Kaum zu glauben - auch Presseverhinderer betreiben aktiv Pressearbeit

Ach, schön, denkt man. Ein Unternehmen hat jemanden, der sich um die Pressearbeit kümmert. Der schickt sogar Informationen an Journalisten raus. Toll!

Also, ich hab da neulich was bekommen, da muss man sich fragen, in welcher Welt der Absender eigentlich lebt. Das Szenario:

Es gibt eine Unternehmensberatung. Die Leute dort sind sehr viel mit Studien beschäftigt. Zufällig mit Studien, die genau in dem Markt stattfinden, mit dem sich meine Fachzeitschrift beschäftigt. Also: neue Studie ist da, man schickt mir eine e-mail. Gut!

Ich freue mich und möchte gern darüber berichten, denn es geht um die aktuelle Marktsituation. Und da ja alles von Krise redet, wäre es ja mal interessant zu wissen, wie es um den Markt so bestellt ist. Ich öffne also hoch motiviert den Anhang der Mail. Was steht drin? Das Inhaltsverzeichnis der Studie. Was interessiert Journalisten das Inhaltsverzeichnis?

Ich könnte die Studie auch zum günstigen Preis von 300 (Basisfassung für ein Land) bis fast 10.000 (Komplettbericht für ganz Europa) bestellen. Aber das möchte ich nicht. Ich schreibe also dem Absender:

Guten Morgen Herr ***,

um wirklich über Ihre Studie berichten zu können, wäre es doch schön, wenn wir unseren Lesern auch ein paar Ergebniss als Appetithäppchen
präsentieren könnten... Denn nur ein Inhaltsverzeichnis wäre doch etwas wenig. Könnten Sie in ein paar Sätzen umreißen, was die Ergebnisse sind? Dann sollte sich daraus auch sehr schnell online etwas machen lassen.

Es grüßt

Frauke Weber
Redaktion amz


Gemerkt? Es fielen die Worte "schnell" und "online". Nur sechs Tage später erhielt ich folgende Antwort:

Guten Tag Frau Weber,

zunächst einmal bitte ich um Entschuldigung für den falsch geschriebenen Namen. Ich werde im Laufe der Woche einige " Appetithäppchen" für Sie zusammenstellen und mich dann noch mal bei Ihnen melden.


Mit freundlichen Grüßen

***


Bis heute habe ich noch nichts gehört und die Woche ist morgen rum. Ich bin ja mal gespannt auf die Häppchen und ob die wirklich was hergeben. Bislang zumindest fällt dieses Unternehmen für mich in die Kategorie Presseverhinderer.

Schatzkarte

Zur strategischen Vorbereitung auf das nächste Wochenende: Das Pressebild des Monats der GfK.



Anteil der Singlehaushalte in Deutschland

Der Anteil der Ein-Personen-Haushalte in Deutschland wächst weiter:
Laut der Studie "GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2008" wohnen 38 Prozent der Deutschen allein. Berlin ist mit einem Anteil von 52 Prozent Singlehauptstadt.

Die Deutschlandkarte zeigt, in welchen Regionen der Anteil der Single-Haushalte besonders hoch ist.
(Datenquelle "GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2008"; Grafik: GfK GeoMarketing.)


Ggf. lohnt der Abgleich mit der Top-Verdienerkarte, in jedem Fall aber die wiederholte Lektüre des Wortführer-Klassikers. Das Ende des Singledaseins - oder: Neukundengewinnung
und dann: Ab in die Disco!





Den Blogleser besser kennen lernen

Universitäten lassen Leute studieren. Und die veröffentlichen dann irgendwann mal eine Studie. Die Universität Fribourg in der Schweiz hat kürzlich eine Studie über die Nutzer von Corporate Blogs veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Studie gab es im PR-Agentur-Blog. Und auch wenn die Ergebnisse wenig erstaunlich sind, so sollte man sie nicht unterschätzen.

Der größte Teil der Blogleser ist männlich. 81 Prozent ist ein stattlicher Anteil. Außerdem sind sie hochspezialisiert, gebildet und informationshungrig. Und obwohl sie gar nicht mal so wenig Zeit mit der Lektüre von Blogs verbringen, haben diese gebildeten jungen Männer einen Job, zehn Prozent gehören sogar einer Unternehmensleitung an. Außerdem lesen sie nicht nur Blogs, sondern sie betreiben häufig auch selbst eins.

47 Prozent der Blogleser betreiben ein privates, 32 Prozent ein Themenblog und 21,5 Prozent ein journalistisches oder anderes Blog. Und natürlich schreiben diese Menschen auch Kommentare in die von ihnen gelesenen Blogs, nicht zuletzt, um Traffic auf ihre eigenen Blogs zu lenken. In gewisser Weise dreht sich also die Blogosphäre um sich selbst.

Trotz allem fungieren die bloglesenden Blogger natürlich als Multiplikatoren. Sie tragen die Botschaften der anderen, wenn sie denn interessant aufbereitet sind, hinaus in die Blogosphäre und erreichen neben diesen jungen bloggenden bloglesenden gebildeten arbeitenden Männern immer auch noch ein paar andere.

Aber auch diese anderen dürfte man auch mit der Art von Informationen erreichen, die der typische Blogleser sucht: Neues und Unbekanntes, das er in anderen Medien nicht erfahren kann, Hintergründe zu aktuellen Themen und Trends, außerdem Empfehlungen, Tipps und Tricks. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass die Leser Unternehmensblogs lesen, weil es ihnen Spaß macht und unterhaltsam ist.

Wer also mit einem Blog erfolgreich werden will, sollte Neues, Einzigartiges unterhaltsam aufbereiten. Dann freuen sich auch die Leser. Oder?


Die vollständige Studie lässt sich übrigens hier downloaden

Blognutzer sind investigative Multiplikatoren - Hä?

Bekanntermaßen liebe ich ja Studien. Und da ist mir doch wahrlich eine fast entgangen, obwohl die fast schon ein Jahr alt ist. Egal, für mich ist sie neu und da sie so herrlich lustig ist, sei sie hier vorgestellt:

Die Uni Leipzig hat in Kooperation mit der Suchmaschine Ask.com über 600 Internetnutzer in Deutschland zum Thema Weblogs befragt. Die Online-Umfrage zeigt: Blognutzer sind "investigative Multiplikatoren", es gibt fünf Typen von Blognutzern, Weblogs sind wichtige Impulsgeber für neue Ideen und die Meinungsbildung, aber schwer auffindbar.

Hm, über 600 Internetnutzer? Wie repräsentativ ist das denn? OK, wie man im Detail nachlesen kann, waren es 605, aber macht es das glaubwürdiger?

Und was sind nun die fünf Typen?



Dankenswerterweise versuchten die Forscher, diese fünf Typen zu charakterisieren:



Hm, mich würde interessieren, welche Gründe es für Kommunikation denn sonst gibt. Meiner Ansicht nach lässt sich Menschheit in diese fünf Gruppen aufteilen, wenn man will. Völlig unsinnig etwas über Blogger zu publizieren. Die einzige Aussage, die man treffen kann, ist irgendwas Quantitatives. Wenn man was zu Qualität und Blogs wissen will, helfen solche Studien nicht.

Da reicht es, dass Sie hier sind! :-)

Blond macht dumm

Diese Studie ist für das kleine Mädchen keine Hilfe, aber die braucht sie eh nicht :-)

Lieber Metro als sexuell

"Bauer sucht Frau" macht Quote. Rund 8 Mio. Personen schalten ein, wenn es um mehr geht als Euter. Spiegel Online sieht darin gar den Frontpuff der Nation - und ein wenig mehr.

Gerade darin mag das Geheimnis ihres Erfolges liegen. Die totale Entschleunigung, die in dieser Retro-Soap betrieben wird, harmoniert bestens mit dem rückwärtsgewandten Geschlechterbild: Fernsehen aus dem letzten Jahrhundert.

Was wäre denn Fernsehen der Gegenwart? Hektisch? Und was für ein Geschlechterbild wünscht sich der Schreiber?

Und zeigt diese Sendung wirklich ein rückwärtsgewandtes Geschlechterbild? Oder ist es nicht eher ein Abbild der nichturbanen Wirklichkeit, der Realität jenseits der "Szene"? Dies legt das Ergebnis einer TNS-Studie zum Thema "Online-Shopping" (via) nahe:

Obwohl dem Internet immer wieder eine revolutionäre Kraft nachgesagt wird, scheinen die geschlechtsspezifischen Shopping-Präferenzen so immanent zu sein, dass diese sich auch im Internet getreu den typischen Klischees präsentieren und jeder Veränderung trotzen. So kaufen Frauen ganz rollenkonform deutlich häufiger Kleidung, Kosmetikartikel, Schmuck und Schuhe im Internet, während Männer sich auf Telekommunikation, Unterhaltungselektronik, elektrische Haushaltsgeräte, Heimwerkerbedarf und Computer-Software bzw. -Spiele konzentrieren.


Braucht man wirklich für jeden Scheiß 'ne Studie? Warum?

Geballte Kompetenz

Frank Herold Chef
Telemarketing
F.Herold auf xing

Heiko Walkenhorst Wortführer
VerbAgentur
Werbeagentur Heidelberg
H. Walkenhorst auf xing

Dr. Frauke Weber PR-Päpstin
Öffentlichkeitsarbeit
F.Weber auf xing

Esther Rudolph Novesia
technology-charmed marketing + branding
E. Rudolph auf xing

Gerold Braun
Direktmarketing
Gerold Braun auf xing

Reichweiten in Reichweite werden präsentiert von Vital Plus Media Ltd. materndienste

Verwaltung des Blogs

Login