Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Web 2.0 für Anfänger

Alle sind ja jetzt irgendwie Web 2.0. Und irgendwie ist das ja auch so total hip und so. Keiner weiß zwar so ganz genau, was er erreichen will, aber dabei sein ist alles. Egal wie. Und irgendwer wird sich schon und die Tweets, die Facebook-Seite und die sonstigen Präsenzen kümmern. Ob der auch auf Fragen der Community reagieren kann, ist völlig zweitrangig.

Nun, auch ich experimentiere etwas mit Facebook, und schaue, wer so in meiner Branche - dem automobilen Ersatzteil- und Reparaturgeschäft - präsent ist und etwas sagen möchte. Und neulich war es so weit. Eine für mich interessante Firma schrieb etwas, das für mich interessant war. Ich wagte das Unmögliche: ich stellte in einem Kommentar eine Frage.

Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass es Tage dauern würde, bis ich eine Antwort bekäme. Weit gefehlt! Kurze Zeit später teilte man mir via Kommentar mit, dass die Antwort auf meine Fragen in meinem Facebook-Postfach sei. Oh, dachte ich bei mir. Jemand nutzt diesen in der Branche wahrlich noch eher experimentell zu nennenden Kanal vorbildlich und vor allem schnell.

Doch: der Blick ins Postfach enttäuschte. Man hatte mir nur die Kontaktdaten einer Person geschickt, die weitere Auskünfte erteilen würde. Eine Person, deren Kontaktdaten ich ohnehin schon hatte. Nun hätte ich alles wieder an diese Person schicken sollen und darauf warten, dass sie mir erneut antwortet. Ich habe es nicht getan.

Web 2.0 ist in den PR-Agenturen angekommen

Stefan Hertach von mediaquell macht uns darauf aufmerksam, dass inzwischen auch in PR-Agenturen und Pressestellen der Trend in Richtung Web 2.0 geht. Er fasst dabei eine aktuelle Studie von Faktenkontor und news aktuell zusammen.

Die Studie hat ergeben, dass sich ein echter Wandel in der PR-Landschaft abzeichnet. Man denkt nicht mehr nur in klassischen Medien, sondern beteiligt sich aktiv am Web 2.0. Auch wenn Konzepte in diesem Bereich noch eher die Ausnahme sind, so haben die PR-Menschen erkannt, dass die klassischen Medien an Bedeutung verlieren.

Hertach:
Damit zeigt sich, dass u.a. die schrumpfenden Leserzahlen, die Einstellung zahlreicher Printtitel sowie das Auftreten neuer Multiplikatoren (Blogger, Fans etc.) und Kommunikationsformen und -kanälen (Social Media, Online Portale, Aggregatoren, Kurznachrichtendienste, RSS-Feeds etc.) nun auch merklich die PR-Branche treffen.


Die PR-Branche hat jetzt neue Zielgruppen für sich entdeckt, zum Beispiel Blogger und Communities. Davon kann wahrscheinlich inzwischen jeder Blogger ein Lied singen, wird er doch mit mehr oder weniger relevanten Presseinformationen zum Thema (oder auch nicht) versorgt. Inwieweit es bisher wirklich gelingt, den richtigen Ton zu treffen, ist nicht bekannt. Denn sicher genügt es nicht, Presseinformationen eins zu eins an Blogger zu versenden.

Aber: das Schiff nimmt Fahrt auf. Man kann gespannt sein, welche neuen Wege sich für die PR-Branche im Zeichen von Web 2.0 wirklich als gangbar erweisen. Denn bisher wird vor allem noch viel experimentiert.

Social Networking gewinnt rasant an Bedeutung

Nielsen Online führt uns vor Augen, was wir selbst wohl schon längst geahnt haben: Social Networking ist eine Sache, die aus der heutigen Online-Welt nicht mehr wegzudenken ist. Nielsen hat kürzlich wieder einmal eine Studie auf den Markt gebracht, die untersucht, wie das Web heute so genutzt wird.

Der größte Anstieg in der Penetration von Social Networks und Blogs in 2008 fand in Deutschland statt: von 39 Prozent der Online-Nutzer in Dezember 2007 auf 51 Prozent in Dezember 2008 - ein reales Wachstum von mehr als 12 Prozentpunkten.


Wir selbst gehören also alle auch zu diesem Wachstumsmarkt. Und der wird sicher weiter wachsen. Wir könnten uns zum Beispiel an Brasilien orientieren:

In den von Nielsen beobachteten Märkten war die Verbreitung von Social Networks und Blogs in Brasilien am stärksten, wo 80 Prozent der Online-Nutzer solche Websites besuchen. In Brasilien ist die Online-Nutzungszeit für Social Networks und Blogs auch am höchsten: Dort wird fast eine von vier Online-Minuten (23 Prozent) für diesen Zweck verwendet.


Nielsen liefert uns auch gleich noch eine Einschätzung:

"Social Networking ist zum wichtigen Teil des globalen Online-Erlebnisses geworden," so John Burbank, CEO Nielsen Online. "Obwohl schon zwei Drittel der globalen Online-Bevölkerung auf "Member Community"-Websites zugreift, scheint sich das Wachstum von Verbreitung und Nutzung nicht zu verlangsamen. Social Networking wird weiterhin nicht nur die globale Online-Landschaft verändern, sondern auch das Konsumerlebnis im Allgemeinen. Diese Studie erklärt warum."


Wer sich für die ganze Studie interessiert, kann sie hier downloaden.

Das Web 2.0 ist bei den Nachrichten angekommen

Mit viel Rummel ist Anfang der Woche ein neues Nachrichtenportal gestartet. Das besondere daran? Laut eigenem Bekunden ist es das erste Nachrichtenportal, das aus dem Web für das Web gestartet wird.

Damit unterscheidet es sich von den "Klassikern" darin, dass es erstens keine klassischen Nachrichtenressorts mehr kennt und zweitens die Gewichtung der Nachrichten von den Lesern gemacht wird. Mehr Klicks bringen mehr Bedeutung.

Ob Zoomer.de damit den Nachrichtenmarkt revolutionieren wird, wissen wir nicht. Dort baut man auf jeden Fall auf eine Menge Dialog mit den Lesern. Mich hatte das zunächst irritiert. Da tauchen doch glatt mitten im Text Leserkommentare auf. Das lockert jedenfalls ein wenig auf.

Aber auch die Startseite ist gewöhnungsbedürftig: oben auf der Seite stehen natürlich die Top-News , die Nr. 1 ganz groß, die nächsten fünf ein wenig kleiner. Aufmacher ist immer ein Bild. Alle weiteren Nachrichten werden dann in einer Art Filmstreifen darunter angezeigt, ohne Text.

Wer wissen will, was sich hinter den bunten Bildchen verbirgt, muss mit der Maus drüberfahren. Das finde ich nicht so übersichtlich. Insgesamt ist die ganze Seite wohl eher für optisch orientierte Menschen gemacht. Ich fahr ja mehr auf Text ab und komme da nicht so ganz auf meine Kosten.

Spannend wird sicherlich, welche Themen sich auf Dauer als Top-News etablieren können und ob das Konzept sich wirklich durchsetzen kann. Kann sein, dass der Boulevard siegt, muss aber nicht. Die Dialogangebote sind sicherlich interessant und auch die Möglichkeit, zoomer zu personalisieren und durch weitere Nachrichten anderer Portale zu ergänzen, nicht von schlechten Eltern.

Der Holtzbrinck-Verlag, der ja inzwischen auch Betreiber von StudiVZ ist, lehnt sich mit zoomer.de sicherlich weit aus dem Fenster. Und dass die Kritik von SpiegelOnline nicht gerade berauschend ist, versteht sich von selbst...

Reichweiten in Reichweite


Die Reihe Reichweiten in Reichweite wird präsentiert von materndienste.net, der Materndienst-Kompass zu Ihrer Orientierung.

... schon wieder eingeladen

Bald findet ein toller Kongress statt. In Berlin. Thema ist Web 2.0. Die reden da sogar über Web 3.0. Und haben mich eingeladen. Das ist nett. Die Einladung kam am vergangenen Samstag, dem 1. September.

Es gibt ein tolles Gimmick für Frühbucher bis zum 31.8.: eine Playstation. Außerdem hätte ich als Frühbucherin noch 100 Euro an der Teilnehmergebühr sparen können. Wenn ich die Einladung früh genug gehabt hätte. Aber hatte ich ja nicht.

Trotzdem. Ich find ja Web 2.0 ganz toll. Und die Einladung mit Programm war so unübersichtlich. Deshalb hab ich mal auf die dazugehörige Website geschaut. Dort ist der Anmeldeschluss für Frühbucher dann am 14.9. Ob wohl noch nicht so viele Leute angemeldet sind?

Ich warte noch ein bisschen. Wenn dann immer noch keiner kommt, gibt's vielleicht ein Lastminute-Angebot... Und außerdem gibt es noch einen Rabatt, wenn ich über die Firma Vogel Digital Media buche. Wenn ich den dann mit dem Frühbucherpreis und dem Lastminute-Rabatt verrechne, dann kostet das Ganze vielleicht nur noch die Hälfte.

Ach, da fällt mir auf: ich bin ja Journalistin. Ich sollte mich akkreditieren. Dann kostet es nix. Vielleicht.


Twitter

Verwaltung des Blogs

Login