Donnerstag, 28. Juni 2007
12:00
Tierische Akquise (IX)
Groß, mächtig und bisschen dumm kommt er uns vor, der werbende, der bekannte röhrende Hirsch. Letzteres resultiert wohl aus seiner Omnipräsenz in Deutschlands Wohnstuben Anfang des letzten Jahrhunderts. So gesehen handelt es sich wohl um das erfolgreichste Werbemotiv aller Zeiten. Kann man sonst noch lernen von "Wild-Werbung"?Ab Mitte September konkurrieren die Rothirsche um den Harem. Der Platzhirsch sucht das Kahlwildrudel auf. Er markiert den Brunftplatz (...).
Während der Brunftzeit beobachtet man beim Hirsch folgende Gebärden:
1. Herausstrecken des Leckers, der in kurzen Abständen über den Windfang fährt.
2. Flehmen, Hochziehen der Oberlippe, ohne einen Laut abzugeben. (...)
3. Zucken der Brunftrute als Ausdruck geschlechtlicher Erregung.
4. Eckzahndrohen, wenn der Hirsch seinem Konkurrenten die Grandeln zeigt. (...)
Beihirsche (geringe Hirsche z.B. Spießer) werden am Rande des Rudels geduldet, wenn sie dem Kahlwild nicht zu nahe treten. Herausforderer werden vertrieben. Nähert sich ein Herausforderer röhrend, versucht der Platzhirsch mit einer schnelleren Ruffolge zu antworten. Gibt der Herausforderer dann nicht auf, stolzieren die Konkurrenten in 5 bis 10 Meter Abstand nebeneinander einher und imponieren mit ihren Breitseiten. Manchmal treten sie dabei zur Seite und wühlen mit dem Geweih den Boden auf. Flieht keiner, senken plötzlich beide ihre Köpfe, prallen mit den Geweihen aufeinander und versuchen sich gegenseitig rückwärts zu schieben. In der Regel flieht dann der Schwächere, wenn der Druck des Gegners etwas nachläßt. Meist gewinnt der Platzhirsch! (...) (Quelle)
Ich-akquirier-wie's-Tier-
Tipp des Tages: Niemals den Kopf hängen lassen -
außer zum Angriff!
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
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Tags für diesen Artikel: tierische akquise
So oft er in Allegorien verwendet wurde, scheint der Wolf, schenkt man den großen Klassikern Glauben, dem Menschen nicht unähnlich zu sein. Am bekanntesten ist wohl Hobbes'
Gewissen Berufsgruppen wird gern eine gewisse Forschheit beim Werben und Buhlen unterstellt, bisweilen soll genau das auch gefordert sein, da dies als besonders erfolgsversprechend gilt. Bei der Spezies ptilonorhynchus violaceus (Laubenvogel) - übrigens: nahe Verwandte der Paradiesvögel - wäre ein solches Verhalten das nicht. Hier haben
Sie stehen für Unabhängigkeit, Raffinesse, Anmut, aber auch für Aggressivität und Unberechenbarkeit: Katzen. Allein die Tatsache, dass der Mensch sich wohl bei keinem anderen Tier so sehr um Unfruchtbarkeit bemüht, werte ich als Anzeichen, dass man aus den Ritualen dieser Spezie so manches für unsere Spezies sowie zum Thema "Akquise" lernen kann:
Eines der bekanntesten Insekten ist wohl die Fruchtfliege ("drosophila melanogaster"). Ihren Ruhm begründet ihre Präsenz im Biologieunterricht, die sie wiederum ihrer simplen Struktur aufzuweisen hat. Sagte man uns zumindest damals. Ich glaube ja nun, es lag eher an ihrem Gewicht. Wie dem auch sei, sie ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie man richtig akquiriert:
Bei der Akquise wird ja dem Zeitpunkt eine besondere Bedeutung beigemessen. Daher nun ein Beispiel der führenden Analogien aus der Welt der Tiere:

