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Trikotwerbung: Trikots spenden oder in Trikotwerbung investieren?

Dass Trikotwerbung im Großen funktioniert sollte unstrittig sein. Da können Sie bei Telekom, Gazprom, VW, Emirates der Fernsehlotterie oder in der Liga nachfragen (beim Erfinder leider nicht mehr). Trikotwerbung im Kleinen funktioniert hingegen vielfach nicht. Da können Sie Theo, Savas, Luigi, oder wie immer die Gastwirte in Ihrer Gegend heißen, fragen.

Trikot und WerbungNatürlich macht es auch für den Wirtschaftszweig "Wirtschaft" Sinn eine Thekenmannschaft mit neuen Trikots auszustatten. Aber auch nur sofern die Sportler nach den Spielen und bestenfalls mit Anhängern und Gegnern im Schlepptau die richtige Theke finden. Die Entfernung zwischen Spiel- und Trinkstätte könnte da eine Rolle spielen. Eher mäßige Voraussetzungen sind gegeben wenn der Spieltag des Teams und der Ruhetag des Lokals aufeinander fallen.

Bevor man also ein Mäzenat oder Sponsorship anstrebt, sollte man sich schon ein paar Gedanken machen. Beispielsweise über Mäzenat oder eben Sponsorship.
Oder anders gesagt/gefragt: Trikots spenden oder in Trikotwerbung investieren?

Mit dem Mäzenat verhält es sich vergleichsweise einfach: Trikots aussuchen, bestellen, bezahlen (http://www.trikot.com hilft!), Paket annehmen, anziehen, kicken, werfen, spielen...
Unangenehm dabei ist nur, dass es dem edlen Spender wahrscheinlich ergehen wird wie Theo, Savas und Luigi. Denn eine Spende bedarf gewöhnlich keiner Gegenleistung. Und so kommt außer Spesen und gelegentlichem Ärger mit dem Finanzamt (weil es die Spende nicht oder nicht vollständig anerkennt) nicht viel bei dabei herum (Im Vorfeld einen Steuerberater zu befragen wäre somit anzuraten).

Anders verhält es sich beim Trikotsponsoring. Da macht man vorher einen Plan und schließt einen schriftlichen Vertrag, definiert gemeinsam mit dem Vertragspartner finanzielle Leistungen und kommunikative Gegenleistungen (erst ab einer bestimmten Größenordnung sportliche Ziele) und reicht die Rechung, als Werbungskosten deklariert, ans Finanzamt weiter. Ganz easy.
Auch der vorstehend genannte Onlineshopbetreiber weiß es durchaus zu schätzen, wenn der Trikotsponsor einen Plan hat. Weil er dann wahrscheinlich wiederkommt und noch viele, viele Trikotsätze ordert.

Um noch einen draufzusetzen kommuniziert man fortan sein Sponsorship (Das Mannschaftsfoto im Büro oder Geschäft reicht leider nicht) übers Briefpapier, die Homepage, den Blog, eben über möglichst viele Kanäle: "Die Tralala GmbH ist offizieller Trikotsponsor des FC Lalala." oder "Die Tralala GmbH unterstützt die Jugendarbeit des FC Lalala." (Punkt 1 im des oben angesprochenen Vertrags). Immer im Sinne von "Tu Gutes und rede darüber". Darüber hinaus bieten sich unsägliche Möglichkeiten fürs Netzwerken im und mit dem Verein. Man mag nicht glauben, welch prima Connections sich aus einem Besuch eines F-Jugend-Spiels am Spielfeldrand (selbst bei Minusgraden) ergeben können ... (nicht nur mit Spielermüttern und -vätern).

VW - Verdächtige Werbung

Einer der großen Unterschiede zwischen Rugby und American Football ist der Vorwurf. Während er im Rugby generell verboten ist, ist er im American Football entscheidend.

Für den Erfolg des Vorhabens ist es dabei völlig gleichgültig, ob ein Vorwurf eher defensiv oder offensiv platziert wird, Hauptsache er wird so platziert, dass er auch den trifft, den er treffen soll. Und wenn derjenige ihn auch noch sicher aufnimmt und wegrennt, also Raum, sprichwörtlich: Land gewinnt, freuen sich alle.

Zuständig für einen solchen Vorwurf ist der Quarterback. Er darf den Ball mit der Hand in Richtung des Gegners spielen - allerdings nur einmal pro Spielzug. Für einen Vorwurf gelten also klare Regeln - solange wir uns auf dem Spielfeld bewegen.

Außerhalb des Spielfelds, insbesondere in den Medien, verhält es sich anders. Da darf jeder Journalist jedem vorwerfen, was ihm/ihr gerade in den Sinn kommt. Und auch hier freut sich jede/r, wenn der Vorwurf von dem aufgenommen wird, an den er adressiert ist und Land gewinnt. (Schlagwort: Rücktritt, öffentliche Entschuldigung, BlaBla)

Und auch in den Medien gibt es offensiv und defensiv gespielte Vorwürfe. Und so wie es im Sport gewisse Techniken für den Vorwurf gibt (Spin, Effet, Flattereffekt ...), gibt es diese auch für den Vorwurf in den Medien.

Der hierzulande aggressivste Vorwurf ist der "Antisemitismus". Wenn ein so gespielter Vorwurf sein Ziel erreicht, ist das Spiel im Grunde aus. Und den Ball nicht aufzunehmen, kann ebenfalls negative Konsequenzen haben. Ganz gefährlich.

Aktuell erfreut sich in unseren Breiten (und Medien) der Vorwurf des "Sexismus" großer Beliebtheit. Er ist bei weitem nicht so tödlich, dennoch empfiehlt es sich hier für den Empfänger, sich kurz vor Erhalt des Vorwurfs zu ducken und sich andere darum kümmern zu lassen. Meist wird er dann ohnehin fallengelassen und das Manöver beginnt von vorn - hierzulande.

In den USA ist dieser Vorwurf schon gefährlicher, ebenso wie der des "Rassismus". Dieser Vorwurf hat sich bei uns noch nicht so ganz durchgesetzt, da ihm bei uns die Allgemeingültigkeit fehlt und er meist etwas mit Pigmentdichte zu tun hat, weshalb man hier dann eher den etwas knöchernen Vorwurf "Ausländerfeindlichkeit" spielt.

Im englischen Sprachschatz gelten aber auch Scherze gegen Ausländer jeder Couleur als "racism". Aber vielleicht unterscheiden sich auch in diesem Detail das Mutterland des Rugby und das des American Football, dessen großes Finale nun ansteht und das Millionen Menschen gebannt vor dem Fernseher sitzen lässt - vor allem wegen der Werbespots.

Der große Gewinner der Werbespots beim letztjährigen SuperBowl was der Star Wars-Spot von VW.

Das verpflichtet natürlich, also wollte man nachlegen - mit einem ebenfalls originellen Spot, was misslang. Zumindest aus unserer Sicht, ist der Spot schlicht schlecht. Vielleicht kein Altherren-, aber ein schlechter Abiwitz. Was ist daran bitte schön originell oder kreativ?

Noch mehr aber fragen wir uns, was ist daran rassistisch? Denn genau das ist der Vorwurf, den sich VW jetzt ausgesetzt sieht - natürlich vor allem in den Medien, die natürlich alles aufgreifen, was sie für einen Vorwurf nutzen können und von dem sie wissen, dass er nicht nicht aufgenommen werden kann. Und "Rassismus" ist ein schon recht harter Vorwurf, bei dem es nicht leicht ist, sicher zu landen, wenn man ihn abbekommt.

Aber VW war vorbereitet. Der Spot wurde vor der Veröffentlichung getestet - und auch Jamaikaner durften ihr Placet ("Yo"?) geben und taten dies auch. (Wurden auch Weiße aus Minnesota gefragt? Egal ...) Damit ging dieser Spot also on air ...



Verdächtige WERBUNG VWAber dann ging's los, wie es beispielsweise in der Washington Post zu lesen war. Immerhin verweist die Zeitung korrekterweise auf "some people", die den Spot als "a little racist" einstuften, was aber in den Folgemedien dann doch größer und größer wurde, und bei "Bild" dann zum "Riesenwirbel" mutierte.

Für alle Fälle habe VW noch einen Alternativ-Spot für Sonntag in petto ... würden wir begrüßen, denn der Spot ist ... naja, ... für den amerikanischen Markt.

Aber wer weiß? Was, wenn's dort gut läuft? Gibt es den Spot dann hier auch in Doitseland, wo er sich dann auch als beliebt durchsetzt? Wo er einen Haufen Nachäffer in Büros findet, die in Ermangelung eigenen Witzes halt alles rezitieren, was ihnen den Hauch von Esprit vermittelt? Panik!

Daraus würde aber niemand VW einen Vorwurf machen. Wahrscheinlich wäre man ihnen auch noch dankbar, dass man endlich nicht mehr Kannakspraak hören muss.


Die besten Werbespots 2012 (III)

Nach Teil 1 und 2 gibt es im dritten Teil mit den besten Werbespots 2012 alles aus der Abteilung "süß, lieb, nett und einfach schön".


Harvey and Rabbit



Harvey and RabbitThe Red Brick Road realisierte mehrere Spots mit Harvey und Rabbit für Thinkbox. Noch einen Spot gibt es hier. Auch r23.de und seitvertreib.de wusste diese Spots auch zu schätzen.


Mercedes-Benz: The Journey



Mercedes-Benz: The JourneyMercedes-Benz: The JourneyFilmakademie Baden-Württemberg für Mercedes-Benz. Hatten wir hier schon mal.


Cow & Gate 'supergroup'



Cow & Gate 'supergroup'Schöner Spot. Zum Anschauen. Außer für Besitzer wertvoller Instrumente. Spot von BETC London. Mehr dazu.


"Die besten Werbespots 2012 (III)" vollständig lesen »

VW Beetle 'Senior Rebel'

Lürzer's Archive Spot der Woche 2012/46: VW Beetle 'Senior Rebel'

Spot von DDB Guoan für den VW Beetle

Die einfache Botschaft des Spots: Warte nicht bis es zu spät ist.
"VW Beetle 'Senior Rebel'" vollständig lesen »

VW - Veränderung wollen

Aus der Reihe: Welcher Fehler steckt im Bild?


Natürlich gar kein Fehler. Vielmehr handelt es sich, ja, um was eigentlich? Bei einem Modell spräche man wohl von einem "Facelift" (ein Begriff, der ja auch lustigerweise zur Beschreibung von Veränderungen am Heck genommen wird, aber darüber ... lassen wir), aber bei seinem Markenzeichen? "Rebranding" ist ja wohl auch nicht.

"Zeitgemäße Überarbeitung des bisherigen Markenzeichens" (Nein, das macht es nicht zu einem "Markenrelaunch" ... Nur mal so nebenbei ...) - wäre wohl der richtige Ausdruck, aber irgendwie so untrendy.

Wesentlich more fashionable klingt da schon die Überschrift vom Designtagebuch: "Volkswagen modifiziert Markenzeichen". Die Seite hat auch eine dezidierte Meinung dazu, wo es wann warum wie wirkt.

Wir fragen uns nur, ob das wirklich nötig war. Nun, aus Sicht des beauftragen Designbüros bestimmt ...

... und zumindest das ist nachvollziehbar.
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Volkswagen: Tarot

Lürzer's Archive Print Werbung der Woche 2012/22: Volkswagen Tarot

You don't really need tarot cards when you drive a VW with Front Assist.

Volkswagen Tarot

Kunde: Volkswagen
Agentur: DDB, London
Creative Director: Jeremy Craigen
Art Director: Peter Heyes
Copywriter: Matt Lee
Fotografin: Victoria Ling
Illustration: Phosphor Art, London
Typographer: Peter Mould

Für Mädchenväter

2 Hinweise, die sich an Mädchenväter richten. Einer kommt per Werbespot von VW, via DDB, London: Den wesentlich substanzielleren hat der Wortführer auf fb entdeckt und er findet sich hier als Formular: Mädchenväter Application For Permission To Date My Daughter Quelle

Street Wars

Baut VW jetzt schon Straßenbahnen?

Strett Wars
Darth Vader in Düsseldorf: Grafenberger Allee, Ecke Lindemann-/ Dorotheenstrasse

Danke, Danke

Die besten Werbespots 2011 (III)

Nach Teil 1 und Teil 2 gibt es heute - folgerichtig - Teil 3 der besten Werbespots, Viralspots, TV-Spots aus 2011. Schwerpunkt heute: Lynx, Sex, Autos und eine Nuss.



Lynx 'My Angel Girlfriend'





BBH, London für Lynx

via adflash.eu





"Die besten Werbespots 2011 (III)" vollständig lesen »

Was 2011 wirklich in der Werbung wirkt: Kinder, Tiere und der Mann in Schwarz

Der Beitrag auf marketing-guide.de ist zwar schon ein Monat alt, aber ich bin noch viel älter, also was soll's? Zumal er so schön ist - und so wahr, das muss man doch weiterzählen und all den geschundenen Kreativen helfen, denen so gar nichts mehr einfällt und die sich selbst als viel zu originell ansehen, als dass sie jemals auf eine Idee mit Kind oder Tier (wahlweise: Hund, Katze, Robbe (eher nicht: Spinne, Geier, Olm)) kämen.

Kinder, Tiere und der Mann in Schwarz

Bislang war dann, wie hier zu sehen, der Flucht ins Verwegen-Verdorbene üblich, aber das war ja nicht sooooo familienkomptaibel. Diese Rolle nimmt nun Darth Vader ein, wie in dieser schönen Zusammenstellung zu sehen ist.



Damit ist auch klar, warum der VW Spot so ein Erfolg war: Darth Vader wurde darin von einem Kind gespielt - und ein Hund kam auch drin vor. Wau!

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