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Mangelnder Nachwuchs in der Werbebranche

Die deutsche Werbewirtschaft hat mit einer Diskussion über die Folgen des einsetzenden Bevölkerungsschwunds in Deutschland für die Personalpolitik von Werbeagenturen, Medien als Werbeträger und werbenden Unternehmen begonnen.

Auf der konstituierenden Konferenz der neu vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW eingerichteten 'Arbeitsgruppe Werbeberufe' waren sich die Experten aus dem Kreis der ZAW-Verbände einig, dass der Wettbewerb um die besten Talente in der gesamten deutschen Wirtschaft angesichts des bereits eingesetzten Fachkräftemangels noch an Schärfe gewinnen wird.

Dieser Trend lasse sich bereits generell aus dem neuesten Gutachten des Sachverständigenrats für die Bundesregierung ableiten. Danach werde das Arbeitsangebot aus der Bevölkerung in der Basisvariante um fast 30 Prozent von jetzt 43 Millionen auf 31 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2060 sinken. Der Jugendquotient liege bereits jetzt auf niedrigem Niveau, während die Anzahl der über 65-Jährigen ständig mit zunehmender Geschwindigkeit steige, so die Wirtschaftswissenschaftler.

"Dem deutschen Arbeitsmarkt gehen die jüngeren Arbeitskräfte aus", warnte der ZAW auf der Konferenz. Die Werbebranche mit ihren rund 190.000 Spezialisten in Agenturen, Medien und werbenden Unternehmen werde wie alle Sektoren der Wirtschaft um den Nachwuchs zu kämpfen haben, um ihre für die Wettbewerbswirtschaft unentbehrliche Markt-Kommunikation erwartungsgerecht leisten zu können.

Die ZAW-Arbeitsgruppe sieht zusätzlich Druck auf den Arbeitsmarkt der Werbebranche durch die wachsende Komplexität der Werbearbeit. Dort entwickelten sich neue Tätigkeitsfelder insbesondere im Bereich der digitalen Markt-Kommunikation, für die entsprechende Fachleute gebraucht werden. Bereits jetzt gäbe es in Deutschland eine gesamte Lücke von rund 25.000 IT- Experten, was die Rekrutierung insbesondere für die Agenturen erschwere.

Die ZAW-Arbeitsgruppe will nun mit innerhalb der Werbewirtschaft über die Folgen des Wandels bei der Quote und Zusammensetzung der Erwerbstätigen informieren und Transparenz beim Bedarf und den beruflichen Voraussetzungen im Arbeitsfeld kommerzieller Digital-Kommunikation schaffen.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Christian Eggert (Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV), Titus Goll (DDV Deutscher Dialogmarketing Verband), Dr. Matthias Lung (Konferenz der Akademien für Kommunikation, Marketing, Medien), Dr. Ralf Nöcker (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA), Petra Oppermann (Fachverband Sponsoring FASPO), Susanne Schronen (Art Directors Club ADC), Moderation: Volker Nickel (ZAW).

Direktmarketing: Branchenverband verhalten optimistisch

12.03.2010 aus HB, S.30 Laut einer bislang unveröffentlichten Umfrage des Deutschen Dialogmarketing Verbandes (DDV) unter 196 Mitgliedern geben rund 40 Prozent für 2009 rückläufige Umsätze an, nur 28 Prozent verzeichneten ein Umsatzplus. 57 Prozent der Befragten können ferner im Zuge der Krise keine Verschiebung der Marketingbudgets von breit streuender Werbung zum billigeren, zielgruppengenaueren Direktmarketing feststellen, und auch die Folgen der Ende 2009 veröffentlichte Datenschutznovelle macht der Branche zu schaffen. Dennoch blicken die Dialogmarketer optimistisch in die Zukunft: Die Mitglieder des DDV rechnen mit einer Erholung der wirtschaftlichen Lage und einem Wiederanstieg der Investitionen in den nächsten Monaten, so DDV-Präsident Dieter Weng.

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Werbung für Marketing + Werbung

Am wenigsten Werbung macht Werbung ja leider für die Werbung selbst. Aber wir wollen uns hier nicht über schlechte Werbung beklagen, sondern gute Werbung loben und manchmal auch erklären. Zum Beispiel mit unserem Werbe-Kolleg, in dem wir uns verschiedener Begrifflichkeiten aus Marketing und Werbung annehmen:

Was ist eigentlich ... 360°-Marketing?
Der zahlgewordene Stillstand. denn Veränderung ist ein Kontinuum im Marketing. Der stete Wandel ist ein wesentlicher Aspekt im Marketing.
Was ist Above-the-line / Below-the-line?
Above-the-line ist Jedermannwerbung, Below-the-line ist Zielgruppenkommunikation.
Was ist eigentlich ... ein Briefing?
Briefinggespräche, Marketing Briefings, Agentur Briefings, sind super für Kunden und Agenturen. Wie eine Therapie, quasi.
Was ist Corporate Identity?
Eine lockere Corporate Identity ist die Hundeleine eines Unternehmens. Eine festgezurrte Corporate Identity ist sein Tod.
Was ist eigentlich ... Employer Branding?
Ein Begriff, der es schwer macht, Marketing als im weitesten Sinne geisteswissenschaftliche Disziplin zu akzeptieren.
Was ist eigentlich ... Gendermarketing?
Marketing ist das Streben nach dem Geld anderer. Gendermarketing will Geld von Frauen.
Was ist ein Marketing-Experte?
Mancher nennt sich Marketing-Experte. Aber wie erkennt man einen Marketing- Experten und was macht den Experten zum Experten?
Was ist eigentlich ... Positionierung?
Positionierung ist die Quantenphysik im Marketing.
Was ist eigentlich ... PR?
PR steht für Poesie-Redaktion.
Was ist eigentlich ... Social Media?
Social Media ist ein Halluzinogen. Es sei denn, man ist Anbieter von Social Media Marketing.
Was ist eigentlich ein Testimonial?
Ein Testimonial ist Verbalprostitution.

Marketing mit Linkbuilding

Eine ausgefeilte Linkbuilding-Strategie ist für den Erfolg in Suchmaschinen heute unerlässlich. Eine gute Platzierung in Suchmaschinen kommt schließlich nicht von selbst...