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Geiz war geil

Nicht nur, dass sie ihre treuesten Kunden vergraulen, auch ihr Claim verliert an Wirkung.

Handakte berichtet:

Der Slogan “Geiz ist geil” scheint an Bedeutung zu verlieren. Einer Studie zufolge achten deutsche Verbraucher wieder weniger auf den Preis und kaufen mehr Markenartikel.

Quelle: Die Bedeutung von Marke und Markenartikelindustrie (PDF)

Somit bringt der Tag auch gute Nachrichten für netmeier.

Er lebt noch - der Heiratsantrag

jaaaaa, er lebt noch.... Der klassische Heiratsantrag hat noch immer nicht ausgedient. Da sind wir jetzt aber erleichtert, wirklich. Laut einer top-aktuellen Studie der Singlebörse Parship bekennen sich 85 Prozent der Singles entschieden zum romantischen Heiratsantrag. Das sind in Worten fünfundachtzig Prozent. Da sage noch einer, dass wir in einer Single-Gesellschaft leben.

26 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer glauben sogar, dass Romantik und Verbindlichkeit wichtiger seien denn je. Mit jeweils 35 Prozent sind sich beide Geschlechter einig, dass der klassische Antrag heute vielfältiger ist als früher: So wird die alles entscheidende Frage auch von ihr gestellt, im Fußballstadion oder auf der Konzertbühne. Knapp ein Viertel spricht sich für die moderne Variante aus, bei der die Paare ihre Heirat zunächst gemeinsam aushandeln und im Anschluss mit einem würdevollen Antrag krönen.


Das nennen die romantisch? Einen Heiratsantrag von IHR im Fußballstadion? Das stelle ich mir auch romantisch vor: gröhlende Fans um uns herum, ein schales Bier in der Hand, den Fanschal um den Hals und dann die Frage: "Willst du mich heiraten?"

Davon träumt doch jeder Mann. Vor allem jetzt, nach der Fußball-WM. Also los Mädels: Kauft Karten für Fußballspiele und zeigt den Kerlen mal, wie Romantik funktioniert. Vergesst nicht den Ring und die Rosen. Die gehören unbedingt dazu. Sagen die von Parship.

Der Kunde - der König des Kortex?

Wie vom Chef am 19. Januar prognostiziert, gibt es jetzt, kaum dass DSDS zuende ist, wieder eine Studie über die Werbe"wirkung" von Promis.

Natürlich, so muss man sagen, hat sich dabei der Konsument ein Zeugnis totaler Kognition ausgestellt, aufgeklärt, unbeirrbar und primär faktisch tat er kund, dass er sich bei seinen Kaufentscheidungen lieber auf die Qualität eines Produktes verlässt denn auf die Empfehlungen der Promis (76% zumindest sagen das - und frage: WASSS? Was ist mit den anderen 24? Glauben die Uschi Glas? Aber wie geht das, wo doch Institutionen wie Stiftung Warenest ebenfalls als extrem verlässliche Info-Quelle angegeben werden.)

Nun, wer will, kann es in der Pressemitteilung nachlesen. Interessanter fand ich ja die ebenfalls dort aufgeführte Liste der
vertrauenswürdigsten Marken der Deutschen:

Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Siemens
Dekorative Kosmetik: Jade
Erfrischungsgetränke: Gerolsteiner
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: AOL
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol

Für mich klingt das weniger nach "vertrauenswürdig" als vielmehr nach einer TV-Show: "Wir haben 100 Menschen gefragt: Nennen sie uns ein XXX" --- und as wir da oben sehen, ist die jeweilige Top-Antwort. Ist bekanntnehit also gleich Vertrauen? Hm, wie passt das jetzt mit den zweifellos bekannten Promis zusammen, denen man nicht vertraut?

Egal - Bitte: Sollte hier ein Grafiker sein, der gerade Zeit und Lust hat, könnte er/sie bitte Familie Deutschland visualisieren? Danke.

E-Mails sind missverständlicher als gedacht

Fast schon wollte ich "Banale Brüller - Part 2" zu obiger Überschrift verfassen, bis sie anfing, mich eher zu verwundern. Hat je jemand geglaubt, eine E-Mail wäre unmissverständlich? Die Meldung in Gänze:
Die Kommunikation mit E-Mails führt häufiger zu Missverständnissen als gemeinhin gedacht. Einer Studie der University of Chicago zufolge ist es purer Zufall, ob der Adressat einer E-Mail genau dasselbe darin versteht, was der Absender gemeint hat. Schuld daran sind die Tücken und die unausgesprochenen und erwarteten Dinge der nonverbalen Kommunikation.
Die Forscher beauftragten je eine Hälfte von 30 Studentenpaaren damit, sich gegenseitig banale Aussagen über das Wetter, das Essen in der Mensa oder andere Alltagsthemen zu zuschicken. Einmal sollten die Aussage nüchtern-neutral, Anzeige das andere Mal sarkastisch formuliert sein.
Die Aussagen wurden vom Empfänger der E-Mail nur in 50 Prozent der Fälle auch so verstanden, wie der Absender sie verfasst hatte. Die Forscher folgern daraus, dass die Absender beim Verfassen einer E-Mail auch eventuelle Stimmungen und Tonfälle im Hinterkopf haben, die der Empfänger aber nicht kennen und wissen kann. Auch Symbole wie Smileys oder allgemeingültige Abkürzungen von Verhaltensregeln im Internet könnten die Missverständnisse bei dieser Art der nonverbalen Kommunikation nur bedingt vermeiden.
Fazit der Studie: In wichtigen Dingen ist ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch allemal besser als eine E-Mail.
Naja, bei dem Fazit kann ich nicht anders, als mich zu revidieren: Banale Brüller - Part 2 (Part 1 gibt's hier)

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Werbung in gar nicht mal so fremder Sache

Wir regen uns, nein: Ich rege mich ja hier nicht selten über Dummheit auch in der Werbung auf. Und wie Sie als aufmerksamer Leser unserer Besserwerberei wissen, noch lieber über Studien und Statistiken. Sogar einen Preis will/wollte ich hierfür ausrufen, aber wozu, wenn es denn schon einen gibt, auf den ich gerne verweise:

Der de.alt.fan.konsumterror FFF - Die Auszeichnung für schlechte Werbung

Der FFF ist die offizielle Auszeichnung der Newsgruppe de.alt.fan.konsumterror für überragend schlechte Werbung. Die Auszeichnung wird von der Gruppe in regelmäßigen Abständen vergeben. Die Auszeichnung kann an Fernseh-, Kino- und Radiowerbespots, Zeitungs-, Zeitschriften- und Plakatanzeigen, sowie Werbung jedweder anderer Art vergeben werden. Aufgrund der Chancengleichheit sind Spots und Anzeigen der Firma Ferrero, sowie Werbung für Klingeltöne, Handylogos etc. von der Wahl ausgeschlossen.
Und Ihre Stimme zählt, denn den Gewinner des letzten Monats ermittelten ganze 39 Personen. Gibt es wirklich nicht mehr, die sich über Scheie aufregen? Oder sind alle schon fatalistische Pragmatiker bzw. pragmatische Fatalisten geworden?

Also: Mitmachen.

Wenn wir unseren Preis ausloben, geben wir das dann schon auch irgendwie irgendwann mal so noch rechtzeitig bekannt. Echt!

E-Mail-Marketing: Who’s in, who’s out?

In der In- und Out-Spalte der Bild Zeitung habe ich vor einiger Zeit mal gelesen, dass out ist, wer nicht mindestens 15 E-mails am Tag in seinem Posteingang vorfindet. Ausgerechnet an diesem Tag war ich dann megaout. Nach Kenntnisnahme einer neuen Studie gebe ich der deutschen Assekuranz die Schuld, die ihrem Direktmarketingauftrag offenbar nur unzureichend nachkommt.
Das hat mich dennoch nicht verleitet diverse Newsletter zu ordern (Das machen irgendwelche Spammer schon für mich) oder als Nachweis meiner Inlisten-Zugehörigkeit - meines Anspruches auf erhöhte Wahrnehmung durch andere - fortan ein ausgedrucktes und stets aktuelles Posteingangsprotokoll mit mir herum zu schleppen. Zudem konnte mir das Outlook-Hilfe-Programm bei der Eingabe von Stichwörtern wie "Luteinisierendes Hormon" bedauerlicherweise nicht weiterhelfen.

ecin.de: eMail-Marketing im Branchenvergleich

Um Werbung direkt beim Empfänger zu platzieren greifen immer mehr Marketer zu eMail-Kampagnen. Der Vorreiter im Branchenvergleich ist die Telekommunikationsbranche.

Der guten alten eMail als Medium für Direktmarketingkampagnen geht es – so das Ergebnis einer Studie der Marktforscher von GfK - so gut wie nie: Mehr als eine Milliarde eMails mit werblichem Inhalt landen durchschnittlich pro Monat in den Postfächern deutscher Internetnutzer. Die Branche mit dem quantitativ bedeutendsten eMail-Marketing ist der klassische Versandhandel mit dem Verkauf von Textilien und anderen Non-Food-Artikeln. Unternehmen dieses Sektors verschicken über neun Prozent aller werblichen eMails in Deutschland. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass immer mehr Internetnutzer ungewollte Werbemails erhalten, denn rund 40 Prozent aller Aussendungen kommen von Absendern, die keine rückverfolgbaren Webadressen angeben und somit als ‚Spam-Mails’ klassifiziert werden.

Im Gesamtvergleich aller Branchen entfallen bereits heute mehr als zwei Drittel aller Direktkontakte auf das Medium eMail. Vorreiter hierbei ist die Telekommunikationsbranche, sie führt bereits fast 93 Prozent ihrer Werbekontakte per eMail durch, so die Marktforscher der GfK. Hersteller und Handel in der Lebensmittelbranche nutzten das Internet für 88 Prozent ihrer Direktmarketingkontakte, während Verlage und Medienunternehmen sowie Lotterien und Gewinnspielunternehmen bei zwei von drei Direktmarketingaktionen den elektronischen Weg wählen. Für Versicherungen hingegen ist eMail-Marketing anscheinend ein recht unbekanntes Terrain, denn der Anteil von eMails bei Direktmarketingkampagnen in dieser Branche liegt noch bei unter 4 Prozent.
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