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Tierische Akquise (XV)

Ein schöner Anlass, unsere beliebte Reihe zu ergänzen, wenngleich der Gag schlecht ist, Marco Polo vor Jahren besser war und wir uns fragen, warum man uns schrieb:

Ich meine, dass Sie sich dafür interessieren werden, das neue Video von "Hugo Fragrances". Es hat ein echt tolles Gefühl der siebziger Jahre!

Dieser Kurzfilm wurde von "Hugo Fragrances" für ihre neuen Parfüme – XX für Männer und XY für Frauen – kreiert.

Der Film handelt von der menschlichen Natur und ihren Auswirkungen.

Dieser Text handelt von der menschlichen Unfähigkeit zu kommunizieren mit den hinlänglich bekannten Auswirkungen.

Beleg A: "Das neue Video ... hat ein echt tolles Gefühl der siebziger Jahre Ausrufezeichen". Ein Film hat keine Gefühle Punkt Und was sind Gefühle der siebziger Jahre? Bloß weil Pilotensonnenbrillen getragen werden? Daher meint der PRler, dass ich mich dafür interessieren würde? Wenn schon, dann interessiere ichmich für die beiden Damen in dem Film, noch besser Geld, aber doch nicht für Brad Pitt-Gedächtnisgläser.

Beleg B: "Das neue Video von "Hugo Fragrances" ... wurde von "Hugo Fragrances" kreiert." Ach was!? Im Ernst: Wieso schreibt wer so? Und warum akzeptiert das wer? Wie wird ein "Video" innerhalb von ein Dutzend Worten zum "Kurzfilm"? Außerdem: "kreiert"? Kokolores. Wenn schon "produziert", oder? Details. Pardon.

Ich-akquirier-wie's-Tier-
Tipp des Tages: Worüber man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen!



Tierische Akquise (XIV)

Die Zeiten der Verdrängung machen es schwer, sich Gehör bei der Zielgruppe zu verschaffen. Dabei ist eine ganzheitliche Betrachtung wichtig. Es geht also nicht nur um den horizontalen, sondern auch vertikalen Wettbewerb, d.h. es buhlen nicht nur die Artgenossen um Aufmerksamkeit, sondern auch ganz andere Dinge können das Ziel der Begierde in ihren Bann ziehen.

Virtuose Männchen sind begehrter
Singvogel-Männchen müssen Verkehrslärm übertönen und artfremde Gesangeskünste beherrschen
Stadtlärm zwingt Kohlmeisen zu lauteren und höheren Tönen.
Nachtigallen trällern an Wochenenden leiser.

Die verschiedenen Singvogelarten haben (...) schnell erkannt, was sie unternehmen müssen, um das zu verhindern. So hat sich vor einiger Zeit herausgestellt, dass Kohlmeisen gegen zu laute Straßengeräusche anzusingen versuchen, indem sie sich auf höhere Frequenzen umstellen.

Eine andere Strategie wenden die Nachtigallen an. (...) So zwitschern sie in unmittelbarer Nähe von stark befahrenen Straßen um bis zu 14 Dezibel lauter als ihre Artgenossen in ruhigeren Gegenden. (...) Wenn der Lärmpegel an Wochenenden ziemlich niedrig geworden ist, trällern sie erheblich leiser.

Rotkehlchen sind alles andere als Nachtschwärmer (...) Doch immer dann, wenn sie sich tagsüber gegen den Verkehrslärm nicht durchsetzen können, verwandeln sie sich gezwungenermaßen in Schichtarbeiter und holen das Singen in den Abend- und Nachtstunden nach. Aber die Männchen haben noch nicht viel damit gewonnen, wenn sie so singen, dass sie gut zu hören sind.

Was von ihnen erwartet wird, sind in erster Linie technisch anspruchsvolle Gesangesleistungen. Denn die Weibchen glauben, dass diejenigen mit den besten Genen ausgerüstet sind, die am virtuosesten singen können.

Doch außer Virtuosität gibt es noch etwas, was die Vogelwelt von ehrgeizigen Sängern erwartet: Sie sollen gefälligst nur die allerneuesten Songs präsentieren, nicht irgendwelche Oldies. (...)

Auf die Jahrzehnte alten Melodien reagierten die Weibchen ebenso gelangweilt und träge wie die Männchen. Die ziemlich neuen Songs hingegen versetzten die Vögel in helle Aufregung. Die Männchen empfanden das Gezwitscher als derart bedrohlich, dass sie sofort anfingen, ihr Territorium äußerst aggressiv zu verteidigen. Und die Weibchen waren von den Gesängen derart entzückt, dass ihre Paarungsbereitschaft sprunghaft stieg. (Quelle)

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Tipp des Tages: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mir der Zeit!




Tierische Akquise (XIII)

Das erste tierische Dutzend haben wir jetzt mal vorgestellt und gesehen, die Akquise-Methoden der Tiere sind uns nicht fremd. Nur würde man es bei ihnen nie Akquise nennen. Wie nennt man es denn überhaupt? Brunft wäre uns zu allgemein. Außerdem wird das ja meist nur in der Jägersprache auf die Paarungszeit verschiedener Paarhufer (Reh und andere Hirsche, Gämsen und Mufflons) bezogen. Verabschieden wir unsere kleine Reihe also mit einem kleinen Quiz in die Sommerpause.

Wie nennt man die Zeit der Werbung?

bei Wildschweinen? bei Enten? bei Pferden?
bei Rindern? bei Hunden? bei Katzen?
bei Hasen? bei Frettchen, Füchsen, Dachsen?

(Auflösung)

Tierische Akquise (XII)

Und wie sieht es mit uns Tieren aus? Wie akquirieren wir (denn darum geht's ja)? Wie finden wir Abnehmer für unser Angebot? Unterscheiden wir uns wirklich so sehr? Schöne, billig-rhetorische Fragen, deren Antwort an sich ja jeder kennt. Dennoch schön, sie bestätigt zu bekommen:

Frauen wollen einen großen Kerl, da es wahrscheinlicher ist, daß er ihre Nachkommenschaft ernähren und beschützen kann. Die Ergebnisse stammen aus Untersuchungen polnischer und britischer Wissenschafter, die beinahe 4.500 Männer zwischen 25 und 60 Jahren untersuchten und im Wissenschaftsmagazin "Nature" erstmals vorgestellt wurden. Dabei fanden sie heraus, daß kinderlose Männer im Durchschnitt um 3 Zentimeter kleiner waren, als ihre vertikal ausgereifteren Kollegen. (...)

Die Ergebnisse lassen daher nur einen Schluß zu: Größere Männer finden öfter einen Partner und sind daher auch reproduktiv erfolgreicher.
Das Geheimnis liegt in den Genen. (Quelle)

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Tipp des Tages: Man hat's. Oder nicht.

Und sozusagen als Bonus fürs erste Dutzend gibt's noch einen Ich-akquirier-wie's-Tier-Tipp des Tages. Aber nur, wenn Sie
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Tierische Akquise (XI)



Wie oft fragt man sich, wenn sich müht und kämpft und sich bei allem Mühen und Kämpfen der Erfolg nicht so recht einstellen will: Was hat er, was ich nicht habe? Nun, zwei Penisse, könnte die männliche Zauneidechse sagen. Aha! Gibt's von dem Tier noch mehr zu erfahren - auch was, was für die Akquise wichtig ist?

Sie legt Eier, sie kann ihren Schwanz abwerfen und auch wieder erneuern, sie riecht durch den Mund, ihr Schuppenpanzer schützt sie vor dem Austrocknen und macht sie so unabhängig vom Wasser (...). Sehen können wir sie aber eher selten, da sie blitzschnell im krautigen Bewuchs ihres Reviers verschwindet.

Das (...) Männchen imponiert mit seinen prächtig grün gefärbten Flanken sowohl jüngeren Nebenbuhlern, als auch den eher schüchternen Weibchen. Letztgenannte bleiben zwar unscheinbar braun, sind deswegen aber keineswegs unansehnlicher als ein Männchen. Die Paarung ist ziemlich ruppig und der Zuschauer hat nicht wirklich den Eindruck, dass das Weibchen Freude daran hat. (...)

Der einzige Vorteil (der zwei Penisse) liegt darin, dass sich das Männchen, je nach Lust und Laune, vor dem eigentlichen Akt entscheiden darf, welches Glied er benutzen möchte. (Quelle)

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Tipp des Tages: Sei schnell, aber wähle weise!

Tiersiche Akquise (X)

Sie gehören zu den ganz Großen. Sie sind stark und musikalisch. Gibt es Parallelen? Was tun sie, was wir auch nutzen können, um uns (und unsere Dienste) anbieten zu können? Entscheiden Sie selbst:

Zur Fortpflanzungszeit kommt es zu teilweise sehr aggressivem Verhalten der männlichen Tiere untereinander, wobei sie sich mit geöffnetem Maul bedrohen, sich rammen und abdrängen. Die Verletzungen, die bei diesen Kämpfen entstehen, sind meist nur oberflächlich, hinterlassen allerdings deutliche Narben in der Rückenhaut der Tiere.

Ebenfalls in den Bereich des Verhaltens während der Paarungszeit gehört der charakteristische Gesang der Buckelwale. (...) Der Gesang der Buckelwale gehört zu den facettenreichsten Tierlauten überhaupt und wird hauptsächlich von männlichen Tieren unter Wasser produziert. Der Gesang besteht dabei aus Einzelstrophen, die sich regelmäßig wiederholen, individuentypisch sind und sich im Laufe der Jahre verändern. (...)

Paare bleiben im Normalfall für wenige Stunden zusammen und beide Partner verpaaren sich mit weiteren Tieren. (Quelle)

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Tipp des Tages: Geben Sie den Ton an!

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