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Bring mich mal in die Wirtschaftspresse

Ich mag Anfragen. Wirklich. Ich freue mich immer wieder, wenn wildfremde Menschen sich für meine Dienstleistung interessieren. Dafür gibt es ja schließlich das Kontaktformular auf meiner Website. Es gibt auch eine Telefonnummer. Und es gibt auch Xing. Und über alle diese Kanäle entstehen Kontakte.

Nur manchmal, sogar öfter als ich selbst für möglich gehalten hätte, gibt es die Art von Anfragen, die ich so gar nicht mag. Da heißt es dann: "Wir wollen in die Wirtschaftspresse." Das ist sicher ein schönes Ziel. Das ist sicher auch manchmal sinnvoll.

Aber stellen Sie sich mal vor, Sie verkaufen Hebebühnen für Autowerkstätten. Und keiner kennt Sie. Noch nicht einmal in Ihrer eigenen Branche. Ihr Unternehmen ist relativ klein und erwirtschaftet einen für seine Größenordnung ordentlichen Umsatz, aber revolutioniert nicht den DAX.

Ich möchte damit nicht sagen, dass dieses Unternehmen und seine Produkte nichts in der Wirtschaftspresse zu suchen hätte. Aber besser wäre es doch, wenn erstmal die potenziellen Zielgruppen davon erfahren würden.

Was nützt eine Eintagsfliege in der FAZ, wenn regelmäßige Präsenz in den Weltblättern AutoServicePraxis oder amz- auto motor zubehör genau die Leute erreicht, die das Produkt kaufen sollen?

Naja, zum Glück ist Beratung auch ein Bestandteil meiner Dienstleistung. Leider gibt es Leute, die sind ganz schön beratungsresistent. Mit denen einigt man sich am besten darauf, dass das mit der Wirtschaftspresse zumindest angestrebt wird. Aber dass man zunächst etwas kleinere Brötchen backen wird.

7 Tipps für die Neukundengewinnung

7 Tipps für die Neukundengewinnung hat Gabriele Braun in der marketing BÖRSE zusammengestellt:

1. Kundenbedürfnisse ermitteln
2. Interesse wecken
3. Verschaffen Sie sich ein eigenes Unternehmensimage
4. Guter Service begeistert Ihre Kunden
5. Sprechen Sie die richtige Zielgruppe an
6. Dialog im Internet fördern
7. Qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter


In diesem Zusammenhang evtl. auch interessant: Die Ausführungen des Wortführers zum Thema Akquise sowie die längst mit Kultstatus behafteten 10+1 Gebote des Werbegotts.

Wer braucht den DDV?

Hin und wieder klicke ich mich in die Seiten des DDV (Deutscher Direktmarketing Verband e.V.) um nach Informationen aus meiner Branche (dort: Call Center / TeleMedien) Ausschau zu halten. Was ich finde ist zumeist das ewig gleiche Lobbyistengeblubber.

Jetzt hat der DDV eine neue Zielgruppe entdeckt und möchte kräftig Mitgliedschaften in Richtung Promotion-Agenturen verhökern:

Der DDV macht sich für die Branche der Promotion-Agenturen stark. Mittelfristiges Ziel ist die Gründung eines eigenständigen DDV-Councils "Promotion Agenturen". Erste Projekte sind bereits angelaufen: So diskutieren bei einem Workshop am 7. Dezember 2005 in Frankfurt die Promotion Agenturen über Konzepte zum Thema Rechtssicherheit.

Die komplette Pressemitteilung gibts hier

Na ja, wers braucht...

Der Preis für eine Jahresmitgliedschaft beginnt übrigens bei ca. 1.500 Ören, was eine Golfclubmitgliedschaft irgendwie attraktiv erscheinen lässt.


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