren.

Ich habe in meinem Outlook einen Ordner nur für effektivermitsystem.com angelegt. Es handelt sich um einen Unterordner von SPAM.
4) Was nutzt Hightech wenn Sie es nicht bedienen können?
Investieren Sie bei Gelegenheit ein bis zwei Stunden in die Bedienung Ihres E-Mail-Programms. Sie arbeiten vermutlich täglich damit.

Es dauerte tatsächlich ein bis zwei Stunden bis ich den ganzen Müll aussortiert hatte...
5) Seien Sie konsequent!
Entscheiden Sie, wie häufig Sie Ihre E-Mails abrufen und bearbeiten möchten: 1-mal, 2-mal oder 3-mal am Tag bspw. Für die meisten Berufe sollte dies vollkommen ausreichen.

Sind Sie da sicher Herr Davis?
6) Spielen Sie Kopfkino!
Längst ist bekannt, dass erlebte Informationen besser aufgenommen werden als rein sachlich aufbereitete Informationen.

Ich kann Ihnen versichern: Das war ein ganz großer Film!
7) Das Seminar auf Rädern
Wenn Sie auch nur eine Stunde pro Tag im Auto verbringen, dann sind dies bei 200 Arbeitstagen im Jahr entsprechend 200 Stunden pro Jahr oder umgerechnet ca. fünf Wochen, die Sie in Ihre eigene Weiterbildung investieren können, indem Sie sich Kompaktwissen vorlesen lassen.

267 mal den gleichen Text?
8 ) Nutzen Sie die Informationsdichte!
Die Informationsmenge ist innerhalb eines Textes typischerweise nicht gleich hoch.

Laberrhabarber
9) Gehirnfreundlich sortieren und abspeichern
Legen Sie für Ihre persönlichen Wissensgebiete jeweils eine übersichtliche Mind-Map.

Gespeichert und sortiert! Versprochen"
10) Als PoweReader doppelt so schnell
Was liegt auf Ihrem Schreibtisch? Wir alle werden von Informationen überflutet.

Hätt ich das mal früher gewusst...

Danke lieber Zach, du bist ein wahrer Experte!

Superspam! Effektiver mit System?

Quasi über Nacht habe ich die Geheimnisse hochproduktiver Menschen entschlüsselt.
Das Unternehmen "Peoplebuilding www.EffektiverMitSystem.com" (schenkelklopf) hat mir eindringlich mitgeteilt, wie es geht.
419 Unternehmen (lt. Cc-Liste) aus der Call-Center-, Telemarketing- und Telefoniebranche, haben die nachfolgende E-Mail erhalten. In meinem Posteingang zähle ich bislang 267 gleiche E-Mails, die mir zwischem dem 16.01.06, 16.45 Uhr und dem 17.01.06, 08.42 Uhr zugestellt wurden.
Was die Sache interessant macht: Es handelt sich hier mit höchster Wahrscheinlichkeit (mal vorsichtig ausgedrückt) nicht wirklich um eine Angebotsanfrage, sondern vielmehr um Werbung auf die super plumpe und dreiste Tour.

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