Freitag, 15. Februar 2013
18:37
Trikotwerbung: Trikots spenden oder in Trikotwerbung investieren?
Dass Trikotwerbung im Großen funktioniert sollte unstrittig sein. Da können Sie bei Telekom, Gazprom, VW, Emirates der Fernsehlotterie oder in der Liga nachfragen (beim Erfinder leider nicht mehr). Trikotwerbung im Kleinen funktioniert hingegen vielfach nicht. Da können Sie Theo, Savas, Luigi, oder wie immer die Gastwirte in Ihrer Gegend heißen, fragen.
Natürlich macht es auch für den Wirtschaftszweig "Wirtschaft" Sinn eine Thekenmannschaft mit neuen Trikots auszustatten. Aber auch nur sofern die Sportler nach den Spielen und bestenfalls mit Anhängern und Gegnern im Schlepptau die richtige Theke finden. Die Entfernung zwischen Spiel- und Trinkstätte könnte da eine Rolle spielen. Eher mäßige Voraussetzungen sind gegeben wenn der Spieltag des Teams und der Ruhetag des Lokals aufeinander fallen.
Bevor man also ein Mäzenat oder Sponsorship anstrebt, sollte man sich schon ein paar Gedanken machen. Beispielsweise über Mäzenat oder eben Sponsorship.
Oder anders gesagt/gefragt: Trikots spenden oder in Trikotwerbung investieren?
Mit dem Mäzenat verhält es sich vergleichsweise einfach: Trikots aussuchen, bestellen, bezahlen (http://www.trikot.com hilft!), Paket annehmen, anziehen, kicken, werfen, spielen...
Unangenehm dabei ist nur, dass es dem edlen Spender wahrscheinlich ergehen wird wie Theo, Savas und Luigi. Denn eine Spende bedarf gewöhnlich keiner Gegenleistung. Und so kommt außer Spesen und gelegentlichem Ärger mit dem Finanzamt (weil es die Spende nicht oder nicht vollständig anerkennt) nicht viel bei dabei herum (Im Vorfeld einen Steuerberater zu befragen wäre somit anzuraten).
Anders verhält es sich beim Trikotsponsoring. Da macht man vorher einen Plan und schließt einen schriftlichen Vertrag, definiert gemeinsam mit dem Vertragspartner finanzielle Leistungen und kommunikative Gegenleistungen (erst ab einer bestimmten Größenordnung sportliche Ziele) und reicht die Rechung, als Werbungskosten deklariert, ans Finanzamt weiter. Ganz easy.
Auch der vorstehend genannte Onlineshopbetreiber weiß es durchaus zu schätzen, wenn der Trikotsponsor einen Plan hat. Weil er dann wahrscheinlich wiederkommt und noch viele, viele Trikotsätze ordert.
Um noch einen draufzusetzen kommuniziert man fortan sein Sponsorship (Das Mannschaftsfoto im Büro oder Geschäft reicht leider nicht) übers Briefpapier, die Homepage, den Blog, eben über möglichst viele Kanäle: "Die Tralala GmbH ist offizieller Trikotsponsor des FC Lalala." oder "Die Tralala GmbH unterstützt die Jugendarbeit des FC Lalala." (Punkt 1 im des oben angesprochenen Vertrags). Immer im Sinne von "Tu Gutes und rede darüber". Darüber hinaus bieten sich unsägliche Möglichkeiten fürs Netzwerken im und mit dem Verein. Man mag nicht glauben, welch prima Connections sich aus einem Besuch eines F-Jugend-Spiels am Spielfeldrand (selbst bei Minusgraden) ergeben können ... (nicht nur mit Spielermüttern und -vätern).
Natürlich macht es auch für den Wirtschaftszweig "Wirtschaft" Sinn eine Thekenmannschaft mit neuen Trikots auszustatten. Aber auch nur sofern die Sportler nach den Spielen und bestenfalls mit Anhängern und Gegnern im Schlepptau die richtige Theke finden. Die Entfernung zwischen Spiel- und Trinkstätte könnte da eine Rolle spielen. Eher mäßige Voraussetzungen sind gegeben wenn der Spieltag des Teams und der Ruhetag des Lokals aufeinander fallen.Bevor man also ein Mäzenat oder Sponsorship anstrebt, sollte man sich schon ein paar Gedanken machen. Beispielsweise über Mäzenat oder eben Sponsorship.
Oder anders gesagt/gefragt: Trikots spenden oder in Trikotwerbung investieren?
Mit dem Mäzenat verhält es sich vergleichsweise einfach: Trikots aussuchen, bestellen, bezahlen (http://www.trikot.com hilft!), Paket annehmen, anziehen, kicken, werfen, spielen...
Unangenehm dabei ist nur, dass es dem edlen Spender wahrscheinlich ergehen wird wie Theo, Savas und Luigi. Denn eine Spende bedarf gewöhnlich keiner Gegenleistung. Und so kommt außer Spesen und gelegentlichem Ärger mit dem Finanzamt (weil es die Spende nicht oder nicht vollständig anerkennt) nicht viel bei dabei herum (Im Vorfeld einen Steuerberater zu befragen wäre somit anzuraten).
Anders verhält es sich beim Trikotsponsoring. Da macht man vorher einen Plan und schließt einen schriftlichen Vertrag, definiert gemeinsam mit dem Vertragspartner finanzielle Leistungen und kommunikative Gegenleistungen (erst ab einer bestimmten Größenordnung sportliche Ziele) und reicht die Rechung, als Werbungskosten deklariert, ans Finanzamt weiter. Ganz easy.
Auch der vorstehend genannte Onlineshopbetreiber weiß es durchaus zu schätzen, wenn der Trikotsponsor einen Plan hat. Weil er dann wahrscheinlich wiederkommt und noch viele, viele Trikotsätze ordert.
Um noch einen draufzusetzen kommuniziert man fortan sein Sponsorship (Das Mannschaftsfoto im Büro oder Geschäft reicht leider nicht) übers Briefpapier, die Homepage, den Blog, eben über möglichst viele Kanäle: "Die Tralala GmbH ist offizieller Trikotsponsor des FC Lalala." oder "Die Tralala GmbH unterstützt die Jugendarbeit des FC Lalala." (Punkt 1 im des oben angesprochenen Vertrags). Immer im Sinne von "Tu Gutes und rede darüber". Darüber hinaus bieten sich unsägliche Möglichkeiten fürs Netzwerken im und mit dem Verein. Man mag nicht glauben, welch prima Connections sich aus einem Besuch eines F-Jugend-Spiels am Spielfeldrand (selbst bei Minusgraden) ergeben können ... (nicht nur mit Spielermüttern und -vätern).
Geschrieben von Frank Herold in Sportmarketing
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