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Mehr als nur Banner, Adwords und Affilates

Chef hat gemeint, Doc solle mal wieder bloggen. Na denn: Vor drei Wochen haben ja die Vermarkter verraten, in welchen drei Kanälen wie viel der 1,9 Milliarden Euro für Online-Werbung verschwunden sind. Dabei wurden Bannerwerbung (903 Mio Euro), Suchwortanzeigen (850 Mio Euro) und Affiliate Marketing (155 Mio Euro) berücksichtigt. Nicht enthalten sind in diesen Zahlen Agenturleistungen und damit Themen wie Homepagedesign, Suchmaschinenoptimierung und E-Mail-Marketing. Diese spielen in der Praxis jedoch gerade bei kleineren Unternehmen eine viel wichtigere Rolle.

Wir haben 646 Anwender befragt, wie sie auch die anderen Themen bewerten. Die wichtigsten Ergebnisse sind in einer Grafik, auf der die Verbreitung einer Anwendung gegenüber der Zufriedenheit der Anwender aufgetragen ist, enthalten. Fast alle Firmen verbessern kontinuierlich die Usability ihrer Homepage, optimieren sie für Suchmaschinen und messen, woher die Nutzer kommen etc. (Web-Controlling). Was mich persönlich freut ist, dass auch E-Mail-Marketing in die Gruppe der weitverbreiteten und zufriedenstellenden Tools gehört. Anders bei Suchwort- und Banneranzeigen, da ist die Zufriedenheit geringer. Beides wird eher von großen als von kleinen Unternehmen eingesetzt (das liegt wohl am Marketingbudget, würde ich mal vermuten). Web 2.0 ist noch nicht so verbreitet, dafür sind die Anwender durchweg zufrieden. Nur Mobile-Marketing macht schlapp. Aber das wird sich in Zukunft wohl ändern, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Noch mehr zu der Befragung gibt’s bei der marketing-BÖRSE oder der Computerwoche. Außerdem haben wir noch mehrere Tabellen mit der Unterscheidung zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen.


Diese Werte sind Mittelwerte. So rutschen zB die Punkte für Banner- und Suchwortanzeigen für große Unternehmen nach rechts auf 81 bzw. 87 Prozent und für kleine Unternehmen nach links auf 53 bzw. 66 Prozent.

Kündigung (Kein toller Hecht)

Sehr geehrter Herr Herold,

hiermit beende ich meine Mitarbeit. Ich bin ein international mehrfach ausgezeichneter Werbetexter und Konzeptioner und es als solcher gewohnt, nur mit den Besten zusammen zu arbeiten, denn nur so sind beste Ergebnisse zu erzielen. Dies scheint auf Sie nicht zuzutreffen, wie ich mit großem Bedauern der E-Mail entnehmen muss, die mir gestern Abend zugespielt wurde:
Der TV-Moderator Jörg Thadeusz hat (...) auf der online marketing düsseldorf 2006 (OMD) umgehört. "Wo sind sie denn, die aktuellen Trends im Online-Marketing" hat er die Großen der Branche gefragt.

Unter den "Großen der Branche" sind Sie nicht aufgeführt. Und auch in seiner Video-Reportage, in der er mit
"Charme und der gewohnten Portion Witz (...) dem Motto der diesjährigen OMD "Die dicksten Fische fängt man im Netz" nachgegangen"
ist, kommen Sie nicht vor.

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Wissen Sie, was ich denke? Ich bleibe doch.
Begründung: Die Portion Witz war so groß, da blieben mir die Lacher im Halse stecken.

In der Überschrift des Introtextes der o. g. Website heißt es, JT gehe angeln. Im Fließtext dann aber lichtet er die Anker und macht sich auf die Suche nach den Online-Trends. Eine wahre Flut maritimer Sprachbilder ...

Und was macht der an selbiger Stelle als "der bekannte Medien-Journalist und TV-Moderator" bezeichnete Herr Thadeusz? (Zwischenfrage: Was, bitteschön, ist ein Medien-Journalist? Ich vermute so was wie ein Rundkreis? Und vor allem, was ist das Gegenteil?) Bei dem Motto (zur Erinnerung: "Die dicksten Fische fängt man im Netz")? Ja, tatsächlich. Ja, er rennt mit einem Kächer vor der Linse herum. Das erinnert doch stark an eine Flunder ...

Nun, wie ich weiß, hat irgendein Wurm ja versucht, Sie Blog-Barracuda zu ködern (mit einer schlecht getarnten E-Mail). Das hatte allerdings nur einen Haken, was normalerweise ja gut bei einem Köder ist, aber halt nicht in dem Fall: Warum sollten Sie laichen, wenn man Sie zuvor nicht befruchtete bzw. Sie nicht um gegenseitige Befruchtung bat. Nein, nein, nein, um in der Vielfalt der sprachlichen Bilder mitzuhalten, als aalter Hase der Ichtologie haben Sie den Braten gerochen. So was nenne ich Fingerspitzengefühl.

Gut Holz und Waidmannsheil!

Der Wortführer
(Wolfsfisch im Schafspelz)

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