Dienstag, 20. Oktober 2009
13:29
Tatzenschutz
Wenig Freunde macht sich derzeit der deutsche Outdoor-Bekleidungsmacher Jack Wolfskin. Er mahnt derzeit generalstabsmäßig ab. Und zwar Menschen, die irgendwie Geschäfte mit einem Tatzen-Motiv machen. Begründung: die Tatze sei markenrechtlich geschützt.
Einige Anbieter des Bastelportals verkaufen Artikel, auf denen Tatzen zu sehen sind. Das mögen die Wolfshäute gar nicht und versenden anwaltliche Kostennoten. Eine Zusammenfassung der Ereignisse gibt es beim Werbeblogger und auf Spiegel Online .
Bei Jack Wolfskin setzt man auf Härte und prügelt brachial auf alle ein, die irgendwie was mit Tatzen zu tun haben. Ich stelle mir nun die Frage:
Was ist denn mit Nachbars Katze? Die läuft doch hier durch die Pfützen und hinterlässt so manchen Tatzen-Abdruck. Und die vielen Hunde, die jeden Tag mit ihren Pfoten hundertfach Spuren auf Pflaster und im Matsch hinterlassen? Dürfen die das noch? Sie hinterlassen sie ja öffentlich, einsehbar für jeden. Wenn ich die jetzt fotografiere? Was passiert mir? Zahlt meine Rechtsschutzversicherung da noch?
Eins ist klar: Sympathien wird sich die Firma mit der Tatze so nicht erwerben. Denn ein Sturm der Empörung ist schon losgebrochen.
Einige Anbieter des Bastelportals verkaufen Artikel, auf denen Tatzen zu sehen sind. Das mögen die Wolfshäute gar nicht und versenden anwaltliche Kostennoten. Eine Zusammenfassung der Ereignisse gibt es beim Werbeblogger und auf Spiegel Online .
Bei Jack Wolfskin setzt man auf Härte und prügelt brachial auf alle ein, die irgendwie was mit Tatzen zu tun haben. Ich stelle mir nun die Frage:
Was ist denn mit Nachbars Katze? Die läuft doch hier durch die Pfützen und hinterlässt so manchen Tatzen-Abdruck. Und die vielen Hunde, die jeden Tag mit ihren Pfoten hundertfach Spuren auf Pflaster und im Matsch hinterlassen? Dürfen die das noch? Sie hinterlassen sie ja öffentlich, einsehbar für jeden. Wenn ich die jetzt fotografiere? Was passiert mir? Zahlt meine Rechtsschutzversicherung da noch?
Eins ist klar: Sympathien wird sich die Firma mit der Tatze so nicht erwerben. Denn ein Sturm der Empörung ist schon losgebrochen.
Geschrieben von Frauke Weber in Public Relations
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